Grenze Uganda-Kenia

5.12.2019

Wetterbedingt können wir die kleine Grenze Suam nicht nehmen. Hier hätten wir angeblich problemlos das Temporary Import  Paper für unser Auto bekommen. Doch die gebirgige Piste hat sich in eine verschlammte Matschpiste verwandelt. Durch den starken Regen besteht außerdem die Gefahr, dass es Erdrutsche am Mount Elgon gibt (was in der Vergangenheit schon häufiger vorgekommen ist und Leben gekostet hat). Die Piste wird von offizieller Seite kurz bevor wir sie hätten nehmen wollen für den Verkehr gesperrt.

Somit müssen wir uns nun zwischen den Grenzen Malala und Busia entscheiden. Der Zollbeamte in Malala war uns nicht sympathisch und wir vermuten, dass er uns Probleme machen wird, wenn wir ohne Carnet einreisen wollen. Busia ist kleiner, hat weniger Lkw Verkehr. Nachdem wir die lästigen “Fixer” (Leute, die gegen Geld die Grenzangelegenheiten (Pass und Carnet stempeln) für die Touristen erledigen) losgeworden sind (sie kleben an einem wie die Kletten und lassen nicht locker), erledigen wir zunächst Uganda Seite. Keine Probleme hier. In fünf Minuten ist alles erledigt.

Auf Kenia Seite ist das Einstempeln in die Pässe (wir haben ja noch ein gültiges Visum) auch gleich erledigt. Am längsten dauert immer die Sache mit der Fingerabdruck-Maschine, die eine Weile benötigt, um die Finger zu scannen. Beim Zoll wird es wieder “interessant”. Auch hier wieder die selbe Auskunft: Kenia ist seit Beginn 2019 ein carnetpflichtiges Land (wie auch Ägypten und Iran). Ohne will man uns nicht einreisen lassen. Der Zollbeamte ist aber ein netter und fragt nachdem er uns über die Gesetzeslage informiert hat, nach dem Ziel unserer Reise. Ich schöpfe sofort Hoffnung, denn wenn ein Afrikaner das Thema wechselt, sprich vom Problem ablenkt, ist meist eine Lösung in Sicht. So auch hier. Nachdem er erkannt hat, dass wir das Auto sicherlich nicht in Kenia verkaufen werden und es auch keine andere Route nach Äthiopien gibt (Südsudan ist zu gefährlich, das sieht er sofort auch so), ist er willig uns ein TIP auszustellen. Auch hier verläuft die Vorgehensweise wieder typisch afrikanisch. Nicht er selbst wird es ausstellen. Er beauftragt seine Untergebene damit, die nicht sonderlich erfreut darüber ist, etwas “gesetzeswidriges” zu tun. Er verlässt den Raum, da er zu einem “meeting” muss. Alles klar. Winking smile Die Dame wird kurz darauf aber richtig locker und hat Freude an unseren Reisegeschichten, während sie die Daten in den Computer einträgt.

Für jeden, der das Carnet eine Zeit lang aussetzen möchte, damit er am Ende der Reise nicht noch mal ein Neues kaufen muss (nur aus diesem Grund haben wir es gemacht, weil uns “hinten raus” lediglich zwei Monate gefehlt hätten):

In und um Kenia herum ist das GAR KEINE gute Idee! Zumindest nicht im Jahr 2019. Vielleicht wird das Gesetz wieder geändert?

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