Kratersee bei Kumasi

Über den Kraterrand hinüber, fährt man steil bergab auf den See zu, der von dichtem, unglaublich grünem Wald umrundet ist. Irgendwie sieht es hier aus wie früher die Berge der Spielzeugeisenbahnen bewaldet waren, mit viel Moos und unwirklich grün. Die Fischerdörfer sind leider in gewohnter Weise eher ärmlich. Sie profitieren wohl nicht wirklich viel von den Touristen und Expats, die hier gerne ihr Wochenende verbringen. Die Cocoa Lodge liegt direkt am See und wurde von der Besitzerin liebevoll bemalt.

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Abends essen wir gemeinsam mit anderen Gästen leckeres Steak Zwinkerndes Smiley Die einen mögens eher medium, die vielen anderen eher blutig… Verwirrtes Smiley

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Da sind uns diese Besucher schon vieeeel lieber:

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Das Gewässer ist den hier lebenden Ashanti heilig. Nach dem Tod sollen die Seelen der Verstorbenen hier Abschied vom Gott Twi nehmen. Da dieser kein Metall mag, darf der See nur von Holzbooten befahren werden. Das ist dem Besitzer des motorisierten und modernen Wassertaxis wohl nicht bekannt… (leider kein Foto vom Boot). Wer weiß, wie lange dieser Mann noch leben wird….?

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Auch Didi lebt gefährlich. So manch einer wurde von einer Kokosnuss schon krankenhausreif geschlagen…

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Beim Weiterfahren entdecken wir Kakaopflanzen:

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Die Wasserfälle von Kintampo

Die Wasserfälle, auch Fuller Falls genannt, erstrecken sich über drei Stufen. Der unterste und größte Wasserfall ist als Zwischenstopp bei Busreisenden sehr beliebt. Für 10 Minuten stürzen sich die Einheimischen ins kühle Nass und veranstalten dabei einen höllischen Lärm. So, als ob sie noch nie unter einem Wasserfall gestanden haben (haben sie ja vielleicht auch tatsächlich nicht), juchzen und grölen sie, machen Selfies und posen für die Kamera des Freundes. Auch wir werden oft gefragt, ob sie ein Foto von uns machen dürfen. Auf unserem Stein sitzend kommen wir uns fast schon wie eine Touristenattraktion vor. Zwinkerndes Smiley

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Badehaube – african style:

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Viele Einheimische holen sich hier Wasser und schleppen es die 150 Stufen hinauf. Wir wissen nicht, ob es sich um besonders reines, heiliges, oder was auch immer Wasser handelt.

Kommentar Didi:

Sicher ist aber, es ist dasselbe Wasser wie oberhalb des Wasserfalls….und somit könnte man sich die Stufen eigentlich sparen Party-Smiley

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Larabanga–ein Erlebnis, das wir schnell vergessen wollen

Wir fahren frühmorgens los, um einen kurzen Besuch der angeblich ältesten Lehmmosche in Ghana zu machen. Nachdem wir gerade in den letzten Wochen immer wieder negative Erfahrungen gemacht haben bei Besuchen von Touristen”attraktionen” ist auch dieser Besuch bei uns mit gemischten Gefühlen verbunden.
Was wird nun wieder passieren?
Es kommt schlimmer als erwartet!
Schon als wir durch die Stadt Larabanga fahren schreien uns jede Menge unsympathischer Typen irgendetwas hinterher und pfeifen usw.
Wir verstehen nicht was sie sagen. Aber wir wissen was sie wollen…….Geld! Trauriges Smiley
Immer nach dem Motto:
Wir sind Schwarz und arm ihr seid Weiß und reich, also gebt und gefälligst etwas. Rassismus einmal andersherum. Leider sehr verbreitet in Westafrika!
Wir kommen also an der Moschee an, indem wir durch eine enge Gasse fahren müssen (=öffentliche Straße). Wir stehen noch nicht einmal, werden aber schon von vier bis sechs Jugendlichen „herzlichst“ empfangen. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, stehen sie sehr dicht um uns herum.
Ohne Hallo zu sagen heißt es sofort, dass wir bezahlen müssen weil wir einen Blick auf die Moschee werfen. Ein Foto machen ist verboten ohne zu bezahlen. Wir benötigen einen Guide sobald wir aus dem Auto sind usw. usw.. Es geht NUR um Geld! Und das in einer bisher unüblichen und extrem aggressiven Form.
Dani wird sofort sauer. Sie erklärt richtigerweise, dass wir uns  wie gehetzt und wie ein gejagtes Tier fühlen, man uns nicht mal aussteigen lässt, ohne uns zu belästigen, und dass es wohl ein Witz ist, dass man Geld bezahlen muss, um einen Blick von außen auf ein heiliges Haus zu werfen.
Als einer der Typen dann erklärt es ist ein Gesetz des Dorfes/Stadt, dass wir bezahlen müssen sage ich ihm er soll mir das mal zeigen. Er sagt, der Chef der Moschee (also der Imam) hätte das Gesetz erlassen und er wird ihn nun holen, da er auch ihr Chef ist.
Soll er machen!

