Ups–wir sind in Mosambik

7.8.2019

Malawi ist zum wild campen nicht das einfachste Land… soooo viele Menschen… immer und überall. Und wenn es mal keine gibt, dann gibt es auch keinen Weg, der in den Busch führt.

Kurz vor dem Abzweig zum Golomiti Pass werden wir fündig. Mehrere Wege führen links der Straße in die Felder. Da es schon dunkel wird, legen wir auch keinen großen Wert auf einen großen Baum oder Felsen, hinter dem wir uns verstecken könnten. Friedlich schlafen wir ein und werden morgens in “local language” geweckt: “problem, problem”. Mit Händen und Füßen und ein paar Brocken Englisch verständigen wir uns. Auf das “problem, problem” antworten wir, dass wir kein Problem haben und lediglich hier geschlafen haben. Darauf hin die “Frage”(?): “Mosambik”. Wir: “Nein, wir möchten nicht nach Mosambik. Wir fahren nach Lilongwe (Malawi).” Unser Gesprächspartner deutet auf den Boden und sagt: “Mosambik.”  Ups. Das klingt eindeutig. Ein Blick auf die Karte eröffnet dann auch, dass dieser Mensch recht hat (auf dem Navi war keine Grenze zu sehen). Die Teerstraße bildet die Grenze. Doch wo genau diese verläuft? Mittelstreifen? Winking smile

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Die Passstraße ist sehr nett und die Holzarbeiten sind wahre Kunstwerke. Türen der Autos lassen sich öffnen. Das Pedal dreht sich, man kann lenken und der Kettenantrieb funktioniert auch einwandfrei.

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In Lilongwe herrscht für diese Tageszeit ungewöhnlich viel Verkehr. Es geht langsam voran und da wir sowieso tanken müssen, fahren wir die nächste Tankstelle an. Plötzlich wird der Tankwart ganz hektisch. “There is something wrong.” Leute laufen weg. Autos nehmen die Abkürzung über die Tankstelle. Alle scheinen plötzlich vor irgendetwas zu flüchten. Vor einer Minute war es noch ganz ruhig. Jetzt ist die Stimmung panisch. Der Tankwart bricht den Tankvorgang ab. Wir sollen sofort verschwinden. Es handelt sich wohl um eine Demonstration. Die Malawier sind mit dem Ausgang der Wahlen vor einigen Wochen nicht zufrieden und die Sache ist immer noch nicht geklärt. Wir zahlen schnell und fahren dahin, wohin alle Autos flüchten. Gehupe und Hektik und Angst…. von jetzt auf nachher. Keiner weiß, ob die Demonstration nicht auch diese Straße entlang kommen. Sie tuen es nicht. Von den Seitenstraßen strömen immer mehr Autos in die Hektik hinein. Als es wieder ruhiger wird, fahren wir wieder auf unsere ursprüngliche Route zurück und entdecken eingeworfene Scheiben. Steine auf der Straße und abgebrannte Autoreifen. Da haben wir nochmal Glück gehabt. Puh.

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