Al Shaq Canyon

24.3.2020

Und wieder ein bezaubernder Platz in Saudi Arabien. Winking smile

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Am späten Nachmittag kommt noch eine einheimische Familie vorbei, die uns zum Kaffee einlädt. Wir lehnen zu deren und unserem Schutz dankend ab. Schade, dass das Corona Virus die sozialen Kontakte so sehr einschränkt. Sad smile

Im Canyon gibt es Wasser und ich nehme die Gelegenheit wahr, VAnGO mal wieder gründlich zu putzen.

Wir bleiben ein paar Tage, steigen immer wieder den nahen Hügel empor, um Internetempfang zu haben und bekommen die erleichternde mündliche Nachricht vom Zoll. Unser Auto darf so lange in Saudi bleiben, wie nötig. Jetzt brauchen wir das nur noch schriftlich und dann fällt uns ein großer Stein vom Herzen. Doch ist “Schriftliches” in der arabischen Welt nicht wirklich üblich. Hier gilt das Wort. Wir werden auch in den kommenden Wochen, trotz intensivster Bemühungen, nichts Schriftliches bekommen.

Eigentlich wollten wir zum Wadi Dam und zum Flugzeugwrack, doch die schnell neu eingeführten Corona Reglungen machen uns einen Strich durch die Rechnung…

Wadi Disah

23.3.2020

Wir fahren vom Norden her ins Wadi ein und campen oberhalb mit Blick in die Schlucht an einer kleinen Höhle. Bis kurz vor der Schlucht ist die Straße geteert. Dann führt der Weg durch tiefen Sand ins bewohnte Wadi hinein. Ab der Hälfte wird es nass. Wir campen hier nicht, da wir wegen Corona mit Kontakten im Moment vorsichtig sind und sich unerwarteter Weise viele Einheimische hier aufhalten.

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COVID 19 (Teil 1)

20.3.2020

… und was er für uns bedeutet. Aus unserer Sicht als Reisende:

Wir sind auf unserer gesamten Reise immer Gast im Land. Wie in vielen anderen Ländern auch, wurden wir in Saudi Arabien herzlich mit “welcome” begrüßt. Ca. 14 Tage nach dem uns ersten bekannten Corona Fall in Jeddah werden wir mit “Corona” andere Reisenden sogar mit “Go home” begrüßt. Das stimmt nachdenklich. Was wird passieren, wenn sich die Lage zuspitzt? Werden wir Ausländer für die Verbreitung des Virus verantwortlich gemacht? Werden wir somit zum Buhmann und Ziel von Aggressionen? In Ghana werden die Reisenden mit Steinen beworfen… Wir können lediglich hoffen, dass wir weiterhin ungeschoren hier sein dürfen, so lange sämtliche Landesgrenzen und Flughäfen geschlossen sind. Die Einheimischen sind reserviert und halten Abstand. Das ist völlig in Ordnung und vernünftig.

Doch von Anfang an:

3.3.2020

Bei MAN erfahren wir vom ersten Corona Fall in Saudi Arabien, der am Tag zuvor in Jeddah aufgetreten sein soll.

7.3.2020

Saudi Arabien schließt seine Grenzen.

8.3.2020

Wir werden auf dem Parkplatz mit “Corona” begrüßt.

13.3.2020

Freitag der 13. abends: Wir erfahren, dass der Oman seine Grenzen ab 15.3.2020 schließen wird. Das war eigentlich als unser Etappenziel für Anfang April geplant. So ein Mist. Was tun? Wir sind über 2000km vom Oman entfernt und müssten über die Vereinigten Arabischen Emirate dorthin einreisen, dh. 2000km plus zwei Grenzübergänge in zwei Tagen. Wir überlegen sofort loszufahren. Verwerfen diesen Gedanken wieder. Es wäre nicht zu schaffen.

