Auf dem Weg zum Camp Tendaba müssen wir erst einmal mehrere betonierte Furten durchqueren. Man scheint hier in der Regenzeit mit einigem an Wasser zu rechnen.
Um zum Camp zu gelangen, muss man das “Dorf” Tendaba durchfahren. Wir sind entsetzt in welch ärmlicher Situation hier viele der Einwohner (meist Fischer) hausen während das Camp, welches vor 40 Jahren von Schweden aufgebaut wurde, einen regelrecht luxuriösen Eindruck macht. Sogar einen Pool gibt es hier.
Die Einnahmen des Camps scheinen leider nicht im Dorf anzukommen und so beschließen wir, die nächsten Tage ausschließlich im Dorf einzukaufen und auch in einem “Restaurant” dort zu essen. Auf dem linken Foto könnte man das kleine Restaurant am Beginn des Stegs erkennen, wenn man weiß wo es ist…
Eigentlich besteht dieses nur aus einer Holzbank, welche dann zum Tisch umfunktioniert wird und Plastikstühlen. Von diesen stapelt man 2 übereinander da sie soweit zerbrochen sind, dass einer nicht halten würde…..
Alles ist zerfallen und gekocht wird auch nicht hier vor Ort sondern von der Frau des Wirts in deren Wohnhaus.
Aber es schmeckt, und wir kehren immer wieder mit gutem Gewissen (wir haben ja doch irgendwie das Dorf unterstützt) in unser Luxuscamp zurück, das an sich gar nicht luxuriös ist.
Ich halte dies für erwähnenswert, obwohl wir keine Bilder vom Dorf gemacht haben da es uns unangemessen schien die Verhältnisse abzulichten.
Die letzten Tage machte sich immer ein Rappeln bei VAnGO bemerkbar auf den vielen Wellblechpisten. Da ich nun endlich mal Zeit habe dem auf den Grund zu gehen sehe ich, dass die vordere Markisenhalterung den Vibrationen der hunderten von Kilometern Wellblechpiste nicht gewachsen war und an der Schweißnaht durchgerissen ist. Eine Kleinigkeit die aber bald gemacht werden muss, um nicht die anderen Aufhängungen zu schädigen.
Wir beschließen wieder mal eine Pirogenfahrt in die Mangrovenwälder gegenüber des Flusses zu machen. Wir müssen nur darauf warten bis sich weitere Interessenten finden, da das Boot für uns alleine einfach zu teuer ist. Eigentlich hatte ich die Hoffnung hier auf Hippos zu treffen aber leider erfahren wir, dass es diese nur bei Georgetown und weiter östlich gibt……naja was solls. Es wird sicher nicht unsere letzte Gelegenheit sein auf diese zu treffen.
Anfänglich denke ich noch dass wir uns dann ja die Bootsfahrt sparen könnten. Wir sind nun schon mehrmals Piroge gefahren….aber diese Fahrt ist etwas besonderes. Nicht die Tierwelt ist es diesmal die so außergewöhnlich ist, sondern die Natur. Ging es bisher immer auf relativ breiten Flüssen entlang, sind es hier die kleinen Nebenarme die wir “entdecken” dürfen. Fazit es ist es allemal wert!
Ich denke mir noch, was wäre es schön mit Kanu hier entlangzupaddeln. Und vielleicht sogar das Nachtlager irgendwo aufzuschlagen in dieser unberührten Natur. Sicher ein tolles Erlebnis.
Nichts ahnend, dass wir bald eine Kanutour machen werden.
Husch, husch… weg war der Leguan.
Dieser Setzling fällt von der Mangrove ab und bleibt im weichen Boden wie ein Speer stecken. Daraus bildet sich dann eine neue Pflanze. Aus dem oberen Teil, bauen sich die Einheimischen eine Pfeife zum was-auch-immer Rauchen. Pfeife halt
VAnGOs Nachtlager
Schlammspringer und Muscheln
Baobabfrüchte. Das Fruchtfleisch schmeckt säuerlich lecker und man kann auch “Limonade” daraus machen…
…und ich binde euch keinen Bären auf, auch wenn dieser Baobab wie Pinoccio aussieht.
Wir ziehen weiter…..