Luanda 2, man will uns berauben!

01.05.2017

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Bevor wir uns auf den Weg in den Süden machen, übernachten wir noch einmal im Yachthafen. Wir möchten die Halbinsel bis zur Spitze entlang laufen. Unseren Spaziergang habe ich mir dann aber doch anders vorgestellt.

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In jeder anderen Großstadt wäre dieses Stückchen Land das mondänste und teuerste der ganzen Stadt. Hier hausen die Ärmsten der Armen in kleinen Zelten am Strand. Es ist relativ schmutzig und alles scheint sich irgendwie im Bau zu befinden. Ich möchte eine paar Fischer fotografieren und werde, als ich den Auslöser betätige,  von einem der Männer wüst beschimpft. Er nimmt einen großen Stein auf und tut so, als ob er ihn nach mir werfen will. Didi greift verbal ein und der Mann lässt den Stein fallen. Hm… hier sind die Menschen anders als bisher…

 

Auf dem Rückweg überholt uns ein Bettler von hinten, zeigt auf Didis Plastiktüte mit dem Brot, das wir kurz vorher gekauft haben. Er möchte eines haben. Doch irgendwie verhält er sich anders, als die bisherigen Bettler. Im Vorbeigehen dreht er sich zu mir um und ich habe das Gefühl, dass er meine Kameratasche im Auge hat. Ich halte sie gut fest und in diesem Moment kommt sein Kumpel von hinten und greift nach meiner Tasche. Ich schubse ihn weg. Didi hat die Situation sofort erfasst und schlägt nach dem Mann, der dann auch schnell die Kameratasche los lässt. Nun will der andere danach greifen, aber Didi ist wieder schneller. Er schlägt die beiden in die Flucht. Schnell sind sie über einen Zaun in den angrenzenden Park geklettert und flüchten. Die kommen sicher nicht wieder.Ninja

Da denkt man, dass man die “gefährlichen” Länder (Nigeria, Kamerun, die beiden Kongos) hinter sich gelassen hat und in einem relativ modernen Land findet der erste Raubangriff statt. Bei einer 10 Millionen Stadt muss man wohl aber damit rechnen…selbst an helllichtem Tag.

Wir kehren zu unseren Autos zurück und treffen Amilca, einen netten Angolaner, der schon vor ein paar Tagen von uns begeistert war. “Ihr macht es richtig. Ihr seht etwas von der Welt. Ich möchte das auch einmal machen und euren Blog verfolgen.” Nun begrüßt er mich freudig und öffnet den Kofferraum seines Autos. “Das alles habe ich für euch gekauft.” Der Kofferraum ist gefüllt mit Einkaufstüten. Ich kann es nicht glauben und möchte das auch gar nicht annehmen. Doch ablehnen geht nicht, er wirkt beleidigt. Er möchte uns die Sachen tatsächlich schenken und hat riesig Freude daran, uns eine Freude zu machen. Ich lade alles auf unseren Tisch…Bier, Sekt, Müsli, Orangen und Äpfel, Toilettenpapier…der Mann hat sich Gedanken gemacht.

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Ich bedanke mich überschwänglich.

Abends denken wir an die vielen armen Menschen hier, die solche Geschenke viel nötiger hätten als wir. Doch Amilca wollte speziell uns eine Freude machen und wir haben uns wie Schneekönig gefreut. Weihnachten, Ostern und Geburtstag – alles an einem Tag. Smiley Unglaublich wie viele super nette Menschen wir auf dieser Reise schon getroffen haben. Wir können viel lernen.

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