Tofo und der Walhai

24.5.2018

Tofo ist sehr touristisch und eine Hochburg für Taucher. Genau um diese Jahreszeit beginnen die Wale nach Norden zu schwimmen und kommen hier vorbei.

Auch Walhaie, die friedlichen Planktonfresser, sind vor drei Tagen gesichtet worden.

Eine Ocean Safari wird sofort gebucht. Mit einem Walhai war ich noch nie schnorcheln. Und wann hat man dazu als Schnorchler schon einmal die Möglichkeit? Mit einem roten Schlauchboot fahren wir raus. Kaum zwei Minuten auf See, sichten wir die ersten Ozeanbewohner – Delfine. Sie sind hier eher schüchtern und schwimmen schnell vorbei. Der Kapitän fährt zickzack auf der Suche nach Rochen oder Walhaien umher. Irgendwie fährt er dabei immer ziemlich dicht am Ufer entlang und wir wundern uns, ob das wirklich die richtige Stelle zum Suchen ist. Ja es ist die richtige Stelle. Der Guide sieht einen Schatten und das Schlauchboot wird langsamer.

Alle Mann gleiten eilig ins Wasser. Es ist ziemlich trüb. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber im klaren Wasser gibt es wohl nicht so viel Plankton und das ist die Nahrung der Walhaie. Ich sehe erst mal gar nichts. Doch unter mir ist plötzlich ein großer Schatten zu sehen, der gen Wasseroberfläche schwimmt. Das ist er. Die meisten Schnorchler halten sich rechts, also schwimme ich nach links. Zwinkerndes Smiley So kann ich ungestört von Flossenschlägen der anderen neben dem großen Fisch herschwimmen. Pilotfische haben sich an seine Seitenflosse angesaugt und kleine gelbe Fische schwimmen ihm ums Maul herum. Ich bin hin und weg.

Als der Walhai wieder abtaucht, gebe ich nicht auf. Strenge mich an, ihn im trüben Wasser nicht aus den Augen zu verlieren und schwimme was das Zeug hält. Er taucht langsam wieder auf und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich alleine mit ihm bin. Didi meinte hinterher, dass ich eine der wenigen war, die die ganze Zeit im Wasser war. Die meisten anderen seien immer wieder ins Boot gehüpft und haben sich hinter her fahren lassen.

Didi hat vorher noch nie geschnorchelt und dann sieht er gleich beim ersten mal ein Highlight des Meeres. Durch den ungewohnten Schnorchel hat er sich aber auch ein paar Mal vom Boot auflesen lassen. Das Atmen ist schon anders und man muss sich daran erst einmal gewöhnen. Er hat wohl gepumpt wie eine Dampflok und nicht mehr genügend Luft zum Schwimmen gehabt. Zwinkerndes Smiley Aber für s erste Mal hat er sich tapfer geschlagen und gleich mit so einem großen Fisch zu schwimmen ist ja schon ne Hausnummer.

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Es ist Freitag Abend und nach einer eher unruhigen Nacht mit Discomusik von nebenan, fahren wir nach Barra, dem äußersten Zipfel der Halbinsel, um dem Wochenend Partylärm zu entgehen.

Palmen, weißer Sandstrand, der beim Gehen quietscht und die für Mosambik typischen Fischerboote….einfach herrlich. Wir schauen den Fischern lange zu.

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Sie bringen jede Menge kleine Fische an Land. Etwa die Hälfte wird unter den Fischern aufgeteilt. Um die andere Hälfte stehen Marktfrauen, die sich lautstark um die Fische streiten. Hitzig geht es zu und nicht jede kann ihren Eimer mit Fischen füllen. Viele gehen leer aus.

Abends kommen die Krabben aus ihren Löchern und laufen an der Wasserlinie entlang, um Nahrung zu suchen.

