Der Strand von Aouzioualte

Schweren Herzens und damit eigentlich viel zu spät, um die lange Strecke bis nach Dakhla bewältigen zu können, verabschieden wir uns von Bouchra und Giampietro. Wir fahren an der Küste Richtung Süden entlang. Auf der immer noch schnurgeraden Strecke passiert nicht viel.

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Die Küste wird zur Steilküste und es wird in einer Stunde dunkel. Einen Campingplatz gibt es erst wieder in Dakhla und das ist immer noch 200 km entfernt. Wir sehen weit unten am Strand ein Campingmobil und fragen uns, wie es dort hin gekommen ist. Die einzige Möglichkeit ist am letzten Polizeiposten. Wir fahren wieder zurück und der Polizist hat Mitleid mit meinem müden Gesichtsausdruck und lässt uns passieren. Eigentlich ist es wohl verboten, am Strand zu übernachten, wie wir von den belgischen Wohnmobilisten erfahren, der sich stark wundert, dass wir so spät noch passieren durften.

Die Küste wird streng vom Militär überwacht, dh. wir haben wieder einmal einen sehr sicheren Übernachtungsplatz gefunden Zwinkerndes Smiley

Am gleichen Abend bekommen wir Besuch von dem jungen Soldat, der für diesen Küstenabschnitt zuständig ist. Sein Zelt steht oben an der Steilküste und für die Überwachung ist er mit einem Feldstecher und einem Handy ausgerüstet. Sein Hund Diana wirkt auch nicht wirklich bedrohlich. Er sagt kurz “Hallo” und fragt uns, ob wir etwas zum Essen benötigen was wir verneinen.

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Am nächsten Morgen kommt er wieder vorbei und schenkt uns selbstgebackenes Brot und abends bringt er uns einen Fisch vorbei, den er für uns sogar noch ausnimmt. Ein herzensguter Mensch, der für seine Geschenke kein Geld und auch sonst nichts haben möchte, sondern ein Tauschgeschäft sogar als Beleidigung auffasste. “Allah sieht alles und die Geschenke kommen von Herzen”, sagt er.

Am nächsten Tag gehen wir etwas am Strand spazieren und sehen uns ein Wrack an das hier auf einer Sandbank liegt. Wir genießen das schöne Wetter und den Anblick der Dünen, die bis zum Wasser reichen.

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Anfangs faszinierend aber mit der Zeit doch lästig vertreibt uns eine Marienkäferplage fast von unserem Stellplatz. Hitchcock hätte hier noch einen Film “Die Marienkäfer” drehen können. Kaum bleibt man stehen oder möchte einige Minuten am Strand sitzen, landen sie zu Hunderten auf einem und kriechen in Nase, Ohren und Augen. Zurück am Auto hieß es, so viel Marienkäfer wie möglich von den Kleidern abzuschütteln, schnell einsteigen und die Tür zu machen. Circa 50 Käfer schaffen dennoch den Weg in unser Auto. Bei brütender Hitze harren wir 2-3 Stunden aus. Dann ist der Spuk vorbei.

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