16.4.2020
Ja, wir sind immer noch hier. Seit Freitag dem 27.3.2020.
Seit ein paar Tagen telefonieren wir fast täglich mit einem Herrn der deutschen Botschaft. Uns ist es nicht wirklich verständlich, weshalb sich die Zollfrage so lange hinzieht. Eigentlich sollte es nicht so schwierig sein, in dieser Ausnahmesituation eine schnelle und einfache Lösung zu finden. Doch wir werden immer wieder vertröstet. Die Botschaft hat alle Hände voll zu tun Flüge und Reise-Ausnahmengenehmigungen (die Provinzgrenzen sind noch immer gesperrt) zu organisieren.
Dieses Auf und Ab zwischen Hoffnung und Enttäuschung nimmt uns alle emotional mit. Man kann halt nichts planen und wir sitzen fest. Keiner weiß, ob für einige Wochen, Monate oder ein halbes Jahr… Die Ausgangssperre von 15 – 6 Uhr macht es nicht besser. Es ist wie in einem Gefängnis (nach Jahren der Freiheit fühlt es sich für uns so an), wenn auch ein Schönes mit sehr angenehmer Gesellschaft. Dennoch kann dieser Zustand noch lange, noch sehr lange andauern. Die Zahl der neu Infizierten nimmt trotz der schnellen und entschlossenen Reaktion des Königs und dessen strickten Reglementierungen zu, statt ab. Deshalb möchten wir ausreisen.
Die Tage verbringen wir mit kochen, waschen, einkaufen gehen. Die angenehme Seite sind die gemeinsamen langen Frühstücke, Fotos der bisherigen Reise anschauen, lesen, die Gespräche mit Elisabeth, Oli und Dagmar, mit dem Hund spazieren gehen (noch geht es noch zwischen 6 und 15 Uhr), die Seele baumeln lassen so gut es geht. Zu Ostern backt Dagmar einen Kuchen.