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Ach ja: Uns wurden Krabben zum Kauf angeboten, aber ich wusste nicht, wie man die zubereitet. Eine Südafrikanerin lächelte mich darauf hin an und gab mir die “ultimative” Anleitung zur Zubereitung von Krabben: “Buy it fresh from the fisherman. The maid will clean it. You put it in boiling water until it turns red.” Jou, alles klar. Also engagiere ich jetzt als ersten Schritt eine Haushaltshilfe. Party-Smiley

Pomene–alles Chefsache

22.5.2018

Nach Pomene führt lediglich eine Stichstraße. Die letzten 15 km sind tiefsandig. Die Fahrt von der Hauptstraße dauert zwei Stunden, doch die lohnen sich wirklich (auch wenn man Eintritt für den Nationalpark zahlen muss).

In Mosambik ist es per Gesetz verboten, am Strand zu campen (oder am Strand entlang zu fahren). Das kann dann mal leicht 400 Euro (wir hörten sogar von 1000 Euro) kosten.

Leider haben viele Campingplätze keinen Meerblick. In Pomene sprechen wir einen Mann an, ob es wohl möglich sei in der Nähe des Strandes zu campen. Wie sich herausstellt ist es der Dorfchef höchstpersönlich, den wir angesprochen haben. Er hilft uns gerne weiter. Er zeigt uns einen wunderschönen Platz, der lediglich durch ein bisschen Grünzeug vom Strand getrennt ist. Dusche und Toilette hat es außerdem auch noch. Was will man mehr? Chief Satane kümmert sich sogar selbst um die Reparatur des defekten Spülkastens.

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Der Strand hat Postkartenqualität und eignet sich hervorragend zum Baden, denn die vorgelagerte Sandbank bricht die Wellen. Ein ehemaliges, nun verfallenes, Hotel auf den Klippen lädt zum Spazierengehen ein.

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Die Dorfbewohner sind äußerst zurückhaltend und höflich. Überall im Dorf wird gekocht und ein englisch sprechender Mann lädt mich ein zu zuschauen. Kleine gewürzte Teigbällchen werden in heißem Fett ausgebacken. Ich darf probieren und sie schmecken köstlich. Ob ich mir da wohl das Kochen sparen kann? Zwinkerndes Smiley Ja, die Teigbällchen stehen zum Verkauf. Smiley 

Wir fühlen uns hier extrem wohl, haben aber noch einen langen Weg bis in den Süden und müssen nach zwei Nächten leider schon wieder weiter.

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Vilcanculos

19.5.2018

In Inhassoro übernachten wir noch einmal bei Goody Villas, einem der seltenen Campingplätze mit Meerblick, bevor wir nach Vilanculos weiter fahren.

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Wir möchten Alistair und Lesley treffen, die uns ihr Ferienhaus in B.D. überlassen hatten. Wir verabreden uns in der Beach Lodge, wo sie ihre Yacht vor Anker liegen haben. Ein Foto hatten wir damals in Simbabwe nicht gemacht. Wie sollen wir die beiden wieder erkennen?

Als wir in den Parkplatz des Hotels einfahren, kommt uns ein Auto entgegen. Von innen wird heftig gewunken. Na, das werden sie wohl sein. Ging ja einfach. Smiley Ob sie uns wohl auch nur durch VAnGO erkannt haben. Zwinkerndes Smiley

Es ist Mittagsessenszeit und wir gönnen uns ein richtig leckeres Mahl.

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Leider erwarten Lesley und Alistair Besuch von Freunden und müssen noch einiges erledigen, um nach Madagaskar aufbrechen zu können. Die Zeit ist diesmal auch wieder nur kurz. Sie zeigen uns noch ihre Yacht und dann heißt es schon wieder Abschied nehmen.

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Didi und ich fahren weiter nach Bonita Bay, da wir Vilanculos jetzt nicht soooo prickelnd finden und das Wetter leider zu schlecht ist, um einen Schnorchelausflug zu den Inseln zu machen.

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Nach zwei Nächten geht es weiter. Hübsche Wellblechhäuser stehen am Wegesrand.