15.3.2020:

Saudi Arabien stellt jeglichen Flugverkehr für die nächsten 14 Tage ein. Mindestens. (Im Nachhinein waren es fast 1 1/2 Jahre! Erst am 1.8.2021 !! werden die Flughäfen wieder für Touristen geöffnet sein.)

Wir erzählen Oli und Dagmar von der Grenzschließung in den Oman und beraten, was wohl zu tun ist. Bevor die Grenze in die VAE schließt, möchten wir dort gerne einreisen. In den Emiraten ist unser Carnet gültig (das Zollpapier für VAnGO anerkannt, in Saudi Arabien nicht. In Saudi ist die Aufenthaltsdauer für das Auto wie auch für uns auf 90 Tage begrenzt) und wir hätten somit die Möglichkeit VAnGO bis Mitte Oktober unterzustellen und nach Hause zu fliegen, so lange der Flugverkehr noch statt findet. Wir gründen eine whatsapp Gruppe “Saudi News”… Overlander gestrandet in Saudi Arabien.

Eine Schlucht liegt fast auf dem Weg. Die würden wir uns gerne noch anschauen, bevor wir uns Richtung Grenze aufmachen. Janina und Peter waren schon dort und fanden sie so fantastisch, dass sie gerne noch einmal dorthin fahren möchten. Wir treffen uns und fahren mit insgesamt drei Autos dort hin und übernachten in der Schlucht. Am nächsten Tag purzelt der Landrover fast einen Dünenabhang hinunter.

15.3.2020

Mittags fahren wir aus der Schlucht heraus. Unsere Wege trennen sich. Janina und Peter erkunden den Norden Saudi Arabiens. Dagmar, Oli, Didi und ich fahren Richtung Riyad. Über whatsapp erfahren wir, dass die Grenze in die VAE am 17.3.2020 schließen wird. Wir wissen nicht, ob die Grenze am 17.3. noch offen sein oder schon geschlossen haben wird, doch interpretieren wir die Nachricht so, dass wir bis zum 16.3. Mitternacht Zeit haben und keine Minute länger. Wir geben Gas und fahren mit 110km/h die Landstraße entlang. Es sind 1600km bis zur Grenze. Wir müssen durch mehrere Großstädte durch fahren, auch durch Riyadh. Es ist 15:00 Uhr.

Die nervliche Anspannung ist immens, denn wir sind uns immer noch nicht sicher, welches die richtige Entscheidung ist: Durchrasen oder hier bleiben?

