Auf dem Weg zu den Karamojong

9.11.2019

Unser Weg führt über Tororo und Mbale in den Norden Richtung Motoro.

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Die Tage vorher hat es noch geregnet. Dieser Lkw ist auf der dirt road, die bei Regen zu “Glatteis” wird, in den Graben gerutscht. Rechts und links der Piste steht noch das Wasser. Zum Glück regnet es die nächsten paar Tage nicht.

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Aus der Ferne können wir die Sipi Falls bewundern und aus der Nähe, die Kühe deren Hörner fast wie aufgesetzt wirken. Am Mount Kadam finden wir ein hübsches Plätzchen zum Übernachten und glücklicherweise liegt genau gegenüber auf der anderen Straßenseite ein kleines Karamojong Dorf.

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Kenia-Uganda-Grenze Malaba

8.11.2019

Die Lkw Schlange staut sich schon kilometerweit vor der Grenze. Wir fahren rechts an ihnen vorbei. Am ersten Gebäudekomplex muss man vorbei fahren. Erst der zweite bedient in einer one-stop-border die Ausreise aus Kenia sowie die Einreise nach Uganda. Das Visum für Uganda bekommen wir am Schalter gegen 50 US Dollar. Es werden lediglich 50 US und 100 US Noten akzeptiert. Da die Grenze gut besucht ist, müssen wir Schlange stehen. Am Zoll haben wir diesmal keine Probleme. Das TIP wird anstaltslos ausgestellt. Nachdem man bei der Bank die road tax von 20 US Dollar für einen Monat bezahlt hat, wird beim Zoll der endgültige Stempel auf s TIP gedrückt. Jetzt noch schnell am Geldautomat ugandische Schilling abheben und los geht s ins grüne Land. Endlich mal wieder eine unkomplizierte Grenze. Smile

Wir freuen uns auf Uganda. Die Menschen sollen hier extrem freundlich sein und es soll nicht nur um “Drama, Drama” (dem malawischen Wort für “Geld”) gehen. Winking smile Wir werden nicht enttäuscht werden. Red heart

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Nairobi

4.11.2019

Ich habe Zahnschmerzen. Schon seit ein paar Tagen. Heute habe ich einen Termin. Ich bin sehr positiv überrascht. Die Untersuchung und anschließende Beratung von Dr. Vinayak ist 1A. Er nimmt sich Zeit und ist die Ruhe selbst. Ein sehr angenehmer Mensch. Die Technik hochmodern. So etwas habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Zähne werden hier abgescannt (Zahnabdrücke sind veraltet) und Spangen im 3D Drucker erstellt. Wow.

Zurück in der Jungle Junction bereiten wir uns auf Uganda vor. Endlich. Einkaufen bei Shoprite…und es Weihnachtet schon sehr. Winking smile

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Grenze Tansania–Kenia (Namanga)

4.11.2019

Diesmal sieht es gar nicht gut aus für uns. Angeblich gibt es seit März diesen Jahres ein neues Gesetz (das man an den anderen beiden Grenzen wohl noch nicht kannte), das besagt, dass Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen (die nicht der ostafrikanischen Zollunion angehören) zur Einreise zwingend ein Carnet benötigen (wie auch in Ägypten und Iran). Unseres ist noch in Deutschland. Hm. Es ist Sonntag und der diensthabende Beamte hat Angst, dass er einen Fehler macht. Er will uns nicht passieren lassen. Nach ca. einstündigem Gespräch mit ihm und seinem Kollegen sollen wir das Büro verlassen. Unser Fahrzeug soll so lange an der Grenze bleiben, bis wir ein Carnet vorzeigen können. Na prima.

