Von Loanga Lodge zur Shell-Fähre und weiter zum Strand Mayumba

22.03.2017

In der Nacht zuvor regnet es ohne Ende. Es donnert, blitzt und schüttet wie aus Kübeln. Kein Wunder, dass die Straße am nächsten Morgen überschwemmt ist.

Didi und Dan lieben es, in den Pfützen zu spielen… Jungs eben Zwinkerndes Smiley

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Wir müssen, wie auf dem Hinweg auch, durch das Ölfördergebiet von Shell. Alleine darf man hier nicht fahren. Wir werden eskortiert. Bis uns das Pilotfahrzeug an der Schranke abholt, dauert es ein bisschen, denn die Fahrer sind gerade alle beim Essen. Also essen wir auch etwas. Mit 30 km/h gurken wir dem Vorausfahrenden hinterher.

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Wir verlassen nach ca. 8 km das Gelände und sehen einen Elefanten am Straßenrand. Wow. Da fährt man um eine Kurve, sieht Dan mit seinem Jeep, dessen Warnblinkanlage aufleuchtet, stehen, denkt “Oh weh, ein Panne” und sieht im nächsten Moment keine 3 m entfernt einen Elefanten im Gebüsch.

Die Pipelines sehen auf den Fotos zwar nicht hübsch aus, doch in diesem Moment sind wir froh, dass sie eine Barriere zwischen uns und dem Elefanten bilden.

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Wir übernachten in der Nähe des Anglegeplatzes der Fähre und hören einen Elefanten in der Nacht 5 m von VAnGO entfernt grasen. Wir hören, wie er Grasbuschel um seinen Rüssel dreht, aus der Erde herausreißt und schmatzend verzehrt.

Am nächsten Morgen hat es sich ein Spinne an VAnGO gemütlich gemacht….

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Morgens gesellen wir uns zu den Trucks, die auf die Shell-Fähre warten. Es handelt sich nicht um eine öffentliche Fähre. Man muss sich vorab bei Shell registrieren lassen. Wenn es noch Platz auf der Fähre hat, darf man kostenlos mitfahren. Das spart einen Umweg von mehreren Hundert Kilometern. Doch leider lief mit unserer Buchung etwas schief. Niemand von Shell weiß etwas von uns. Der Kapitän würde uns gerne mitnehmen, aber ihm sind die Hände gebunden und er riskiert seinen Job. Er versucht seinen Boss und etliche andere Verantwortlichen zu erreichen. Die Aussage bleibt aber leider gleich. Wir dürfen nicht mitfahren. Wir sind nicht registriert und stellen somit ein Sicherheitsrisiko dar… Die Autofähre und die Personenfähre legen ohne uns ab…

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… und wir fahren den ganzen Weg über Sangala über Kili ca. 180 km zur Hauptstraße zurück, um einen Nationalpark herum (weitere 150 km), um weiter südlich bei Ndende nach weiteren 200 km zum Strand zu kommen. Mit der Fähre wären es keine 40 km gewesen…

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Für alle Overlander, die die Fähre vom Norden aus Richtung Süden nehmen wollen, hier die Wegbeschreibung. Die Straßen sind auf keiner Karte und auch nicht im Osmand/OSM verzeichnet:

Man biegt bei Yombi von der asphaltierten Hauptstraße auf eine gute Lateritstraße Richtung Sangala (Mandji) ab. Hier sollte man bei der Total-Tankstelle noch einmal volltanken, wenn man –bevor man die Fähre nimmt- zur Loanga Lodge fahren möchte. Das nur als Tipp, weiter geht es mit der Wegbeschreibung. Von Sangala aus, folgt man der Straße weiter bis zu einem Schlagbaum. Hier beginnt das 100 km lange Gebiet einer Holzfirma. Das Passieren ist kein Problem. Nach Verlassen dieses Gebietes kommt man zum Schlagbaum der Firma Shell. Soweit wir wissen kann man sich hier für die Fähre registrieren lassen. Was bei uns schief lief, wissen wir nicht. Hier muss man sagen, wo man hin möchte, damit die Eskorte den richtigen Ausgang wählt. Durch das Gebiet wird man eskortiert. Das ist gut, denn das Pilotfahrzeug kennt den Weg. Zwinkerndes Smiley Nachdem man das Shell Gebiet verlassen hat, folgt man der immer noch gut ausgebauten Piste Richtung Süden. Die Straßenführung ist nicht immer ganz eindeutig, doch wenn man den Lkw oder deren Reifenspuren folgt, findet man schlussendlich nach ca. 100 km die Fähre am west-nördlichen Ende der Lagune Nago in der Nähe Sette Cama (das sich auf der anderen Seite der Lagune befindet). Hier kann man sicher und problemlos übernachten. Alles in allem sind es ca. 300 km ab der geteerten Hauptstraße, die auf einer relativ guten Piste zurück gelegt werden müssen.

Die Fähre legt nur einmal pro Woche, immer mittwochs nach Gamba ab und braucht 3 Stunden. Man darf auf der Autofähre nicht mitfahren. Die Personenfähre benötigt ca. 1 Stunde und legt gleichzeitig mit der Autofähre ab. Man kann in Gamba also noch gemütlich einen Kaffee trinken, bis die Autofähre ankommt. Das Auto wird nicht vom Schiffspersonal bewegt, man darf also zuschließen und den Schlüssel behalten.

 

Der Strand bei Mayumba ist ganz nett, aber nicht umwerfend. Wir sind uns gerade nicht sicher, ob sich dieser gigantische Umweg gelohnt hat… Die Wellen sind um diese Jahreszeit so stark, dass man besser nicht zu tief ins Meer geht.

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Über ein Rollfeld versuchen wir zum Parque National de Mayumba zu gelangen. Die Piste wird immer sandiger und führt leider nicht am Strand entlang. Wir kehren nach ca. 1 Stunde fahrt wieder um, da wir nicht denken, durch das dichte Gebüsch auf diesem Weg an den Strand zu kommen.

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Auf dem Weg zum Strand treffen wir auf eine super nette schwedische Familie, die mit zwei kleinen Kindern für ein Jahr Afrika bereist. Wir genießen den Abend mit ihnen und hoffen, sie einmal wieder zu treffen.

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