Didi fährt, ich versuche Informationen per whatsapp und im Internet zu recherchieren und bin gleichzeitig mit Dagmar und Oli in Kontakt, die das gleiche tun. An dieser Stelle gilt mein unendlicher Dank Sabine. Secret telling smile Sie ist sonntags von ihrem sonnigen Platz in der Natur nach Hause gedüst, um im Internet herauszufinden, wie die saudischen Zollbestimmungen sind. Liebe Sabine, du warst eine enorme Hilfe und Stütze. Du weißt es bereits. DANKE. In Saudi Arabien ist der Tourismus erst seit knapp einem halben Jahr eingekehrt und somit sind die Reglungen für ausländische Fahrzeuge noch nicht ausgereift. Mit einem solchen Fall kennt sich niemand aus. Man solle sich an die Hauptzollbehörde in Dammam wenden. Dagmar hat bei der Immigrationsbehörde angerufen. Auch hier lediglich eine schwammige Aussage. Das ist uns zu unsicher. Wie würde es sein, falls wir ausfliegen sollen und das Auto hier bleibt? Wie und wann könnten wir unser Auto ausführen? Vielleicht würden die Saudis das neu eingeführte Touristenvisa wieder rückgängig machen und niemanden mehr ins Land lassen? Was dann? Wir düsen weiter. Die Autofahrer hier sind nicht gerade die Besten und so wird es bei der für VAnGO hohen Geschwindigkeit nicht ganz ungefährlich. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit bekomme ich von Dagmar und Oli eine whatsapp. Sie fahren nicht weiter mit uns. Wir halten an, verabschieden uns kurz mit Wehmut und fühlen uns beim Weiterfahren sehr alleine. Ich recherchiere Klimatabellen. Ein weiterer Punkt, den es zu bedenken gibt. Es soll hier im Sommer unerträglich heiß werden, hieß es. Doch es gibt Berge, in denen ist es nachts wohl noch auszuhalten ist. Die Corona Infizierten Tabelle von Saudi Arabien zeigt knapp über 100 positive Fälle. In den Emiraten ist die Zahl um ein Vielfaches höher. Die Emirate sind von der Landfläche her sehr viel kleiner. Bei einem Heimflug würden wir uns höchst wahrscheinlich anstecken. Didi hat Asthma und ist über 50, zählt somit zur Risikogruppe. Ich möchte meine Eltern sehen. In Deutschland wird eventuell Ausgangssperre verhängt. In Saudi Arabien kann man sich leichter von Menschen fern halten. Würden wir bei einem Heimflug einen Unterstellplatz für unser Auto so schnell finden können? Wir müssten auch noch packen, VAnGO einmotten, damit bei der hohen Luftfeuchtigkeit nichts schimmelt. Würden, bis wir alles erledigt haben, überhaupt noch Flugzeuge fliegen? Und wenn nicht, säßen wir in den super heißen Emiraten fest, vielleicht für Monate. Die Gedanken rasen und Didi auch. Es ist dunkel. Die Kilometeranzeige geht nicht so schnell runter wie ich hoffte. Es sind immer noch 110 km bis zur Grenze. Es ist 22.00 Uhr. Es bleiben noch 26 Stunden Zeit. Wir müssen noch durch zwei große Städte. Die letzten 500 km sind schlechte Teerstraße. Wir müssten die Nacht durchfahren und der Verkehr wird  um Riyadh herum bis zur Grenze zunehmen. Das ist eigentlich schon lebensmüde. Mich erreicht eine whatsapp von Overlandern, die die schriftliche Zusage des Oman hatten, dass die Grenze zum Oman bis 15.3. bis Mitternacht geöffnet sei. Sie hatten bereits gültige Visa in ihren Pässen. Die Emiratis haben sie am 15.3. abends (ebenfalls nach halsbrecherischer Fahrt) nicht mehr ausreisen lassen. Sie sagten, der Oman hätte bereits am Morgen die Grenzen dicht gemacht. Falls sie dennoch ausreisen wollen, dürften sie nicht mehr zurück in die Emirate einreisen. Falls sie nicht in den Oman kämen, müssten sie im Niemandsland bleiben.

Um 22.30 Uhr brechen wir ab und fahren auf einen Truckparkplatz.

16.3.2020

Am Morgen fühlen wir uns trotz unruhiger Nacht ganz gut. Endlich ist eine Entscheidung getroffen. Jetzt würden wir es auf gar keinen Fall mehr bis zur Grenze schaffen. Ob es die richtige Entscheidung ist, wissen wir nicht. Aber es ist eine Entscheidung.

Geschäfte schließen. Lediglich Lebensmittelgeschäfte, Tankstellen und Krankenhäuser sind noch offen.

16.3.2020

Jetzt gilt es Zoll und Immigration zu klären. Wir fragen direkt bei den entsprechenden Behörden nach, bekommen aber keine zufriedenstellende Auskunft.

17.3.2020

Wir registrieren und bei “elefand”, der Seite beim Auswärtigen Amt. Dadurch bekommen wir Emails von der deutschen Botschaft in Riyadh zur aktuellen Lage. Wir wenden uns mit unseren speziellen Fragen an die deutsche Botschaft. Sie wollen sich mit den hiesigen Behörden in Verbindung setzen. Da der Flugverkehr in Saudi Arabien eingestellt ist, kann man uns nicht ausfliegen. Außerdem kümmert man sich zuerst um die Rückholung von Deutschen aus sog. Urlaubsländern, wie Marokko, Dom.Rep., etc. Saudi steht ganz unten auf der Prioritätenliste. Es gibt zu wenig deutsche Urlauber hier.