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Bartholomeu Dias

5.5.2018

In Inhassoro muss man, um am Strand entlang fahren zu dürfen, ein Permit kaufen (1000 Medical, für 1 Monat). Außerdem muss man sich um die Gezeiten informieren. Bei Flut reicht das Wasser bis zu den Klippen und man kommt für 35 km nicht davon weg. Sprich: Man kann hier leicht sein Auto “versenken”. Also “uffbasse” Zwinkerndes Smiley Eine einfache Regel ist, dass man drei Stunden nach Hochwasser losfahren kann, weil dann das Wasser schon weit genug zurückgegangen und der Sand fest genug ist, um bequem darauf zu fahren. Im Falle eines Falles hat man dann immerhin sechs Stunden Zeit bis die Flut einen erwischt.

Unzählige Fischer versperren mit ihren Netzen den Weg. Eine “Absprache” bewirkt, dass sie ihre Netze gerne so weit absinken lassen, dass wir drüber fahren können, wenn wir ihnen dafür Süßigkeiten geben. Ich komme mir vor, wie beim Karnevalsumzug. Werfe Bonbons aus dem langsam fahrenden VAnGO und sehe wie Alt und Jung Freude schreiend angerannt kommen.

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Am Ende der Landzunge angekommen finden wir dieses herrliche Plätzchen.

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Alistair und Lesley, die wir letztes Jahr in Simbabwe kennen lernten, stellen uns ihr Strandhaus zur Verfügung. “Es steht sowieso die meiste Zeit leer. Da ist es besser, wenn jemand drin wohnt und ein bisschen sauber macht”, sagen sie. “Bleibt so lange ihr möchtet.”

Na das lassen wir uns nicht zwei mal sagen. Smiley

Es ist schön, sich mal wieder ausbreiten zu können und ganz in Ruhe Blogbeiträge zu schreiben und die üblichen Arbeiten am Auto zu erledigen. So kommen wir die erste Woche kaum raus aus unserer Hütte. Wir haben aber auch kein Bedürfnis danach. Ab und zu, früh morgens oder abends, wenn es in der Sonne nicht mehr so heiß ist, schlendern wir am Strand entlang und beobachten die hübschen Fischerboote. Leider ist dieser Ort hier vergänglich. Das Meer hat schon Teile des nahe liegenden Restaurants weggespült. Mit jeder Regenzeit mit ihren monsunartigen Stürmen bangen die Bewohner um ihr zu Hause. Ob deshalb wohl dieses Anwesen zum Verkauf steht? Bei Interesse vermitteln wir gerne.

Die ersten beiden Tage sind wir alleine. Dann kommt der erste Hund und bleibt. Nach zwei weiteren Tagen kommt der zweite Hund. Irgendwann sind es drei. Jetzt wird es langsam ein bisschen zu viel. So viel Proviant habe ich dann doch nicht mitgebracht.

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Wir bleiben so lange, bis uns Frischwasser, Wein oder Benzin für den Kocher ausgeht. Mit dem Wein sieht es nach einer Woche schon recht dürftig aus…

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Knapp zwei Wochen reichen unsere Vorräte. Das Timing ist gut, denn Lesley und Alistair sind gerade zu ihrer halbjährigen Reise nach Madagaskar mit ihrer Yacht aufgebrochen und machen keine 100 km von hier im Hafen Halt. Sie machen den Vorschlag, sich dort zu treffen und –na klar- da fahren wir hin!

Die Grenze Espungabera und Inhassoro

3.5.2018

Der kleine, bullige Mann macht diese Grenze etwas anstrengend. Er hat alle Zeit der Welt und lässt uns erst mal warten. Wir füllen das Immigrationsformular aus und möchten in Medical, der Landeswährung bezahlen. Soll billiger sein. Er meint, wir müssen in US Dollar bezahlen. Ja, klar. Damit kann man im Cash-armen Simbabwe auf dem Schwarzmarkt Geld verdienen. Nach einem “Anruf” bei seinem Boss ist es dann doch möglich in der Landeswährung zu bezahlen. Kostet aber 8 Dollar mehr pro Person. Didi ist vorbereitet und zeigt ihm ein Foto, das ein Freund an der südafrikanisch/mosamikanischen Grenze vom Preisschild aufgenommen hat. 3100 Met stehen da. Er lässt sich aber nicht irritieren und fordert 3500 Med. Da hat er wohl gewonnen. Wir bezahlen in Dollar – 50 US Dollar pro Person.

