Von Ouagadougou nach Togo

Nachdem wir unsere Pässe mit den Visa für Ghana in den Händen halten, hält uns nichts mehr in dieser heißen Stadt. Wir fahren Richtung Togo und sehen, wie immer, Interessantes auf den Straßen. Autofahren ist hier nicht langweilig 😉

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Vor der Grenze möchten wir noch einmal übernachten, da es immer angenehmer ist eine Grenze morgens anzugehen. Man hat keinen Zeitstress und kann sich dann erst mal im neuen Land zurecht finden, bevor man sich übereilt einen Schlafplatz suchen muss, weil es schon wieder dunkel wird. Um 18 Uhr ist hier zappe-duster.

Wir finden ein schönes Plätzchen und fragen eine Bäuerin, die gerade auf dem Heimweg ist, ob wir hier übernachten dürfen. Sie meint, dass das kein Problem sei. Kurz darauf erscheint Mr. Laurence, der Bürgermeister. Auch er gibt uns sein o.k.

Froh, über das laue Lüftchen (endlich ist es mal nicht ganz so heiß), essen wir die hier extrem seltenen Trauben (die letzten habe ich glaube ich in Spanien gesehen). 

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Unsere gute Bierstimmung wird jäh unterbrochen, als 3 Mopeds angefahren kommen. Wie gesagt, es ist stockdunkel. 6 Männer steigen ab und wir sehen noch mehr Mopeds kommen. Ui, was ist jetzt los? Zum Glück ist es dunkel, so dass ich die schweren Holzknüppel und das Gewehr nicht gleich entdecke. Mittlerweile ist das ganze männliche Dorf hier versammelt. 30, 40 oder 50 junge Männer. Oh, ohhhhh……Nachdenkliches Smiley

Didi geht sofort mit einer Taschenlampe bewaffnet auf den ersten zu und leuchtet ihm ins Gesicht. Dann reicht er ihm die Hand und sagt “Hello”

Kommentar Didi” Ich muss zugeben ich hatte die Hose in dem Moment ganz schön voll…..”

Nachdem sie uns mit Taschenlampen begutachtet haben, werden auch wir mit Handschlag begrüßt. Die Situation ist dennoch nicht entspannt. Sie wollen wissen, was wir hier machen. Anscheinend haben sie nicht mit Herrn Laurence gesprochen. Doch der wird gleich angerufen. Das hat leider nicht den Effekt, den ich mir gewünscht habe. Sie sind immer noch misstrauisch, wollen unsere Pässe sehen und ins Auto schauen. Na das ist das geringste Problem. Wir sagen, dass aber nur einer gucken darf, weil es unser Zuhause ist. Sie sind einverstanden und ich gehe mit dem Auserwählten zum Auto. Jetzt entdecke ich, dass auch er ein Gewehr umhängen hat. Hmmmmm.

Die Sache wendet sich dann zum Guten. Wir dürfen bleiben und Didi ist sogar so frech, noch nach einem Foto zu fragen. Leider versagt der Blitz. Der löst nur aus, als die Kamera auf die Füße gerichtet ist… Naja, die meisten sind sowieso schon wieder gegangen.

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Was uns immer wieder etwas beruhigt ist, das man scheinbar vor uns mehr Angst hat als wir vor ihnen.Nur ein Scherz

Am nächsten Morgen werden wir von einem Hüsteln und dann mit einem Bonjour geweckt. Die Kinder des Dorfes sind neugierig und begleiten uns bis zur Hauptstraße.

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Alles nochmal gut gegangen. Smiley

 

Die Grenze ist dann ein bisschen komisch aufgebaut. Im Ort Cinkasse muss man die “Hauptstraße” verlassen, um in den Grenzbereich einzufahren. Angeordnet in Kreisform befindet sich hier alles auf dem gleichen Gelände. Das Carnet kennt man hier nicht wirklich und so versucht man uns bei der Ausreise aus Burkina Faso noch schnell ein “Passavant” zu verkaufen und das ziemlich vehement. Irgendeiner kennt sich dann doch aus. Die wütenden Passavantverkäufer werden ganz still und wir werden durchgewunken.

Auf Togo-Seite geht alles sehr herzlich, offen und freundlich zu.

Wir werden zum Chef der Zollbehörde ins elektronisch gesicherte Zimmer geführt, sitzen einem sehr gepflegten, gebildeten und freundlichem Menschen gegenüber und müssen ihm dennoch das Carnet erklären. Zwinkerndes Smiley Kleine Grenzübergänge sind entspannter und für uns viel relaxter… Auch beim Pass einstempeln werden wir freudestrahlend auf Deutsch begrüßt. Man stempelt platzsparend und das Ganze war auf Togo-Seite in weniger als 15 Minuten erledigt.

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