Calabar

Mitten drin im Rebellengebiet!?!

Wir fahren mit gemischten Gefühlen Richtung Calabar. Wir benötigen das Kamerun Visa hier, sonst ist unsre Reise zu Ende. Man bekommt es ohne Probleme, aber man muss eben bis nach Calabar fahren. Wir fahren über Ugep da dies die sicherste Strecke sein soll. Die Straße ist ein Albtraum. Ein Schlagloch jagt das andere. Einige sind so tief, dass von Dans Jeep, der vor uns fährt nur noch das Dach zu sehen ist.

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Wir kommen deshalb nur langsam voran und erreichen Calabar erst am späten Nachmittag. Wir fahren ein Hotel an, dass uns von Freunden empfohlen wurde, nahe an der Innenstadt. Es stellt sich heraus, dass es in einer schäbigen Gegend ist, aber hinter verschlossenen Toren lässt es sich gut aushalten. Wir nehmen ein Zimmer und –natürlich- funktioniert weder die versprochene A/C und auch der Lüfter fällt immer wieder, zusammen mit dem Strom, aus.

Nigerias Stromnetz bricht regelmäßig zusammen. Jedes Haus hat seinen eigenen Generator und jeder einzelne von denen brüllt vor sich hin.

So mischt sich in einer Stadt der Lärm der Autos und LKW gemeinsam mit dem ungedämpften Lärm riesiger Generatoren. Dazu noch das konstante Gehupe hier und dort von den Taxis Mopeds und LKW. gemischt mit Technopop aus völlig übersteuerten Lautsprechern. Das Salz in der Suppe sind dann noch die Pickups, die bewaffnet mit Lautsprecherboxen und Generator mit politischen Parolen oder Werbung durch die Straßen fahren und die letzten Trommelfelle zerbersten lassen.

Wir machen uns einmal den Spaß und stoppen wie oft gehupt wird in einer Minute. Wir kommen auf 48 mal! Nicht schlecht oder Enttäuschtes Smiley

Calabar hat aber auch seine Reize. Wir gehen schick essen und eine neueröffnete Einkaufsmall erweckt unsere fast vergessene Sehnsüchte nach Luxusgütern. Ok wir sind mittlerweile schon zufrieden, wenn wir halbwegs erschwinglich Marmelade und Milchprodukte kaufen können.

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Ich kaufe mir am Straßenmarkt noch eine schicke “neue” Hose und ein Hemd. Zumindest die Hose stammt definitiv aus der Altkleidersammlung aus Europa. Ist doch prima:

-Europäer spendet Hose

-Afrikaner öffnet den Sack und legt sie im Markt aus

-Europäer kommt und kauft die Hose

-Afrikaner hat Unterstützung erhalten.

-Recycling perfekt.

Tolle Sache, wenn auch eigentlich anders geplant –lol-

Ich schlendere alleine lange über den Markt. Ab und an kommt ein freundliches “Hey white man” und man fragt mich, was ich hier so treibe.

Alle sind sie freundlich und ich persönlich fühle mich nicht weniger sicher als in einer europäischen Großstadt.

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Dan und  Dani beim Geldtauschen Naira und Euro in CFA (Calabar-Nigeria) …..sieht doch alles sehr vertrauenswürdig aus finde ich Party-Smiley Unser Geschäftspartner war eben mal in die Nachbarschaft gegangen um Geld zu besorgenCooles Smiley

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und unser noch vertrauenswürdigeres Taxi

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ähhhhh wie war das noch mal mit dem Kreisverkehr?! Rechts rum oder links rum rein…..er hat es vermutlich vergessen nach 4 Litern Palmwein Verwirrtes Smiley

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