Wir verlassen das Büro und warten, beratschlagen,… welche Möglichkeiten haben wir? Wieder nach Tansania einreisen und einen anderen Grenzübergang nehmen? Das wären ca. 300-400 km Umweg. Wir beschleißen noch ein bisschen zu Warten. Geduld zahlt sich in Afrika oft aus. Nach zwei Stunden werden wir aufgefordert zum Schalter zu kommen. Ein anderer Beamter erklärt uns, dass sie uns doch nach Kenia lassen. Ausnahmsweise. Wieso auch immer… vielleicht, weil wir Einträge in der iOverlander App gezeigt haben (und sie Angst vor einer schlechten Bewertung haben?) oder weil wir einen Blog schreiben (das hat auch schon ab und zu “gewirkt”) oder warum auch immer… uns ist es letztendlich egal. Nach vier Stunden an der Grenze dürfen wir endlich weiter. Wir sollen aber unbedingt bekannt machen, dass man für Kenia ein Carnet benötigt.

Arusha-Snake Farm

3.11.2019

Dies ist ein “spezieller” Campingplatz. Unsere Nachbarn sind Schlangen, Krokodile, Leguane…

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Wir treffen Tanja und Collin wieder. Seit unserer letzten Begegnung in Addo ist ein Jahr vergangen. Da gibt es viel zum Quasseln. Den Tag lassen wir mit einem Grillabend ausklingen. Schön war es, euch wieder zu sehen und es ist sicherlich nicht das letzte Mal. Secret telling smile

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Arusha-neue Reifen

2.11.2019

Zwischen Moshi und Arusha zeigt sich der Kilimanjaro mit frisch verschneitem Gipfel. Das Hirtenvolk der Massai hat heute Viehmarkttag.

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Endlich haben wir neue Reifen. Die sind zwar zwei Nummern kleiner, aber immerhin. Wir lassen sie gleich montieren und diesmal verwenden wir innenliegende Reifendrucksensoren (diebstahlsicher Winking smile).

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Kilimanjaro Besteigung Arusha/Moshi

1.11.2019

Wir können Abe nicht genug empfehlen und loben (siehe auch Blogbeitrag Ende Januar 2020).

Falls jemand den Kilimanjaro besteigen möchte (Preise sind überall gleich und Abe ist einfach der Beste, sagten uns Reisefreunde, die einen ganzen Tag lang damit verbracht haben in Arusha und Moshi nach dem besten und vertrauenswürdigsten Angebot zu suchen):

ABE ist euer Mann.

www.exuberantkilimanjorosafari in Moshi, Tanzania.

Siehe auch iOverlander-App.

Facebook. https://www.facebook.com/Exuberant-Kilimanjaro-Safaris-320589398643753/?referrer=whatsapp

Email: Info@exubernatkilimanjaros.com.

Empfohlen auch bei tripadvisor. https://www.tripadvisor.com/Attraction_Review-g317084-d17219854-Reviews-EXUBERANT_KILIMANJARO_SAFARIS-Moshi_Kilimanjaro_Region.html

Whatsapp +255622589650

Es ist für die, schon wegen der enormen Höhe des Berges, nicht ungefährliche Besteigung des Kilimanjaros wichtig, dass man mit einem erfahrenen, vertrauenswürdigen (und die sind leider sehr, sehr, sehr selten in Afrika, wie wir nur allzu oft selbst festgestellt haben) Mann geht. Einer auf den man sich 1000%ig verlassen kann. Für Abe und seinem Team ist die Zufriedenheit, der Wohlfühlfaktor und die Gesundheit ihrer Kunden das aller wichtigste. He would walk an extra mile for you to make you happy, sagt man im Englischen. So wie wir ihn kennen gelernt habe, geht er nicht nur die eine extra Meile sondern mindestens hundert.

The Garage Moshi

21.10.2019

Sam, der gemeinsam mit seinem Bruder Dimitri The Garage Moshi leitet, scheint ein sehr netter Mensch zu sein, der Ahnung von Autos hat. Das ist schon mal gut.

Als er erfährt, dass das kaputte Ventil der Vakuum Pumpe auch in Atemmasken gegen Schlafapnoe verbaut ist, fährt er sofort mit Didi in eine große Apotheke. Doch leider kennt man hier diese Atemmasken nicht. Schade.

Sam hängt sich ans Telefon und erfährt, dass es hier in der Gegend zwei Ford E350 gibt, die aber nicht gefahren werden. Doch leider stimmt die Motorisierung nicht mit unserem überein, d.h. die Pumpe passt nicht (und leider sind die Reifen zu alt und haben auch nicht die richtige Größe).

