In der Hauptstadt Harare

12.4.2018

Eigentlich sind Städte ja nicht so unser Ding.

Harare ist anders, als die bisherigen afrikanischen Städte. Die Grundstücke sind groß und mit üppigen Gärten versehen. Das Klima ist angenehm und in den Wohnvierteln von Luftverschmutzung nichts zu spüren. Sauber, geordnet, angenehm. Die Fußgängerzone verblüfft. Hier lässt es sich leben.

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Harare s Haupt- und Nebenstraßen:

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Wir besuchen Coral (die wir beim letzten Mal schon kennen gelernt haben – Nyamoro Farm) und deren Freund Cullen und verbringen ein paar super schöne Tage zusammen. Wir erfahren viel über die bewegte Vergangenheit Simbabwes und die vielen Einzelschicksale. Lighty, der Hund links im Bild, der seinen Namen bekommen hat, weil Coral ihn neben einer Ampel (traffic light) gefunden hat, wächst uns ebenfalls sehr ans Herz. Fast hätten wir ihn mitgenommen. Zwinkerndes Smiley

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Jeder Tag in Simbabwe ist ein Abenteuer. Nichts läuft so richtig glatt. Man muss immer irgendwie improvisieren. Oft ergeben sich daraus aber schöne zwischenmenschliche Begegnungen. Trotz –oder gerade wegen- dieser Hürden lieben die beiden ihr Land und würden nirgends woanders leben wollen. “Zu viele Regeln in anderen Ländern”, meinte Cullen und erzählt von seiner Erfahrung in Australien. Er hat dort für vier Jahre studiert und gearbeitet und fuhr an einem Wochenende mit seinen Freunden an den Strand. Sie wollten sich gegenseitig im Sand vergraben, wie man das eben so macht und begannen ein Loch zu graben. Wohlgemerkt an einem öffentlichen Strand. Der “lifeguard” bemerkte dies und meinte, dass sie das Loch sofort wieder zubuddeln müssten. Es sei verboten, Löcher am Strand zu graben. Verboten?? Selbst nachdem alle Beteiligten versicherten, das Loch nach der Aktion wieder zu zuschaufeln, verweigerte der “Bademeister” seine Zustimmung. “Ach ja, habt ihr euch eigentlich mit Sonnencreme eingeschmiert?”, fragte er noch und das war dann das “Aus” für Australien und das “Ja” für Afrika. Cullen sagte: “Zu viele Regeln in Australien. Ich möchte leben, nicht einfach nur existieren.”

Coral hat ihre Bilder in einer Galerie erfolgreich ausstellen können, was mich sehr für sie freut. Das Mädel wird noch berühmt. Zwinkerndes Smiley

Wir werden von den beiden sehr verwöhnt. Jeden Abend kochen wir gemeinsam und quasseln bis spät in die Nacht. Schade, dass sie so weit weg wohnen. Es könnte sich sicherlich eine tolle Freundschaft mit den beiden entwickeln.

Freitag abends findet bei einem Nachbarn eine Art “Biergarten” statt. An Ständen kann man leckeres Essen kaufen. Getränke werden selbst mitgebracht. Der Eigentümer des Hauses mit dem hier üblichen großen Garten hat finanzielle Probleme und “vermietet” seinen Garten für eben diesen Anlass, um sich ein bisschen dazuzuverdienen. Das ist hier erlaubt, wird von den Nachbarn toleriert und alles ist gut. Die Stimmung ist friedlich und angenehm. Eine tolle Idee, die von den Städtern gut angenommen wird. 

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Weil durch die Vertreibung der Farmer (fast alle Farmer waren Weiße, die um die Jahrtausendwende zur “unerwünschten Person” erklärt wurden) aus dem “Brotkorb Afrikas” ein Land wurde, das kaum mehr etwas produziert und deshalb alles importiert werden muss, sind die Preise extrem hoch. Hier Beispiele aus dem Supermarkt:

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Da müssen wir wohl auf so einiges verzichten…

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