Mutinondo Wilderness

13.7.2019

…ist ein Paradies für Wanderer. Sogar Didi ist begeistert und wir wandern zwei volle Tage. Muskelkater ist angesagt Winking smile, aber wir fühlen uns prächtig. Es tut gut, sich zu bewegen. Am Ende des Tages gönnen wir uns eine kleine Tour mit dem Kanu. Wunderschön.

Laut Manager gibt es lediglich zwei Regeln: Nicht vom Felsen stürzen und nicht auf Schlangen treten (sich beißen lassen). Ich füge noch eine dritte hinzu: Don t let ants in your pants! Beim Ausruhen auf einem der Felsen, brennt mein Oberschenkel plötzlich wie nach einem Bienenstich. Zuerst vermute ich einen Skorpion als Ursache, kann aber keinen entdecken. Lediglich eine ziemlich große Ameise krabbelt des Weges. Es ist eine sogenannte Stink Ant, auf deren Biss ich natürlich wie immer allergisch reagiere. Der Schmerz lässt lange nicht nach und um den kleinen roten Fleck schwillt meine Haut sofort an, wird Handteller groß, heiß und hart. Wir wandern trotzdem weiter. An dem Stich habe ich noch 5 Tage “Freude”.

Unterwegs sehen wir im dichten Wald Antilopen und Katzenspuren. Wir sind nicht alleine. Winking smile

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Kapishya Hot Springs, Shiwa Ngandu und Mpika

11.7.2019

Die heißen Quellen besuchen wir nur kurz, da der Besitzer unverschämt hohe Preise für Eintritt und Camping verlangt. Und mal ehrlich: Wie lange liegt man in einer heißen Quelle?

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Auf der Weiterfahrt fühlen wir uns plötzlich wie auf einer Alm, auf der jedoch eine Art Burg steht. Shiwa Ngandu, der wahrgewordene Traum eines britischen Auswanderers.

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Die letzte Regenzeit hat so einiges an Straße weggespült.

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In Mpika kehren wir bei Andreas im Bayamo s ein. Er lebt seit fast 20 Jahren hier und kann so Einiges erzählen. Sehr nett.

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Father Arthur

9.7.2019

Morgens besuchen wir die Chisimba Wasserfälle in der Nähe von Kasama.

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Mittagspause möchten wir am Denkmal “Von Lettow Vorbeck” machen, als wir…

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…von Father Arthur angesprochen werden.

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Er wohne nicht weit weg, er wäre an unserer Geschichte interessiert, wir könnten bei ihm auf dem Grundstück schlafen, es sei ein sicherer Platz… nun. Er ist überzeugend und wirkt freundlich, also fahren wir ihm hinter her. Wir verbringen einen sehr netten und informativen Abend. Arthur ist gebildet, hat ein großes Allgemeinwissen und möchte sein Land voran bringen. Leider machen ihm der Bildungsmissstand und das fehlende Geld schwer. Ihm schwebt Aufklärungsarbeit für die Farmer vor, damit diese nicht immer nur Mais anbauen, sondern im Wechsel Millet, Sorghum und Kasava. So würden die Nährstoffe im Boden länger erhalten bleiben.

Er hat viele Ideen, aber nicht die Mittel und fragt uns, ob wir Menschen kennen, die gerne in Sambia bei ihm leben und ihm helfen möchten. Wir stehen Volunteer Arbeit kritisch gegenüber, doch Father Arthur ist kein Fauler und smart ist er noch dazu. Mit ihm könnte es vielleicht was werden. Es wird mit Sicherheit jedoch Geld von euch an ihn und für die Projekte fließen müssen…. Das ist eben immer das Problem bei solchen “Volunteer-Tätigkeiten”… das “freiwillige” Geld geben, denn “the money in Europe is already there”. So die Meinung von Arthur, der übrigens nicht mehr als Priester tätig ist. Die Gegend ist arm und die sehr einfache Unterkunft für Researcher oder freiwillige Helfer noch nicht fertig gestellt. Wahrscheinlich wäre die Fertigstellung des Hauses ein Teil der “Unterstützung”. Wer Interesse hat, kann uns anschreiben, dann stellen wir den Kontakt her. Verantwortung für den Ausgang der Geschichte übernehmen wir jedoch nicht. Falls das jemand in Angriff nimmt, würde uns interessieren, ob es Top oder Flopp war.