Wir können die komplette Pumpe in den USA bestellen, doch in Afrika ist der Zoll immer das Problem. Wenn man beim Zoll niemanden schmiert, bekommt man das Teil ewig lange nicht raus. Auch hier weiß Sam Rat.

Angeblich wird die Pumpe in genau einer Woche geliefert. Angeblich. Wir haben Zeit und Didi versucht kreativ -nach Art MacGyver- die Pumpe zu reparieren. Zunächst mit einer Büroklammer, die in eine Feder gebogen wird. Das klappt aber nicht. Der nächste Versuch, mit Gummi aus einem alten Reifenschlauch geschnitten, einem Plastikteil, das Didi aus dem Deckel einer Peaceful Sleep Dose schneidet und einer Schraube ist vielversprechend. Wir würden gerne fahrbereit sein, da wir einiges erledigen müssen. Vielleicht bekommen wir in Arusha Reifen? Es gibt Einiges aufzuarbeiten.

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Das hart erkämpfte sieben tägige TIP müssen wir verlängern. Bank, einkaufen, Ölwechsel, Blog schreiben, Internet, Carnet Antrag stellen, Äthiopien Visum… und noch vieles mehr. Alles ist aufgrund des Reifen Krimis liegen geblieben. Unser Geld werden wir wohl nicht wieder sehen. Da trifft nur der erste Teil des Spruches auf uns zu: The money has gone on safari, but will come back.

Das Äthiopien Visum muss in Deutschland ausgestellt werden (da es in Kenia für niemandem egal welcher Nationalität mehr ausgestellt wird) und dazu wird ein Kopie des Carnets benötigt. Hannes und Svenja, zwei Langzeitreisende, können uns dann alle Papiere mitbringen (vielen Dank an euch). Aber die fliegen schon in gut einer Woche. Jetzt muss alles schnell gehen. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich auch mal öffentlich über diesen Weg bei Frau Zinitch vom ADAC bedanken. Sie arbeitet einfach hervorragend und immer zu 100% zuverlässig. Bodo und Sabine haben wir durch das Eilig machen wahrscheinlich ein bisschen gestresst, obwohl sie das verneinen. Bestimmt, um uns nicht noch mehr negative Gefühle, als wir bereits eh schon wegen der ganzen Geschichten haben, zu vermitteln Winking smile. Ihr seid echt toll. Secret telling smile Auch an euch einen ganz herzlichen Dank für die Mühe, die euch unser Äthiopien Visum bereitet hat. Bei unserem Termin im Iran seid ihr ganz herzlich zu einem leckeren Essen eingeladen (betrinken darf man sich da ja leider nicht Winking smile). Und wir freuen uns schon riesig darauf, euch wieder zu sehen und würden uns gerade jetzt gerne nach Namibia und die wunderschöne Zeit mit euch zurück beamen.

Unsere Reifengröße ist hier leider nicht aufzutreiben. Da müssen wir uns für die Weiterfahrt nach Nairobi (wo wir sie bisher aber auch noch nicht gefunden haben) etwas einfallen lassen. Sam vermittelt uns zu einem Reifenflicker. Eine Vulkanisierungsmaschine wie in Nairobi haben sie hier leider nicht. Mleche hat Erfahrung beim Reifenflicken. Das sieht man sofort. Es wird Gummi abgeschnibbelt, genäht, aufgeraut, Flicken angepasst und dann kommt alles in die “Vulkanisierungsmaschine a la Afrika”. Unter unserem Reifen brennt Feuer!! Mleche checkt ab und zu die Temperatur, indem er zunächst mit der Hand und dann mit dem Draufsprühen von Wasser prüft. Es dampft. Es sieht aus, wie in einer Hexenküche. Nach ca. einer Stunde und nachdem er mal eben zwischendrin schnell zum Beten in die Moschee gegangen ist, scheint er zufrieden zu sein. Wir finden, dass es gut aussieht. Smile  https://youtu.be/qAD-v8jgrxM

