Über Kisumu nach Nakuru (Lake Elementaita)

6.12.2019

Ein letztes Mal auf dieser Reise campen wir am Lake Victoria außerhalb von Kisumu im Dunga Hill Camp. Vom kleinen Hügel mit Bar und Restaurant hat man einen schönen Blick auf den See und Kisumu. Die Stadt selbst wirkt moderner und entwickelter, als die übrigen Städtchen Ostafrikas, wenn man die Hauptstädte außen vor lässt. Letztere haben oft hypermoderne Einkaufszentren und auch extrem schicke Villenviertel.

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Der Weg führt durch grüne Teeplantagen, die mit modernem Gerät beeindrucken. Winking smile

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Ungefähr 25 km südlich von Nakuru verbringen wir einige Tage auf dem Flamingo Campingplatz (Elementaita See), der uns auf dem Weg von Nairobi nach Uganda schon so gut gefallen hat. Ich mache großen Hausputz…äh Autoputz Winking smile und schreibe eine ellenlange Einkaufsliste für den Supermarkt, sowie eine Liste, was wir sonst noch erledigen müssen, bevor wir die “Zivilisation” verlassen. Angeblich ist Nairobi die letzte gute Versorgungsstation, bevor man sich nach Norden begibt. Didi legt mal die Füße hoch. Er hat ja vor ein paar Tagen gerade wieder stundenlang unter dem Auto gelegen, um den Fehler der Starterbatterie zu finden und zu beheben, da darf er das Winking smile. Am Montag wird er schon wieder ran müssen, denn er will die Blattfedern überholen lassen. Da wird er selbstverständlich mit Hand anlegen, denn er traut ja keinem anderen Mechaniker. Winking smile

Eigentlich wollten wir Hausputz, etc. bei Chris in der Jungle Junction in Nairobi erledigen, doch es gibt Unwetterwarnungen der kenianischen Regierung. El Nino schlägt mit voller Wucht zu. Seit Oktober (ihr erinnert euch? Mombasa war damals schon überschwemmt) regnet es fast ununterbrochen und auch richtig heftig. Reisende, mit denen wir in Kontakt sind und die gerade bei Chris sind sagen, dass sich der Campingplatz in einen See verwandelt hat und große Teile Nairobis überschwemmt sind…. oje…. Dennoch müssen wir am Dienstag nach Nairobi. Eben einkaufen gehen. US Dollar zum Geld tauschen für Äthiopien, Sudan und Iran besorgen und noch einmal zur Polizei gehen, da die Jungs aus Mombasa gar nicht mehr in unserer Reifengeschichte tätig geworden sind.

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Am Samstag Abend fällt auf dem Campingplatz eine 15 köpfige Gruppe Einheimischer ein, die -wie in Afrika üblich- um 22.00 Uhr die mitgebrachte 70 cm hohe Lautsprecherbox an den mitgebrachten Computer anschließt und die Musik bis 5.00 Uhr morgens in einer Lautstärke aufdreht, dass man es wohl bis Nakuru hören kann. Ein nicht zur Gruppe zugehöriges einheimisches Pärchen verlässt um 4.00 Uhr früh den Campingplatz, weil sie –so wie wir- keinen Schlaf finden können. Selbst Oropax können diesmal den Lärm nicht ausschalten!! Die Bitten des kenianischen Pärchens auf das Leiserdrehen wurden wohl ignoriert. Die Gruppe ist heftigst betrunken. Wir hören, wie sie den beiden noch lachend “bye, bye” hinterher rufen. Nichts gegen Feiern, aber die Partywütigen befinden sich auf einem öffentlichen Campingplatz. Da wäre Rücksicht wohl angebracht. Oder zumindest eine Vorwarnung “es könnte etwas lauter werden, aber ihr könnt gerne rüber kommen zum Mitfeiern.”

Nicht in Afrika, wie uns das Personal am nächsten Tag mitteilt. In Kenia gibt es auf Campingplätzen keine “Ruhezeiten”. Jeremy fühlt sich nicht verantwortlich für die Störung. Nach dem üblichen “sorry” meint er nur, dass uns dieser Platz dann wohl ewig in Erinnerung bleiben wird. So wird es auch geduldet, dass die Gruppe ab 9.00 Uhr erneut die Musik aufdreht. Der Afro-Tech geht uns mächtig auf die Nerven und nach vier weiteren Stunden und eben einer schlaflosen Nacht habe ich dann doch genug. Ich gehe rüber. Erkläre ruhig, dass die Musik zu laut ist. Als sie meine dunklen Augenränder erblicken, wird gefragt, ob ich mich nicht wohl fühle und dann kommt das übliche “Sorry”. Erst nach ausführlichen Erklärungen meinerseits wird die Musik auf ein erträgliches Maß zurück geschraubt. Um 16.00 Uhr gehen sie dann endlich nach Hause. Afrika ist nachts laut, besonders am Wochenende. Unter der Woche schlafen sie sich dann bei der Arbeit aus Winking smile, um am Wochenende wieder fit zu sein.

Durch El Nino kommen Didis “Lieblingsfeinde” (siehe Angola) gehäuft vor. Am Freitag Abend waren es tausende von Nairobi Fliegen (Acid Bugs), die sich zum Glück nur im Toilettenblock aufhielten. Am nächsten Tag waren fast alle wieder verschwunden.

Wir wissen nicht, welches Ereignis –die Party oder die Fliegen- schlimmer war.

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