Eine Quittung möchte er uns nicht geben. Die muss, so wie uns bekannt ist, in Medical ausgestellt sein und da würde er mit seinem “Umrechnungskurs” wohl in Schwierigkeiten geraten. Auf einem Zettel kritzelt er eine Art Zahlungsbestätigung.

“Hier an dieser Grenze”, sagen und die Versicherungsmädels, kostet die Versicherung 40 US (von anderen Grenzen hören wir 20 – 30 US). Wir zeigen unsere internationale Versicherung vor, die einhellig abgenickt wird.

Schaun wir mal, ob das alles noch interessant wird auf unserem weiteren Weg durch Mosambik. Die Polizei soll hier sehr korrupt sein…

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Mosambik ist ein lebhaftes mit Straßenhändlern gespicktes Land. Kaum halten wir am Straßenrand an, kommen die Händler gerannt. Didi ist der Rummel an seinem Fenster zu viel. Er deutet auf mich und schon bildet sich eine Menschentraube vor meinem Fenster. Für eine Ananas möchte er 200 Medical. Hier wird also wieder gehandelt und ich kenne den reellen Preis. Zwinkerndes Smiley So wechseln zwei Ananas für insgesamt 100 Medical den Besitzer.

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Die mächtige Brücke über den Save Fluss biegt sich schon sehr durch… und die Hauptstraße, die das Land von Nord nach Süd verbindet existiert auch nur noch vage.

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In Inhassoro campen wir bei Goody Villas, einem sehr schönen Campingplatz direkt am Strand und in der Johnsons Bar warten wir auf die Ebbe.

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Chirinda Rainforest

2.5.2018

Unsere letzte Übernachtung in Simbabwe.

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Es ist der südlichste Regenwald Afrikas und wir fühlen uns wie im Lope NP in Gabun. Riesige Hornvögel erinnern mit ihrem gewaltigen flap-pause-flap-pause-flap-Fluggeräusch an Jurrasic Park. Wir erwarten, dass jeden Moment Gorillas um die Ecke biegen. (Die gibt es hier übrigens leider nicht.)

Die Wanderung zum Big Tree und Valley of the Giants lohnt sich.

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Macadamia Nüsse und Avokados

30.4.2018

Didi und ich besuchen Debbie noch ein letztes Mal. Gemeinsam gehen wir zu ihrem Lieblingsaussichtpunkt und in das Troutbeck Hotel. Immer wieder muss man auf Reisen Abschied nehmen. Es fällt schwer.

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Wir sind auf dem Weg nach Chipinge.

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Katrina und Rory leben auf dem Grundstück einer Macadamia Nuss und Avokado Farm. Gerne zeigen sie uns die Nüsse, die jetzt geerntet werden. 6 – 8 Wochen ist hier Hochbetrieb, bevor dann alles wieder in eine Art Dornröschenschlaf verfällt. Es wird mit der Hand gepflückt, die erste weiche Schale maschinell entfernt, in einem großen Behälter in der zweiten braunen Schale getrocknet, um dann nach China zum Rösten geschickt zu werden. Von dort werden sie teuer in die ganze Welt verkauft.

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Die Tochter der beiden schuf dieses Kunstwerk als Arbeit zu ihrem Kunststudium aus alten, wertlosen Bond Geldscheinen.

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Eulen im Garten – wie friedlich.

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Rory fuhr 1984 von England in seine Heimat Simbabwe mit einer “Ente”. Algerien, Niger, Zentralafrikanische Republik, Dem. Rep. Kongo, Uganda… Mauretanien und Angola waren damals das “no-go”.

Er war 21 Jahre alt und völlig unvorbereitet. Ohne Zelt, Moskitonetz, Sandbleche, Kühlschrank Zwinkerndes Smiley … Einmal bekam er Malaria und hat es Dank der Tabletten von gut ausgerüsteten Schweizern überlebt. Steckenbleiben im Schlamm war kein großes Problem. Die leichte “Ente” hat er dann einfach mit seinem Kumpel per Hand aus dem Schlamm herausgehoben.

