Wir treffen die sympathischen Schweizer Ursi und Heiko wieder Nun haben sie uns endgültig überholt
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Mit im Gepäck haben sie Rini und Ronald, ein holländisches Paar, das seit 6 Jahren die Welt bereist. Schnell ist eine gemeinsame Pirogenfahrt ins Delta für den nächsten Morgen organisiert.
Insgesamt dauert die Tour 4 Stunden, ca. 3 davon verbringen wir im Boot. Beim nächsten Mal würden wir das wohl anders machen und in den Park gegenüber unseres Campingplatzes “Eden” gehen. Dennoch:
Die “Besichtigung” der Dörfer war interessant, wenn auch für uns ungewohnt durch einen Guide hindurchgeführt zu werden. Er weiß interessante Dinge zu berichten und durch ihn sinkt die Hemmschwelle Fotos zu machen. Wir sehen aber auch, dass einigen Dorfbewohnern von ihm dafür Geld zugesteckt wird. Ganz offensichtlich wird das bei einer älteren Frau, die sich bei ihm darüber beschwert, dass einer der Gruppe ihr die Kamera fast schon unter die Nase hält. Sie bekommt vom Guide 80 Cent. Die meisten Kinder lieben es fotografiert zu werden und dann ihr Foto anschauen zu dürfen, doch eines, das sich vor uns sowieso schon erschrocken hat, beginnt zu weinen. Didi fotografiert wie immer lieber unauffällig aus der Ferne das arme Ding. Wer hat Angst vorm weißen Mann?
In diesem Dorf wird Fisch von Gastarbeitern aus Mali gefangen und verarbeitet, sprich getrocknet oder geräuchert. Anschließend wird er nach Mali geliefert. Für die Senegalesen ist diese Fischsorte, die “schlechte” Sorte, die sie selbst nicht essen.
Hier sehen wir eine Flaschenkürbispflanze, eine Kalebasse:
In einem anderen Dorf, das sich auf einer Insel befindet und aus 6 Hütten besteht, puhlen Frauen Muscheln und Austern. Nach dem Sammeln werden die Austern gekocht, dann geöffnet und zum Schluss getrocknet. Die Frauen leben 4 Monate lang in diesen einfachsten Hütten in völliger Abgeschiedenheit fernab ihrer Familien und puhlen tagein tagaus die Muscheln. Wir probieren eine Auster. Schmeckt echt lecker und wir haben es überlebt
Die Leckereien gibt s dann wohl hier zu verköstigen
Der Lkw zum Verladen der Fische wartet schon. Es herrscht das absolute Chaos am Strand und auch im Wasser. Dies führt auch dazu, dass wir mit unserer Piroge ein Fischerboot längsseits aufs Bug nehmen, als dieses ein plötzliches Wendemanöver ausführt. Na zu Glück springen alle rechtzeitig auf die Seite als wir zum finalen Stoß ansetzen . Nix passiert!
Am nächsten Tag wartet im Camp Eden, das von dem sympathischen Paar Mamadou und Anna (die übrigens sehr leckeren Fisch zubereiten können) geleitet wird, Arbeit auf mich. Waschtag…
Kommentar Didi “Immer diese Momentaufnahmen….die verzerren vollkommen die Wirklichkeit!”
Nach zwei vollen Tagen Blogschreiben lassen wir dann wieder die Seele baumeln
Täglich zum Frühstück kommen zwei Bienenfresser angeflogen und lassen uns bei Kaffee und Brot zusehen wie sie ihr Frühstück fangen. Unglaublich mit welcher Zielsicherheit und Leichtigkeit sie die Insekten fangen. Praktisch jeder Versuch ist ein Treffer. Wenn das Objekt der Begierde mal etwas zu groß ist um es gleich herunterzuschlucken, wird der Schnabel, der das Insekt hält solange gegen den Ast geschlagen, bis es scheinbar bewusstlos ist und dann vertilgt werden kann.
Das müssen tolle Eindrücke gewesen sein. …getrocknete Austern…? ob ich das auch probiert hätte? ?