6.3.2018
Wir befinden uns wieder einmal in einer touristisch interessanten Gegend und somit im “Wellblechland”. So kommt es wie es kommen muss: Die Schraube, die den Tank oben hält bricht nun schon zum zweiten mal ab. Wir merken es zum Glück wieder sofort und machen uns an die Reparaturarbeit. Das Timing ist diesmal nicht so gut. Eigentlich wollten wir zum Sonnenuntergang einen Übernachtungsplatz gefunden haben. Mal schauen, ob wir das noch schaffen.
Joel, der Nachtwächter der Organ Pipes, sieht uns und kommt die paar hundert Meter hergelaufen. Er bietet seine Hilfe an, doch wir kennen ja das Problem und kommen alleine klar. Er schaut interessiert, sagt ab und an etwas, hält uns aber nicht vom Arbeiten ab. Ein angenehmer Mensch. Als wir fast fertig sind, meint er im Gehen, dass er uns wegen unseres Unglücks den Eintritt zu den Organ Pipes erlässt. Soooo nett. Wir haben das Gefühl, dass er uns gerne etwas Gutes tun wollte. Er begleitet uns sogar zu den Steinsquadern und erklärt uns, dass die eckigen Gesteinsformationen immer wieder abbrechen und die neu zum Vorschein kommenden eine leicht grünliche Farbe haben.
Jetzt wird es aber langsam spät. Wir schauen noch schnell beim Burnt Mountain vorbei, einem Berg, der so schwarz ist, dass er tatsächlich verbrannt aussieht und schaffen es dann gerade noch so den Sonnenuntergang vor einem tiefrot leuchtenden Gebirgszug zu betrachten.