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Zurück zur Landwirtschaft: Auch bei den Avokados ist gerade Hochbetrieb. Viele Früchte schaffen es nicht durch die Qualitätskontrolle und verderben, denn es sind so viele, dass die Menschen es nicht schaffen sie aufzuessen. Wir dürfen eine ganze Tüte voll mitnehmen. Smiley

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Wir tauschen zwei Abende lang Reisegeschichten aus und geben gerne über das Leben in Deutschland Auskunft. Seit Senegal fragen uns Menschen, die auf der Suche nach einem “besseren Leben” sind, über Deutschland aus. Wir möchten keine falschen Hoffnungen wecken (die ja in den Köpfen schon vorhanden sind) und erzählen von Kirchensteuer und GEZ Abgaben. Dass man für das Fernsehschauen bezahlen muss, selbst wenn man blind und/oder taub ist möchte uns niemand so wirklich glauben.

Bei Rory, der in einem großen Haus mit noch größerem Garten lebt und dafür gerade mal so viel Miete bezahlt (hier sind Wasser und Elektrizität inklusive!) wie bei uns auf dem Land für ein ca. 15 qm großes Zimmer (und die Miete darf er auch noch für Reparatur- und Verschönerungsarbeiten am Haus einbehalten), finden wir unser neues Lieblingsthema.

Wir berichten von den Wasserabgaben. Dass wir für Frischwasser ebenso wie für das verbrauchte Wasser bezahlen müssen. Er bekommt große Augen. Als wir erzählen, dass wir auch für das auf unser Hausdach und Grundstück gefallenes Regenwasser bezahlen müssen sind seine Augen so groß wie Gullideckel. Ich kann seine Gedanken lesen: Selbst unter Mugabe mit seinen “Hinterlassenschaften” (Eco-cash und Konsorten), ist er doch froh in Simbabwe zu leben und nicht irgendwo anders.

 

Exkurs Eco-Cash:

Simbabwe ist pleite, es gibt keine Banknoten mehr. Das heißt man bekommt von seinem Konto auf der Bank max. 20 Bond (die nicht international anerkannte Währung Simbabwes) pro Tag ausgezahlt. Dafür muss mit dem Bus (wenn man Glück hat besitzt man ein Auto) in die nächst größere Stadt fahren und dann stundenlang anstehen. So geht ein ganzer Tag vorüber.

Transaktionen mit der Bank dauern ewig und wie gesagt die Banken sind oft weit weg.

Ein schlauer, jetzt sehr reicher Mann, hat sich das Eco-Cash System ausgedacht. Überall, selbst im kleinsten Dorf befindet sich ein Eco-Cash Container, an dem man bis vor ca. 2 Jahren auch noch Cash bekommen hat. Damit ist auch jetzt Schluss, da es kaum noch Bargeld im Land gibt (wer hat sich da wohl kurz vor Ende letzten Jahres noch bedient?). Mit der Eco-Cash App kann man aber problemlos mit seinem Handy Geld an Freunde, Bekannte, Geschäftspartner schnell und unkompliziert überweisen. So werden Zahlen virtuell hin- und hergeschoben, aber die Wirtschaft funktioniert wenigstens. Selbst die hohen Gebühren (variieren, bis zu 20%) werden klaglos hingenommen. Man erklärt uns, dass es besser sei als damals mit der Hyperinflation. Als das Geld nichts mehr wert war, es aber noch kein Eco-Cash gab wurden Güter getauscht. Tausche Zucker gegen Diesel, Salz gegen Salatöl usw. Das war umständlich und mühsam.

