Wildhunde, Geparde und mehr

18.9.2018

Tiaan und Anneline empfahlen uns das Ann van Dyk Resort. Wir verprassen also unser komplettes Tagesbudget für eine dreistündige Tour und sie ist es wert!

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Wir sehen Wildhunde, Geparde, einen Caracal und einen Serval. Bei den letzten beiden handelt es sich um nachtaktive Tiere, die man in freier Wildbahn wohl eher selten sieht. Beide Tiere sind äußerst sprungstark und so muss man sie in einem umzäunten Gehege halten, dessen “Decke” ebenfalls mit Draht verschlossen ist. Aus sitzender Position können sie 7-10 Meter springen.

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Am meisten begeistern mich die Wildhunde. Beim Jagen erzeugen sie ein tschirpendes Geräusch, das sich anhört, als ließe man einen Kassettenrekorder zu schnell rückwärts laufen. Die Kommunikation ist hoch entwickelt. Jeder Hund hat eine spezielle Aufgabe: Vom Kindermädchen bis zum Jäger. Ihr Jagderfolg liegt bei 95% und sie fressen in einer abartigen Geschwindigkeit, da sie immer damit rechnen müssen, dass sie ihre Beute frühzeitig abgenommen bekommen. Grund: Sie sind ja beim Jagen nicht gerade leise und das Tschirpgeräusch muss für hungrige Bäuche extrem einladend klingen.

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Der King Gepard ist äußerst selten. Seine Zeichnung ist anders als bei den üblichen Geparden. Er hat größere schwarze Flecken und schwarze Streifen auf dem Rücken. Ein schönes Tier.

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Cradle of Humankind

17.9.2018

In einer Höhle 10 km südlich des Museums wurde an einem Freitag dem 13. im Jahr 2013 ein erstaunlicher Fund gemacht. Hunderte von Knochen, darunter auch gut erhaltene Zähne, von 15 verschieden altrigen Humanuiden ließen die Herzen der Forscher höher schlagen. Es handelt sich außerdem um eine neue Spezies, Homo Naledi. “Die Wiege der Menschheit” ist allerdings ein etwas übertriebener Titel, denn es handelt sich nicht um die ältesten Funde unserer Vorfahren.

Die Ausstellung ist kurzweilig gestaltet. Erklärende Videos, Fundstücke, eine Bootsfahrt durch die vier Elemente, Rätselspiele,… ein durch und durch gelungenes Museum.

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Pretoria

Tiaan trafen wir letztes Jahr in Namibia. Er stellte sich vor, hatte wenig Zeit und verabschiedete sich mit den Worten “Wenn ihr in der Nähe von Pretoria/Johannesburg seid würde es mich freuen, wenn ihr mich und meine Familie besuchen kämt.” Er habe noch nie Overlander getroffen und sei sehr neugierig, sagt er.

Wir sind in der Nähe und schauen vorbei. Wieder einmal sind wir überwältigt von der Gastfreundschaft und gewähren gegenseitig Einblicke in die Lebensweise des anderen. Tief beeindruckt sind wir ebenfalls von den drei sehr wohlerzogenen Kindern. Doch ähnlich wie in Deutschland haben diese schon einen ziemlich vollen Terminplan. Hockey, Schach, Theater, Tanzen,… und sie möchten noch so viel mehr tun, aber der Tag hat leider nur 24 Stunden. Winking smile

VAnGO hat anstrengende Jahre entlang der Westküste hinter sich. So ging mit der Zeit ziemlich viel kaputt. Wir nutzen die Gelegenheit, um den Wartungs- und Reparaturstau aufzuholen. Getriebehalterung, Zusatztankhalterung, Bremsen vorne, wieder einmal eine neue Batterie, Rückfahrkamera, Radio, Abwasserschlauch, Visco Lüfter, … die Liste ist lang…. so vergehen die Tage, Wochen…

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Zwischendrin nehmen wir am Familienleben teil. Überwältigt und tief beeindruckt sind wir von einem Theaterstück, in dem Pieter mitspielt. Die Geschichte eines spastisch gelähmten Mädchens, das von einem “normalen” Leben träumt, rührt uns zu Tränen. Sämtliche Bühnenbildern, ja sogar der Rollstuhl werden mit den Körpern der Schauspieler, dargestellt. Die Schulaufführung ist proffessioniell und hat Potential international Erfolg zu haben.