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Sein Haus. Er durfte für den Papst den Schirm halten.

Kalambo Wasserfall

8.7.2019

Mit 221 m Höhe ist der Kalambo Wasserfall doppelt so hoch wie die Viktoria Fälle und der zweithöchste in Afrika. Ca. 500 Stufen führen zum Aussichtspunkt. Auch von Tansania Seite kann man einen Blick auf den Wasserfall werfen, allerdings verdeckt hier ein Felsvorsprung die Sicht auf das untere Ende.

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Das Militär hat sich hier gerade für einen Monat niedergelassen und am Sonntag waschen die Soldaten ihre Wäsche im Fluss. Früh morgens um werden werden wir mit soldatischem “one, two, three… up, one…down…” geweckt. Die Armen müssen Frühsport machen.

Jeder einzelne Wasserfall ist etwas Besonderes. Uns haben alle ausgesprochen gut gefallen und wir empfehlen die “Wasserfall-Route” jedem, der Sambia bereist oder Urlaub macht.

Am Tanganyika See

7.7.2019

In Mpulungu besuchen wir den farbenprächtigen Markt. Das berühmte deutsche Schiff Liemba (Graf von Götzen) liegt zur Zeit leider nicht im Hafen.

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Dafür steht aber die älteste erhaltene Steinkirche Sambias mit einem 15 m hohen Kirchturm immer noch am gleichen Ort Winking smile.

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Es ist sehr besiedelt und so finden wir kaum Zugang zum See. Etwas außerhalb in der Tanganyika Science Lodge können wir dann doch noch eine Nacht am See verbringen.

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In Mbala besuchen wir das sehenswerte Moto Moto Museum.

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Unterwegs Richtung Kasama:

Gefängnis in Mbala, Huhntransport, Unfall, Baustelle

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Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz landen wir an einer Seitenstraße bei Collins und seiner Familie. Er ist sehr an unserer Reise interessiert und erlaubt uns am Rande der Farm seines Vaters zu übernachten. Die Menschen in Sambia sind unglaublich freundlich.

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Visa Verlängerung

6.7.2019

In Mporokoso müssen wir erneut unser Visa verlängern. Dies ist in Sambia kostenfrei zwei mal möglich. Das erste Mal haben wir das Visum innerhalb von 3 min. in Livingstone verlängern lassen. Pass hingelegt, Stempel rein, Verlängerungsdatum drauf geschrieben, fertig.

Diesmal dauert es ein bisschen länger. Es ist Freitag Nachmittag. Laut Internet müssten sämtliche Immigration Offices bis 17 Uhr geöffnet haben. Hier ist um 13.30 Uhr keine Menschenseele. Zum Glück kommt ein Beamter des Wildlife Office, das sich im selben Gebäude befindet, den Gang entlang. Er ruft den Immigration Officer an. Unser Beamter will in 2 min. erscheinen. Winking smile Es dauert 10 min., was uns immer noch erstaunt. Es ist ein junger Kerl in ziviler Kleidung. Er ist der Chef Immigration Officer. Einen Schlüssel für sein Büro hat er nicht. Den hat der Kollege. Er würde gleich kommen. Es kommen zwei. Wir werden in das kleine Büro, in das drei Schreibtische gequetscht wurden, geführt. Der Chef erklärt seinen Untergebenen unser Anliegen. Einer stempelt unsere Pässe. Der nächste trägt unsere persönlichen Daten in eine Liste ein (Poesie Album Winking smile) und anschließend wird alles vom Chef (der die ganze Zeit an seinem Handy rumgespielt und youtube videos geschaut hat) geprüft.  Er ist nicht zufrieden. Irgendetwas mit dem Datum scheint nicht zu stimmen. Er korrigiert handschriftlich (na, wenn das mal an der Grenze gut geht Party smile). Kaum 45 min. später ist alles erledigt. Winking smile

Die Abkürzung über Nondo Zum Tanganyika See ist gut befahrbar und so kommen wir gut voran.

Auf dem Weg zum Tanganyika See

5.7.2019

Die Straße ist unwegsam und wir werden ganz schön durchgeschüttelt.