Um Geschäfte mit benachbarten Ländern zu machen, benötigt man Dollar in Cash (überweisen geht ja mit dem Bond-Mickey-Maus-Geld nicht und die Visa Karte funktioniert somit im Ausland auch nicht). Seit einem Jahr floriert der Schwarzmarkt. Zeitweise bekommt man 1,2 bis 1,5 mehr Bondnoten, wenn man bereit ist seine US Dollar herzugeben. So verzweifelt ist die Suche nach den international anerkannten Dollars. Eigentlich und offiziell ist der Kurs 1:1

 

Leider haben wir nur wenig Zeit, da unser Visum abläuft. Für unseren nächsten Aufenthalt sind wir aber herzlich willkommen. Danke ihr beiden. Geheimnis erzählendes Smiley

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Ein Abend mit Dan`s Freunden

28.4.2018

Unweit von Debbies Farm wohnen Nicci und Ant. Nicci ist im Alter von 18 Jahren aus Simbabwe geflüchtet, aber mit ihrer neuen Heimat England nie so richtig warm geworden. Doch ihre große Liebe Ant hat sie dort kennen gelernt und das Geld wird ebenfalls in England verdient. Der Kompromiss ist, in ihrem selbst gebauten Haus in den Eastern Highlands für ein paar Monate im Jahr zu leben und die Seele baumeln zu lassen und Energie aufzutanken. Die drei Kinder finden es großartig. Wir gehen  schwimmen, grillen am Abend und am nächsten Morgen heißt es von allen Abschied nehmen.

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Eine letzte Wanderung mit Dan. Es wird eine Weile dauern bis wir unseren Freund wieder sehen. Die Zeit war viel zu kurz und wir haben das Gefühl uns nicht intensiv mit ihm unterhalten zu haben. Hoffentlich wird es ein “nächstes Mal” geben.

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An der Kreuzung fährt er links… mit dem Daumen nach oben aus dem Fenster gestreckt. Wir fahren nach rechts.

Nyomoro Farm–Wiedersehen mit Debbie

23.4.2018

Solch eine große Farm zu verwalten macht ganz schön viel Arbeit. Um alles muss sich Debbie selbst kümmern. Sei es die Milchproduktion, Bauarbeiten, die Belange und Sorgen ihrer Angestellten und der Menschen in den umliegenden Dörfern.

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Wir freuen uns sehr Debbie wiederzusehen und wandern, schauen beim Melken zu, relaxen, quasseln und genießen die schöne Zeit mit Debbie und den beiden anderen, denen die Auszeit vom Reisen offensichtlich auch gut tut.

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Eastern Highlands mit Dan und Emily

19.4.2018

Didi und ich sind für ein paar Tage “Reiseführer”, da wir die Gegend schon kennen und Dan und Emily somit eine Pause vom selbst recherchieren bekommen. Wir fahren zum Leopard Rock Hotel in den Bvumba Mountains…

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…nach Mutare und…

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…La Rochelle Botanical Gardens nördlich von Mutare.

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Diesen Ort kennen wir noch nicht. Er nennt sich “Drifters” und wurde durch das Buch “The last resort” bekannt. Mr. Rogers gewährte in den schwierigen Zeiten vielen Leuten Unterschlupf. Bleiben durfte er, weil die ehemalige Backpackerunterkunft den hohen Regierungsbeamten als Bordell diente. Sex and Drugs and Rock n Roll. Ja, mit Marihuana, Gold und Diamanten hat er wohl ebenfalls gehandelt und sich so über Wasser gehalten. Zwinkerndes Smiley 

Heute verdient er sich sein Geld mit einer kleinen Kaffee Rösterei.

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Freitag abends gab es in den “alten Zeiten” immer Pizza im Drifters. Wir sind an einem Freitag Abend hier und lernen von Emily und Dan, wie man Pizza im Dutch Oven zubereitet. Mit der richtigen Oberhitze ist die Pizza in 20 Minuten fertig und schmeckt extrem lecker.

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Über den Osborne Damm geht es zum Pungwe Falls Lookout.

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Wir schauen uns das Sommerhaus Cecil Rhodes an, das heute als Hotel genutzt wird. Nebenan, im ehemaligen Stall,  ist ein kleines Museum.

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Während Dan und Emily zum Worlds View hinaufsteigen (da waren wir letztes Jahr schon), genießen Didi und ich die Aussicht von unten.

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