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In der Zwischenzeit hatten wir eine Probefahrt mit VAnGO gemacht. Didi-MacGyver hat wieder ganze Arbeit geleistet. Smile Wir können fahren…. bzw. könnten, wenn wir Reifen hätten. Dennoch warten wir auf das Ersatzteil, das wir aus den USA bestellt haben. Man sagt zwar, dass Provisorien ewig halten, aber…

Tag 10 in einer Werkstatt ohne Aufenthaltsraum, Regen, Matsch, ewig vielen Moskitos und dem Gefühl ausgeliefert und abhängig zu sein. Wir können hier selbst wenig bewegen und die Post können wir auch nicht schneller machen. Das frustriert und zermürbt. Geduld ist nicht unsere Stärke, genauso wenig wie passiv sein zu müssen. Inklusive der Reifengeschichte, wo wir ja auch schon gewartet haben, sind wir seit gut 3 Wochen zum Nichtstun verdammt. Man glaubt es nicht, aber das ist ganz schön anstrengend, weil es eben an die Nerven geht.

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Didi verzweifelt mit der Email und whatsapp Kommunikation mit den diversen Reifenhändlern im ganzen Land und auch in Kenia. Er fragt an, ob die Reifengröße 37×12.5-17 egal welcher Marke erhältlich ist und bekommt z.B. als Rückfrage für welches Fahrzeug sie gedacht sind. Daraufhin werden uns dann die unmöglichsten Reifengrößen u.a. auch mit völliger falscher Felgengröße vorgeschlagen. Nach ewig langen Chats stellt sich heraus, dass diese Reifengröße nirgends erhältlich ist. Für eine Nummer kleiner besteht Hoffnung. In Nairobi konnte jemand drei Maxxis Reifen auftreiben. Ein vierter ist nicht zu finden. Das nützt leider auch nichts. Am Tag 10 chattet Didi mit einem Reifenhändler, der 285/70-17 auf Lager hat. Didi fragt an, ob er die für uns reservieren könnte, da wir in Tansania fest hängen. Nach ewig langem hin und her wegen Ort, Anzahl, wie lange sie reserviert werden können und all den unwichtigen Fragen nach Automarke etc. ist man sich einig. Die Bestätigung erfolgt für Reifengröße 315×70-15. Also völlig falsch und nicht auf den Felgendurchmesser montierbar. Und so geht das schon die ganze Zeit. Die Arbeitsweise hier ist extrem frustrierend für uns. Außerdem steigt der Preis, weil mittlerweile jeder weiß, dass wir dringend Reifen benötigen.

Tag 11: Das Ersatzteil hätte eigentlich vor drei Tagen geliefert werden sollen.

Tag 12: Sam hat uns die letzten Tage ganz schön hängen lassen. Angeblich hat er in den letzten 4 Tagen täglich bei der Post nachgefragt, ob unser Paket angekommen ist. Wie wir jetzt wissen hat er das nicht getan. Morgens gibt er uns Bescheid, dass das Paket bereits am Montag da war. Er übergibt es uns erst Freitag Abend! Und er verlangt noch Geld für seine “Dienste”. Nun denn.

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Wir bauen noch abends das Teil ein, verbringen unsere letzte Nacht in The Garage Moshi und können es kaum erwarten am nächsten Tag hier weg zu kommen.

An dieser Stelle möchte ich Abe von Exuberant Safaris sehr lobend erwähnen. Wir haben ihn leider nie kennen gelernt. Er wurde uns von Mitreisenden empfohlen, die mit ihm den Kilimanjaro bestiegen haben und in den höchsten Tönen von ihm sprachen. Er hat, obwohl er gar nicht im Reifengeschäft tätig ist, wirklich alles versucht, uns zu helfen. Er beantwortet whatsapp immer zuverlässig und umgehend und scheint ein ehrlicher Mensch zu sein.

Später werden wir noch einmal Probleme mit unseren Reifen haben und auch hier hätte er unentgeltlich geholfen. Erfrischend auf solche Menschen zu treffen. Falls jemand den Kili besteigen möchte: www.exuberantkilimanjarosafaris.com whatsapp Abe in Moshi +255 622 589 650. Er hilft auch bei Unterkunft suchen oder was immer man möchte.