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Wir feiern Pieters Geburtstag beim Paintball, gehen lecker Essen und schauen den Mädels beim Hockeyspielen zu. Wenn man in Südafrika ist, gehört das Grillen (Braai) natürlich dazu. Lecker. Auch Didi hat in dieser Zeit Geburtstag und wird reich beschenkt.

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Wir genießen die Zeit hier sehr.

Alle Familienmitglieder sind von der europäischen Kultur fasziniert und wir sind uns sicher, dass wir sie in ein paar Jahren bei uns zu Hause wieder treffen werden. Dann können wir uns für die Gastfreundschaft revangieren. Wir freuen uns schon darauf.Smile

Stonechat Camping mit Radlager

2.6.2018

Der Campingplatz ist traumhaft an einem See gelegen und Didi möchte vor unserer kleinen Wanderung noch schnell das Auto abschmieren und routinemäßig mal an einige Teile klopfen.

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Nach dem Klopfen war es das auch dann auch… das mit dem Wandern…. Das rechte vordere Radlager ist kaputt und muss ausgetauscht werden. Besser jetzt als später, meint Didi.

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Das dauert dann doch eine ganze Weile und somit gönnen wir uns nach getaner Arbeit statt einer Wanderung ein Käsefondue. Schleck. Smiley

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Grenze Mosambik-Südafrika

31.5.2018

Bei Ressano Garcia/Komatipoort reisen wir aus Mosambik aus. Die Ausreise aus Mosambik ist “interessant”. Mal wieder “typisch afrikanische Grenze”. Kaum aus dem Auto ausgestiegen möchte ein offiziell gekleideter Grenzbeamte uns “weiterhelfen”. Wir sollen ihm Carnet und Pässe geben. Ich sage, dass ich ihm bestimmt meine Papiere nicht aushändige, ihn aber gerne begleite. Er verliert sofort das Interesse. Mit uns kann man wohl kein Geld verdienen… Der nächste, zivil gekleidete, Mann kommt auf uns zu. Auch er möchte helfen und unsere Papiere haben. Ich sage wieder mein Sprüchlein auf und er scheint sich darauf einzulassen. Wir gehen gemeinsam hinter das Immigrationsgebäude, wo er wieder die Papiere haben möchte. Und wieder sage ich, dass ich ihn begleite. Nur hinter diesem Haus, gibt es wohl keinen Zoll, füge ich noch hinzu. Er schnauft, geht mit mir durch den Hintereingang in das Zollgebäude, wo am Schalter aber sowieso niemand ansteht, möchte wieder mein Carnet haben, um es dem Beamten hinter dem Schalter auszuhändigen. Na gut, für die 50 cm Distanz darf er es dann auch mal “anfassen”. Zwinkerndes Smiley Stempel rein und fertig.

Nun denkt er allerdings gewonnen zu haben und möchte meine Pässe haben. Die Schlange am Schalter ist ca. 40 m lang und es geht schleppend voran. Da ist man schon fast gewillt, den Fixer seine Arbeit tun zu lassen. “Von mir bekommst du aber dafür kein Geld”, sage ich. “You pay the officer”, meint er, “200 Rand or you go back to the queue”. (ca. 15 Euro)  Ich bedanke mich und stelle mich hinten in der Schlange an. Um nach Simbabwe einzureisen, mussten wir auch stundenlang anstehen. Doch hier geht es dann doch überraschend schnell und in nicht einmal einer halben Stunde ist alles erledigt.

Für Südafrika sollten wir eigentlich nur ein Transitvisum bekommen (gültig für 7 Tage), da wir schon einmal 3 Monate im Land waren. Die Beamtin schaut entweder nicht richtig in unsere Pässe oder es ist ihr egal. Wir bekommen erneut 90 Tage. Smiley