Fahrt Richtung Tabuk-Al Disah Schlucht

19.3.2020

Wir decken uns in Al Ula mit Lebensmitteln ein. Am Eingang des Supermarktes stehen Einmalhandschuhe bereit.

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Mit Blick auf die Schlucht übernachten wir oberhalb derselben an einer kleinen Höhle. Die Nacht ist kalt. Es hat nur 6 Grad, aber wir schlafen wie die Murmeltiere. Endlich mal wieder. Der Corona Virus beschäftigte uns sehr (siehe nächster Beitrag).

Saudi Arabien hat wunderschöne Landschaften. Die Zufahrt zur Schlucht ist steil. Auf guter Teerstraße gleiten wir ins Tal. Ein Araber führt sein Kamel Gassi. Winking smile Durch die starken Regenfälle der letzten Tage ist die Hälfte der Schlucht sehr nass, aber noch gut befahrbar.

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Disaster auf dem Dünenkamm

15.3.2020

Das Wetter ist besser. Der Wind hat nachgelassen und der Himmel erstrahlt in tiefem Blau. Nach ausgiebigem Frühstück fahren wir alle gemeinsam los. Die Teerstraße ist lediglich eine Stunde entfernt und dort heißt es Abschied nehmen.

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Doch zuvor geschieht fast ein Unglück. Peter und Janina fahren mit ihrem Landrover eine Düne hoch, dicht gefolgt von Didi und mir. Sie fahren über die Kuppe hinweg und sind kurz verschwunden. Als wir sie sehen stockt uns vor Schreck der Atem. Der Landy hängt schräg auf dem Dünenkamm und droht seitlich abzurutschen. Falls das passiert, wird er sich mindestens auf die Seite drehen, wenn nicht gar überschlagen. Den Wagen mit der Nase nach unten zu richten und die Düne so herunter zu fahren ist von der jetzigen Position aus auch keine gute Idee mehr. Die Rettungsaktion beginnt.

Sämtliche Sandbleche werden hervor geholt. Ein Abschleppseil wird an den Landy und VAnGO gebunden. Oli und Dagmars Ford dient VAnGO als Anker, falls der Landy unkontrolliert die Düne runter kullert. Alle behalten die Nerven und arbeiten als Team super zusammen. Didi hat in seinen früheren Urlauben bei Saharadurchquerungen mehr als genug Erfahrungen mit solchen Situationen gesammelt und übernimmt die Leitung. In Absprache mit Peter folgen alle anderen seinem Rat und nach mehrmaligen Anläufen, in denen immer wieder die Sandbleche neu ausgerichtet werden müssen, können wir den Landy befreien. Tiefe Erleichterung bei allen!!! Zwischendrin war es mal ganz schön knapp. Der Landy rutschte noch weiter den Dünenabhang hinab…

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Ein letztes Fotoshooting mit allen Fahrzeugen und dann heißt es Abschied nehmen von Janina und Peter.

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Offroad in der Wüste

13.3.2020

Für die nächsten beiden Tage war Sandsturm angekündigt und so haben wir uns am Elefant Rock zwischen hohen Felsen und steinigem Untergrund für zwei Tage eingenistet. Diese Idee hatten auch Tim (alleine unterwegs) und Elisabeth (mit Hund unterwegs und einem Toyota Hiace, Rechtslenker!!! Einfuhrverbot für Rechtslenker in Saudi, doch blau-grüne Augen schaffen alles Winking smile). Alle, durch Corona Virus in Saudi Arabien gestrandeten Deutschen, scheinen sich hier zu treffen. Winking smile Die durch den Virus ausgelösten Grenzschließungen machen uns schwer zu schaffen und wir überlegen, welche Möglichkeiten der Weiterreise uns bleiben. Die begrenzte Aufenthaltsdauer für Personen und Autos, sowie die bald einsetzende unerträgliche Hitze und die eventuellen Flugstornierungen müssen berücksichtigt werden. Im Moment ist lediglich noch eine Grenze offen und das ist die in die Vereinigten Arabischen Emirate.

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Wir machen Brainstorming und fahren erst einmal mit Dagmar und Oli und Janina und Peter in die Wüste.

Leider ist es ziemlich diesig. Die Luft ist stauberfüllt. Das ergibt eine eigentümliche Stimmung. Die Landschaft ist grandios. Wir finden Felszeichnungen, ob wirklich alt oder nicht…? Egal. Wir treffen auf Marc, der die Gegend mit seinem Motorrad erkundet. Didi bekommt Gelüste. Winking smile 

In einer Sackgassen-Schlucht finden wir einen windgeschützten Übernachtungsplatz.

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Felsformationen in der Wüste um Al Ula

9.3.2020

Die Umgebung von Al Ula ist fantastisch. Wir fühlen uns hier sehr wohl: Ruhe, nette Gesellschaft, tolle Landschaft… Es gibt viel zu entdecken. Die Twins Rocks, The Face, Rainbow Arch… einfach herrlich.

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Nachts gehen wir mit unsere Schwarzlichtlampe auf Skorpion Jagd und werden fündig.