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Am Council Kontrollhäuschen werden einheimische Firmenfahrzeuge überprüft. Wir dürfen durchfahren.

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Wir befürchten schon eine Demonstration, aber hier sind lediglich neue Güter eingetroffen und jeder möchte als Erster am Markt sein. Winking smile

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Lumangwe und Kabweluma Wasserfälle

4.7.2019

Am urwaldbestandenen Kalungwishi Fluss stürzen sich gleich mehrere Wasserfälle mit Getöse in die Tiefe. Wir besuchen zwei davon.

Die Lumangwe Falls (30 m tief und 120 m breit), die man von der Ost- und der Westseite besichtigen kann, erinnern ein klein wenig an die Viktoria Fälle. Auf der Westseite ist man komplett alleine und kann von einem Felsen aus direkt in die Tiefe blicken, während von oben der Fluss in Kaskaden auf einen zukommt. Ein irres Gefühl.

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Auf der Ostseite warnt ein Schild, aber es verbietet das Schwimmen nicht. Winking smile Kein Geländer stört den Blick. Wir campen direkt oberhalb des Wasserfalls. Steile Treppen (die Norm für die Höhe der Treppenstufen wurde nicht immer eingehalten Winking smile) führen zu einer Aussichtsplattform am Fuß der Fälle.

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Die Kabweluma Fälle sind ausschließlich von der Ostseite erreichbar. Sie sind eine der schönsten Wasserfälle, die wir je gesehen haben. Hufeisenförmig, über hohe Terrassen und von grünem Urwald umrahmt stürzt sich der Fluss hier tosend in die Tiefe. Ein atemberaubend schöner Anblick.

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Ntumbachushi Wasserfall

1.7.2019

Man kann hier herrlich zu den einzelnen Fällen wandern und sich im kühlen Fluss erfrischen. Ein Platz um die Seele baumeln zu lassen. Groß und Klein lieben es, vor der Kamera zu posen. Immer wieder möchte “frau” ein Foto mit mir machen. Didi drückt dann auch immer ab. Winking smile

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Samfya

30.6.2019

Hier gibt es nicht wirklich gute Möglichkeiten zum Übernachten. Wir fragen bei der Samfya Waterfront Lodge, ob wir auf dem Parkplatz übernachten dürfen, wenn wir dafür im Restaurant Essen gehen. Jou, geht. Smile Wir laufen zu Fuß in die Stadt, die nicht wirklich etwas zu bieten hat und weiter zum kleinen Strand. In der Chita Lodge –sehr nobel- gönnen wir uns einen Kaffee.

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Ich bekomme von einer Reisefreundin die Nachricht, dass sich hier ein österreichischer Radfahrer seit einigen Monaten nieder gelassen haben soll. Ellen stellt den Kontakt her und so kommt es, dass wir die nächste Nacht bei Viktor, genauer gesagt, bei der Familie bei der er untergekommen ist, übernachten. Rachael und ihr Mann sind überaus gastfreundlich, doch wir möchten uns nicht von diesen Menschen, die ihr tägliches Brot hart erarbeiten müssen einladen lassen. So werden aus VAnGO viel Gemüse u.a. auch Brokkoli heraus getragen. Letzteres hat Rachael schon im Supermarkt gesehen, weiß aber nicht wie man ihn zubereitet. Wir kochen gemeinsam und das unbekannte Gemüse schmeckt. Smile Gerne hätten sie uns ein bisschen länger bei sich gehabt.

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Was mir schon lange auf dem Herzen liegt zum Thema “Geben und empfangen”:

Wir treffen immer wieder auf sehr liebe Menschen, die uns in ihr Heim einladen. Es liegt uns sehr am Herzen zu dieser Gastfreundschaft immer gleich und unmittelbar etwas beizusteuern. Wir wollen niemandem “auf der Tasche liegen”. Selbst wenn es nicht immer angenommen wird sorgen wir beim nächsten Mal für einen “Ausgleich”. Auf dieser Reise haben wir gelernt, dass man nicht immer alles eins zu eins zurück geben kann, was man erhält. Aber wenigstens “global” sollte es unterm Strich stimmen, finden wir.