Bremsversagen….

20.10.2019

Wir haben das mega Loch mit in Stücken geschnittenem altem Schlauch geflickt. Immer auf hab acht Stellung, dass dieser Pfropfen nicht plötzlich während des Fahrens heraus fliegt. So schaffen wir es bis zum 250 km Campingplatz (halber Weg nach Arusha, wo wir ihn vielleicht flicken lassen könnten). Doch bald verliert er so viel Luft, dass Didi versucht das Loch erneut mit vielen neuen Stopfen zu flicken. Der erste fliegt uns gleich wieder um die Ohren. Mit lautem Zischen schießt er aus dem Reifen heraus. Der zweite bleibt über Nacht drin.

Am Morgen fahren wir angespannt los und kommen genau 15 km weit. Plötzlich entweicht bei 80km/h die Luft aus dem linken hinteren Reifen. VAnGO bleibt stabil und wir fahren an den Fahrbahnrand.

Nächster Versuch: Wir kommen 20 km weit. Das Loch ist einfach zu groß und wird bei jedem erneuten Versuch es abzudichten größer.

Wir verwenden unseren Ersatzreifen, der aber zwei ähnlich große Löcher hat. Aus beiden tritt Luft aus. Doch sie tragen uns bis kurz vor Moshi.

Nach einem der tausenden Speedbumps hören wir ein leise schepperndes Geräusch aus dem Motorraum. Irgendetwas stimmt nicht. Doch was? Als wir zur T-Kreuzung kurz vor Moshi kommen, merkt Didi sofort was defekt ist. Die Bremse! Zum Glück fahren wir nicht schnell und es ist wenig Verkehr. Die Bremsunterstützung ist weg, und ohne diese ist ein 5t Fahrzeug zu stoppen nahezu unmöglich. Der V8 hat mit der Automatik im ersten Gang soviel Kraft das selbst im Standgas kaum das Fahrzeug auf der Stelle zu halten ist! Ein Blick unter die Motorhaube bringt keine neue Erkenntnisse……alles noch da sagt Didi. Rolling on the floor laughing 

Wir fahren seeeeehr langsam, vorausschauend und vorsichtig weiter. Auf Afrikas Straßen muss man immer damit rechnen von einem der Taxis überholt zu werden, das direkt vor einem einschert und abbremst, da ein Fahrgast genau hier raus will!

In der iOverlander-App entdecke ich “The Garage Moshi”, wo es gleichzeitig einen Campingplatz geben soll. Wir schaffen es bis dorthin, dürfen rein. Doch einen Campingplatz gibt es hier nicht. Wir dürfen jedoch gegen Bezahlung (Dusche und WC wird geboten und dafür ein viel zu hoher Preis verlangt) zwischen den ganzen Autos parken. Dusche und Toilette befinden sich im Bürohaus. Dimitri ist sehr nett und sagt, dass sein älterer Bruder Sam uns sicherlich mit unserem Auto weiter helfen kann. Morgen (am Montag) sei er wieder hier.

Didi macht sich sofort an die Fehlersuche. Seine Vermutung ist, dass ein Defekt an der Vakuumpumpe ist. Diese ist relativ schnell ausgebaut. Didi zerlegt sie und findet bald den Fehler. Das Regenschirm Ventil (mushroom oder umbrella valve) ist abgerissen. Das hört sich jetzt nach einer Kleinigkeit an, doch haben wir wenig Hoffnung dieses kleine Silikonteil hier zu finden. Als einzelnes Ersatzteil natürlich nicht erhältlich und auch nicht wirklich ein Universalteil, das man im Baumarkt findet.

Ohne Bremskraftverstärkung können wir unmöglich bis Nairobi fahren.

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