20.3.2020

Laut einem facebook post, kann man das Visum für Saudi Arabien online verlängern. Frühestens kann man das 7 Tage vor Ablauf des bestehenden Visas tun. Na, das wäre schon mal was. Von der deutschen Botschaft ist das allerdings noch nicht bestätigt. Die Zollfrage steht immer noch im Raum.

Fahrt Richtung Tabuk-Al Disah Schlucht

19.3.2020

Wir decken uns in Al Ula mit Lebensmitteln ein. Am Eingang des Supermarktes stehen Einmalhandschuhe bereit.

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Mit Blick auf die Schlucht übernachten wir oberhalb derselben an einer kleinen Höhle. Die Nacht ist kalt. Es hat nur 6 Grad, aber wir schlafen wie die Murmeltiere. Endlich mal wieder. Der Corona Virus beschäftigte uns sehr (siehe nächster Beitrag).

Saudi Arabien hat wunderschöne Landschaften. Die Zufahrt zur Schlucht ist steil. Auf guter Teerstraße gleiten wir ins Tal. Ein Araber führt sein Kamel Gassi. Winking smile Durch die starken Regenfälle der letzten Tage ist die Hälfte der Schlucht sehr nass, aber noch gut befahrbar.

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Schwere Entscheidung

16.3.2020

Nachdem wir uns von Janina und Peter verabschiedet haben, erfahren wir über whatsapp, dass die Grenze in die VAE lediglich noch bis morgen (Mitternacht) geöffnet ist. So schnell hatten wir mit einer Schließung nicht gerechnet. Es sind 1600 km bis zur Grenze. Durch die Hauptstadt Riyadh muss man auch durch fahren. Die letzten 500 km Teer sollen in schlechtem Zustand sein. Schaffen wir das? Wir preschen mit 110 km/h über die Straße und versuchen gleichzeitig Fakten zu recherchieren.

Die nervliche Anspannung ist immens, denn wir sind uns immer noch nicht sicher, welches die richtige Entscheidung ist: Durchrasen oder hier bleiben?

Didi fährt, ich versuche Informationen per whatsapp und im Internet zu recherchieren und bin gleichzeitig mit Dagmar und Oli in Kontakt, die das gleiche tun. Danke an Oli und Dagmar für die gute Teamarbeit. Smile An dieser Stelle gilt mein unendlicher Dank auch Sabine. Secret telling smile Sie ist sonntags von ihrem sonnigen Platz in der Natur nach Hause gedüst, um im Internet herauszufinden, wie die saudischen Zollbestimmungen sind. Liebe Sabine, du warst eine enorme Hilfe und Stütze. Du weißt es bereits. DANKE. Secret telling smile 

