Beim Voodoo Priester am Freitag den 13ten

In Abomey gönnen wir uns den Luxus mit einem Tour Guide einen Tag zu verbringen.

Morgens um pünktlich 9 Uhr afrikanischer Zeit, also um 9.40 Uhr Party-Smiley holt er uns wie verabredet mit seinem Moped ab. Auf seinen Bruder müssen wir dann –untypische- nur weitere 5 min.  warten. Mit 2 Mopeds geht es Richtung Voodoo Dorf, wo wir uns bei einem Priester umschauen dürfen.

Vor dessen Grundstück stehen zwei Voodoo Fetische, die jeden Morgen gespeist werden wollen. Der Priester gießt ein Mais/Wasser Gemisch in den Behälter, der im Fetisch integriert ist. Sofort kommen ein paar Hunde, die davon trinken. Das ist gut, erklärt uns Mark unser Tour Guide, denn somit möchte der Geist, der im Fetisch ist essen und ist zufrieden. Damit dieser Geist essen kann, schlüpft er schnell in die Hunde. Die vorbeilaufende Ziege möchte nichts von der Nahrung, somit wohnt auch kein Geist in ihr.

Soweit so gut. Die Geister sind uns also wohlgesonnen und der Priester kann somit gute Arbeit verrichten.

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Im Raum, in dem er den einzelnen Göttern huldigt, darf ich nicht fotografieren. In diesem Zimmerchen steht eine Holzbank, auf die wir uns setzen. Gegenüber stehen Fetische. Der Priester hockt davor und speist die Fetische, indem er Wasser in seinen Mund nimmt und dieses auf die Holzfiguren spuckt. Er isst ein bisschen Salz und benetzt sich die Augen mit einer Flüssigkeit, die in einem der Fetische aufbewahrt wird. Dieses Wasser befähigt ihn nun zu “sehen”. Vor ihm steht eine Schale mit einer ziemlich ekligen Flüssigkeit drin. Gelblich orange und mit einem scheinbar monatealten Ziegenschädel bedeckt schwabbert die glibberige Masse in einer Kalabasse. Er isst ein bisschen davon und jetzt wäre er bereit eine Zeremonie durchzuführen.

Ich frage ihn, ob er wohl Didis Asthma heilen könnte. Oh ja, darin sei er Spezialist. Dazu müssten wir auf den Fetischmarkt gehen und 17 verschiedene Dinge kaufen. Wir brauchen auch ein Huhn, das dann geopfert wird und zusätzlich zu den Dingen, die wir sowieso kaufen müssten noch 40.000 CFA (ca. 65 Euro) für den Priester. Eine lebenslange Heilung sei garantiert. Die Zeremonie würde bis heute Abend dauern und anschließend darf man das Huhn auch essen.

Didi überlegt, ist sehr hin- und hergerissen und lehnt dann doch ab. Nach dem Besuch auf dem Fetischmarkt und dem Gedanken, dass er ein von toten vor sich hin verwesenden Tieren zusammengestelltes Pulver essen müsste, ist er dann auch ganz froh über seine Entscheidung. Ich lache noch und sage, dass er selbstverständlich für den Rest seines Lebens geheilt gewesen wäre, denn nach dem Konsum von toten bzw. verwesten, vertrockneten Tieren hätte er bestimmt nicht mehr lange gelebt.

Zurück zum Priester. Im Außenbereich gibt es nochmals einige Fetische, die auch gefüttert werden möchten. Hier darf ich fotografieren.

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Und wie immer geht so eine “Besichtigung” auch hier in Afrika am Ende durch den Souvenirshop. Zwinkerndes Smiley

Pulver zur Potenzsteigerung, Ringe für eine unfallfreie Fahrt… alles kann man kaufen.

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Weiter geht es, jetzt zu dritt auf nur einem Moped, da das andere liegen geblieben ist Nur ein Scherz, zum Fetischmarkt.

Kommentar Didi:

“Die rechte Sozius Fußraste hat bei Abfahrt schon gefehlt und die linke ist mir unterwegs unter dem Fuß weggebrochen. Nachdem ich dann an einem Hühnerhügel absteigen und laufen muss, da es an Leistung mangelt ist dieses Häufchen Elend endlich ganz ausgefallen! “

 

Der Priester ist der Doktor und der Markt die Apotheke, erklärt Mark.

Ui, wie das hier stinkt…..wir bekommen den Geruch den ganzen Tag nicht mehr aus der Nase Katze

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Wir schlendern umher und fassen es nicht was man hier alles zu kaufen bekommt. Leider ist es meist untersagt zu fotografieren oder es werden Unsummen für das Bild verlangt. Also bezahlen wir an einem Stand und dürfen deshalb auch nur an diesem einen fotografieren. Wir sehen noch viel ungewöhnlichere Dinge, die man hier anbietet. Bis hin zu einen Elefantenfuß Vor Wut kochen

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