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Elefant Rock

8.3.2020

Im Rahmen des Winter Festivals in Al Ula ist der Elefant Rock nachts beleuchtet, was sehr schön aussieht. Wir beschließen sofort hier zu campen. Diese Idee hatten Dagmar und Oli wohl auch und tauchen kurz nach Sonnenuntergang auf. Auf Anhieb sind wir uns gegenseitig sehr sympathisch und so reisen wir die nächsten Tage gemeinsam weiter. (Deren Geschichten sind unter www.goneforadrive.com zu lesen. Marc, den wir mit seinem Motorrad in ein paar Tagen in der Jebel Al Rukkab Schlucht kennen lernen werden, ist auf www.skycam.pics und www.instagram.com/steyr2go zu finden und Tim unter www.malschauenwasdertimsotreibt.wordpress.com )

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Elefant Rock.

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Viel Phantasie benötigt es nicht, um den Grund für die Namensgebung zu erahnen.


Al Ula-Desert X

5.3.2020

Dagmar und Oli machen uns auf Desert X, eine Kunstausstellung in der Wüste, aufmerksam. Schnell ist beschlossen, dass wir diese gemeinsam besuchen. 14 Kunstinstallationen werden ausgestellt, die Landschaft im sandigen Tal ist umwerfenden schön. Leider ist es sehr windig und so werden wir ziemlich eingestaubt.

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Am nächsten Tag ist das Wetter perfekt und wir genießen bei Snacks und Kaffee die gemeinsame Zeit. Abends werden einige Ausstellungsstücke illuminiert, was fantastisch aussieht.

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Madain Saleh-Dadan-Ekmah

3.3.2020

Hegra/Madain Saleh:

Die zweitgrößte Stadt ihrer Art nach Petra (Jordanien), dessen Königreich vor ca. 2000-2500 Jahren bis nach Saudi Arabien ausgeweitet wurde. Hegra befindet sich auf der damals wichtigen Handelsroute für Weihrauch, das mehr Wert als Gold hatte. Um 1900  wurde hier ein Bahnhof für Pilger gebaut, der heute allerdings nicht mehr als solcher genutzt wird.

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Madain Saleh (Hegra) wird für den Tourismus schick gemacht und ist ab Oktober 2020 ganzjährig geöffnet. Jetzt können wir Madain Saleh nur teilweise besichtigen, was aber immer noch beeindruckend genug ist. Es gibt über 120 Familiengräber, die innen schmucklos sind. Die Dekoration von außen ist bei allen Gräbern sehr ähnlich. Die Dekoration mit Säulen wurden von den Römern entlehnt, die Stufen am oberen Ende von den Ägyptern. Ein Grab ist unvollendet, da es lediglich für einen Mann gebaut werden sollte, der vor Fertigstellung im Krieg umkam. Die Steinhauer sahen keinen Grund ihr Werk zu vollenden und somit kann man sehr schön erkennen, dass der Stein von oben nach unten behauen wurde (im unteren Teil ist der Stein erst sehr grob behauen).

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Die Nischen wurden als Gebetsstätte genutzt.

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Dadan ist ebenfalls eine Grabstätte. Im Gegensatz zu Madain Saleh jedoch sehr viel schlichter. Auch hier werden wir mit arabischem Kaffee und Datteln begrüßt.

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Erst vier Prozent der Wohnhäuser wurden ausgegraben.

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In Ikmah fand man Schriftzeichen in alt-arabischer Schrift in den Felsen graviert. Die Saudis bezeichnen dies als die größte Freiluftbibliothek der Welt.

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Medina-Khaybar Fort-Madain Saleh

1.3.2020

Es ist staubig. Leider sehen wir somit von der Berglandschaft nicht viel. Medina ist nach Mekka die zweite heilige Stadt, die für Nicht-Muslime, nicht zugänglich ist. Wir fahren auf der Umgehungsstraße und entdecken die Torbögen, die anscheinend als eine Art Stadtmauerersatz dienen. Wir vermuten, dass wir nicht weiter ins Zentrum fahren dürfen. Sehr schade, aber wir haben auch gar keine Zeit. Von der tollen Moschee ist von der Ringroad aus nix zu sehen.

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An den Tankstellen kann man Auto und Seele auftanken lassen Winking smile

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Khaybar Fort ist ein verlassen Oasenstadt. Hier muss es einmal sehr schön gewesen sein.  Wir schlendern durch die verlassenen Straßen und genießen die alte Architektur der Lehmgebäude.

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Eindrücke auf der Landstraße:

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Ich fahre, als mich ein Auto überholt und sofort wieder abbremst. Das Auto fährt neben mir mit gleicher Geschwindigkeit und gibt mir “Daumen hoch”. Die verschleierte Frau filmt mich vom Beifahrersitz aus mit ihrem Handy und fährt dann weiter. Nach kurzer Zeit sehe ich das Auto am Straßenrand parken. Ich fahre daran vorbei und bemerke im Rückspiegel, dass es losfährt. Nachdem sie mich eingeholt haben, bedeuten sie mir anzuhalten, um ein Selfie zu machen.

Rolling on the floor laughing

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Wir fahren noch gut 150 km weiter und finden einen traumhaften Schlafplatz zwischen riesigen Felsen.

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Der Weg nach Al Ula führt durch eine bizarre Gegend. Je näher wir uns der Stadt nähern, desto größer wird unsere Begeisterung über die Felsformationen, die sich hier gebildet haben.

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