In Saudi Arabien ist der Tourismus erst seit knapp einem halben Jahr eingekehrt und somit sind die Reglungen für ausländische Fahrzeuge noch nicht ausgereift. Mit einem solchen Fall kennt sich niemand aus. Man solle sich an die Hauptzollbehörde in Dammam wenden. Dagmar hat bei der Immigrationsbehörde angerufen. Auch hier lediglich eine schwammige Aussage. Das ist uns zu unsicher. Wie würde es sein, falls wir ausfliegen sollen und das Auto hier bleibt? Wie und wann könnten wir unser Auto ausführen? Vielleicht würden die Saudis das neu eingeführte Touristenvisa wieder rückgängig machen und niemanden mehr ins Land lassen? Was dann? Wir düsen weiter. Die Autofahrer hier sind nicht gerade die Defensivsten und so wird es bei der für VAnGO hohen Geschwindigkeit nicht ganz ungefährlich. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit bekomme ich von Dagmar und Oli eine whatsapp. Sie fahren nicht weiter mit uns. Wir halten an, verabschieden uns kurz mit Wehmut und fühlen uns beim Weiterfahren sehr alleine. Ich recherchiere Klimatabellen. Ein weiterer Punkt, den es zu bedenken gibt. Es soll hier im Sommer unerträglich heiß werden, hieß es. Doch es gibt Berge, in denen ist es nachts wohl noch auszuhalten ist. Die Corona Infizierten Tabelle von Saudi Arabien zeigt knapp über 100 positive Fälle. In den Emiraten ist die Zahl um ein Vielfaches höher. Die Emirate sind von der Landfläche her sehr viel kleiner. Wir könnten uns nicht so gut von Menschen fern halten. Bei einem Heimflug würden wir uns höchst wahrscheinlich anstecken. Didi hat Asthma und ist über 50, zählt somit zur Risikogruppe. Ich möchte meine Eltern sehen. In Deutschland wird eventuell Ausgangssperre verhängt. In Saudi Arabien kann man sich leichter von Menschen fern halten. Würden wir bei einem Heimflug einen Unterstellplatz für unser Auto so schnell finden können? Wir müssten auch noch packen, VAnGO einmotten, damit bei der hohen Luftfeuchtigkeit nichts schimmelt. Würden, bis wir alles erledigt haben, überhaupt noch Flugzeuge fliegen? Und wenn nicht, säßen wir in den super heißen Emiraten fest, vielleicht für Monate. Die Gedanken rasen und Didi auch. Es ist dunkel. Die Kilometeranzeige geht nicht so schnell runter wie ich hoffte. Es sind immer noch 1100 km bis zur Grenze. Es ist 22.00 Uhr. Es bleiben noch 26 Stunden Zeit. Wir müssen noch durch zwei große Städte. Die letzten 500 km sind schlechte Teerstraße. Wir müssten die Nacht durchfahren und der Verkehr wird  um Riyadh herum bis zur Grenze zunehmen. Das ist eigentlich schon lebensmüde. Mich erreicht eine whatsapp von Overlandern, die die schriftliche Zusage des Oman hatten, dass die Grenze zum Oman bis 15.3. bis Mitternacht geöffnet sei. Sie hatten bereits gültige Visa in ihren Pässen. Die Emiratis haben sie am 15.3. abends (ebenfalls nach halsbrecherischer Fahrt) nicht mehr ausreisen lassen. Sie sagten, der Oman hätte bereits am Morgen die Grenzen dicht gemacht. Falls sie dennoch ausreisen wollen, dürften sie nicht mehr zurück in die Emirate einreisen. Falls sie nicht in den Oman kämen, müssten sie im Niemandsland bleiben.

Um 22.30 Uhr brechen wir ab und fahren auf einen Truckparkplatz.

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Die Gefahr vor einer verschlossenen Grenze zu stehen ist zu hoch und wir sind jetzt schon fix und fertig und hätten wahrscheinlich noch einen Unfall gebaut bei dieser halsbrecherischen Fahrerei.

Disaster auf dem Dünenkamm

15.3.2020

Das Wetter ist besser. Der Wind hat nachgelassen und der Himmel erstrahlt in tiefem Blau. Nach ausgiebigem Frühstück fahren wir alle gemeinsam los. Die Teerstraße ist lediglich eine Stunde entfernt und dort heißt es Abschied nehmen.

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Doch zuvor geschieht fast ein Unglück. Peter und Janina fahren mit ihrem Landrover eine Düne hoch, dicht gefolgt von Didi und mir. Sie fahren über die Kuppe hinweg und sind kurz verschwunden. Als wir sie sehen stockt uns vor Schreck der Atem. Der Landy hängt schräg auf dem Dünenkamm und droht seitlich abzurutschen. Falls das passiert, wird er sich mindestens auf die Seite drehen, wenn nicht gar überschlagen. Den Wagen mit der Nase nach unten zu richten und die Düne so herunter zu fahren ist von der jetzigen Position aus auch keine gute Idee mehr. Die Rettungsaktion beginnt.

