Suakin

9.2.2020

An unserem letzten bush-camp tauscht Didi das kaputte Kreuzgelenk der Kardanwelle aus. Wir hoffen, dass dies die Ursache für das mahlende Geräusch ist.

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Welch ein furchtbar trostloser Ort. Es gibt unheimliche viele Bettler, Dreck, kein sauberes Wasser, keinen nennenswerten “Supermarkt” und wir sehen wie vier Männer in Handschellen abgeführt werden. Hier wollen wir am Liebsten so schnell wie möglich wieder weg. Im Baaboud Office müssen wir uns einen Tag vor Abfahrt der Fähre melden hieß es in Khartoum. Es gibt unglaublich viele kleine Läden, in denen man die Fähre buchen kann, doch die Schilder sind alle in Arabisch. Erst beim zehnten Mal hinsehen, erkennen wir in dem verblichensten aller Schilder das Emblem unserer Fährgesellschaft. Doch leider spricht man hier kein Englisch. Wir treffen auf Mahmood. Ein gebildeter Sudanese, der mehrere Sprachen und zum Glück auch Englisch spricht. Er erzählt uns, dass die Fähre seit zwei Tagen nicht ablegen konnte. Grund sei das schlechte Wetter. Heute soll sie starten und wir könnten sicher auch einen Tag früher mitfahren. Ja, gerne. Wir bereiten VAnGO auf die Überfahrt vor. Sichern unser Zuhause vor Dieben und sind eine Viertel Stunde nach dem angegebenen Zeitpunkt fertig. Doch die Fähre ist auch für heute wieder gecancelt worden. Schöner Mist. Wir suchen uns außerhalb der Stadt einen Übernachtungsplatz. In Suakin ist uns die Atmosphäre nicht freundlich genug und außerdem ist es tatsächlich zu windig. Hinter einem Steinhügel finden wir einen windgeschützten Platz. Hier kann ich auch ungestört kochen und wir verbringen die letzten Stunden im Sudan auf angenehme Weise. So denken wir.

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Am nächsten Tag heißt es gleich früh morgens, dass die Fähre heute ebenfalls nicht ablegen wird. Das gefällt uns und auch Mahmood, den wir über die Neuigkeiten, die wir vom Büro in Khartoum bekommen, auf dem Laufenden halten, gar nicht. Er hat die Nase voll und entscheidet sich, von Port Sudan nach Khartoum und von dort aus nach Dscheddah zu fliegen. Recht hat er.

Wir fahren wieder zu unserem Schlafplatz und hoffen auf den nächsten Tag. Die Entscheidung wird sogar bereits vorher getroffen. Ja, die Fähre wird morgen ablegen. Wir sollen um 8 Uhr früh am Gate sein, da die Fähre früher als üblich ablegen soll.

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