Sämtliche Sandbleche werden hervor geholt. Ein Abschleppseil wird an den Landy und VAnGO gebunden. Oli und Dagmars Ford dient VAnGO als Anker, falls der Landy unkontrolliert die Düne runter kullert. Alle behalten die Nerven und arbeiten als Team super zusammen. Didi hat in seinen früheren Urlauben bei Saharadurchquerungen mehr als genug Erfahrungen mit solchen Situationen gesammelt und übernimmt die Leitung. In Absprache mit Peter folgen alle anderen seinem Rat und nach mehrmaligen Anläufen, in denen immer wieder die Sandbleche neu ausgerichtet werden müssen, können wir den Landy befreien. Tiefe Erleichterung bei allen!!! Zwischendrin war es mal ganz schön knapp. Der Landy rutschte noch weiter den Dünenabhang hinab…

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Ein letztes Fotoshooting mit allen Fahrzeugen und dann heißt es Abschied nehmen von Janina und Peter.

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Offroad in der Wüste

13.3.2020

Für die nächsten beiden Tage war Sandsturm angekündigt und so haben wir uns am Elefant Rock zwischen hohen Felsen und steinigem Untergrund für zwei Tage eingenistet. Diese Idee hatten auch Tim (alleine unterwegs) und Elisabeth (mit Hund unterwegs und einem Toyota Hiace, Rechtslenker!!! Einfuhrverbot für Rechtslenker in Saudi, doch blau-grüne Augen schaffen alles Winking smile). Alle, durch Corona Virus in Saudi Arabien gestrandeten Deutschen, scheinen sich hier zu treffen. Winking smile Die durch den Virus ausgelösten Grenzschließungen machen uns schwer zu schaffen und wir überlegen, welche Möglichkeiten der Weiterreise uns bleiben. Die begrenzte Aufenthaltsdauer für Personen und Autos, sowie die bald einsetzende unerträgliche Hitze und die eventuellen Flugstornierungen müssen berücksichtigt werden. Im Moment ist lediglich noch eine Grenze offen und das ist die in die Vereinigten Arabischen Emirate.

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Wir machen Brainstorming und fahren erst einmal mit Dagmar und Oli und Janina und Peter in die Wüste.

Leider ist es ziemlich diesig. Die Luft ist stauberfüllt. Das ergibt eine eigentümliche Stimmung. Die Landschaft ist grandios. Wir finden Felszeichnungen, ob wirklich alt oder nicht…? Egal. Wir treffen auf Marc, der die Gegend mit seinem Motorrad erkundet. Didi bekommt Gelüste. Winking smile 

In einer Sackgassen-Schlucht finden wir einen windgeschützten Übernachtungsplatz.

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Felsformationen in der Wüste um Al Ula

9.3.2020

Die Umgebung von Al Ula ist fantastisch. Wir fühlen uns hier sehr wohl: Ruhe, nette Gesellschaft, tolle Landschaft… Es gibt viel zu entdecken. Die Twins Rocks, The Face, Rainbow Arch… einfach herrlich.

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Nachts gehen wir mit unsere Schwarzlichtlampe auf Skorpion Jagd und werden fündig.

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Al Ula-Desert X

5.3.2020

Dagmar und Oli machen uns auf Desert X, eine Kunstausstellung in der Wüste, aufmerksam. Schnell ist beschlossen, dass wir diese gemeinsam besuchen. 14 Kunstinstallationen werden ausgestellt, die Landschaft im sandigen Tal ist umwerfenden schön. Leider ist es sehr windig und so werden wir ziemlich eingestaubt.

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Am nächsten Tag ist das Wetter perfekt und wir genießen bei Snacks und Kaffee die gemeinsame Zeit. Abends werden einige Ausstellungsstücke illuminiert, was fantastisch aussieht.

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