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Während ich den anwesenden Heuchlern erkläre, das wir nicht dafür bezahlen eine Moschee von außen anzusehen und wir nach ihrem freundlichen Auftreten auch die Lust am Besuch dieses Ortes komplett verloren haben, macht Dani noch drei Fotos, damit man wenigstens weiß, um welches Gebäude es hier überhaupt geht.
Versuche zu erklären, dass sie mit einem solchen Verhalten dem ganzen Dorf schaden und sicher bald gar kein Tourist mehr kommt, scheitern schon im Ansatz.
Zu einfach sind diese Typen gestricktTrauriges Smiley

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Nun fangen die Typen an Baumstämme (liegen die etwa extra dafür bereit?) über die enge Gasse zu ziehen, um uns den Weg zur Straße zu versperren! Ich steige ins Auto und denke zuerst, dass es vielleicht noch einen anderen Weg aus dem Vorplatz der Moschee gibt. Leider scheint das aber nicht so. Ich sehe auch, dass Dani versucht die Stämme wieder zurückzuziehen…..und rufe sie, dass sie einsteigen soll.
Ich muss Vango erst wenden, um schnell weg zu kommen, will nicht noch mehr Zeit verlieren bis die Barriere noch grösser wird! Dani kommt nicht…..
Die Situation macht mir Angst. Wir sind die einzigen Weißen hier und die Menschenmenge wird immer größer. Hilfe von einem der Umstehenden hat man als Weißer nicht zu erwarten, soviel  ist klar…. das weiß jeder Afrikareisende. Nachdenkliches Smiley Das ist nicht schön, aber die bittere Wahrheit.
Bis ich gewendet habe hat sich die Barriere schon ziemlich aufgetürmt. Ca. 5 bis 7 krumme Baumstämme mit ca. 15 bis 20cm Durchmesser liegen nun im Weg. Der ganze Stapel ist einen guten Meter hoch und schaut irgendwie scheiße aus!
Ich denke mir „Mist….Gas und durch,“ habe aber Zweifel, ob das gut geht.
Egal. Also Gaaaas!!! AlienTeufelVor Wut kochen
Vango meistert den Stapel mit Bravour. Es klappert und scheppert gewaltig, aber ich bin drüber und halte dann an. Da sehe ich auch schon Dani im Rückspiegel zum Auto rennen. Gut, sie kommt und wir können endlich weg aus dieser blöden Situation.
Als Dani im Auto sitzt merke ich das etwas nicht stimmt. Sie ist mehr aufgebracht als ich es erwarte…..dann erzählt sie mir was passiert ist!
Als sie einen der Stämme wegziehen wollte hat sie einer der Männer am Hals gepackt und die Kehle zugedrückt. So stark, dass sie keine Luft mehr bekommen hat und hat sie dann nach hinten drückend aus dem Weg gestoßen.

Auch hat sie einige Schürfwunden davongetragen!

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Jetzt geht mir natürlich völlig die Hutschnur hoch! Vor Wut kochenNinja
Ich greife hinter meinen Sitz wo ich einen Holzprügel verstaut habe. Dank meiner immer noch lädiert Schulter komme ich nicht schnell genug hin…..egal Fledermaus
Ich springe aus dem Auto, renne in die Menschenmenge in der Gasse und schreie den Mob an:
Who touched my wife, who was the ashole.  I want see him!“
Ich schreie wieder und immer wieder. Dummerweise fällt mir das Wort Feigling im Englischen gerade nicht ein. Nur zu gerne würde ich es sagen.

Alle glotzen sie mich nur blöd an und tun so, als ob sie gar nicht wissen, um was es geht.
Allen voraus der Chef der Moschee (ich nehme an es ist der Imam ), er grinst mich frech und abwertend  an….am liebsten würde ich ihm einen Nackenschlag verpassen. Es ist der Typ hier im unschuldigen weiß gekleidet.

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Aber dann lüncht man mich hier an Ort und Stelle, das ist mir klar.
Das Beste ist noch als einer aus der zuschauenden Menschenmenge hier meint: „Keep cool“…..”Take it easy.”
Da hat einer der Typen meiner Freundin die Gurgel zugedrückt und ist dann feige verschwunden währen 50 Mann zugeschaut haben. Und ich soll ruhig bleiben?
Was ist das für ein erbärmliche feiger, niederträchtiger Haufen hier in diesem Dorf?
Ich hole meinen Fotoapparat und mache ein Bild von der Gasse.  Natürlich laufen nun schnell alle weg…..nur nicht am Foto drauf sein.   Und rufe noch dazu das ich das “reporten” werde! Die Baumstämme haben sie übrigens ganz schnell, bevor ich das Foto gemacht habe, schon wieder beiseite geräumt….

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Nun auf einmal kommt der eine oder andere auf mich zu und entschuldigt sich und bittet darum, dass ich nicht weitererzählen soll was passiert ist. Es tut ihnen ja fürchterlich leid und selbstverständlich können wir die Moschee besichtigen und man würde uns alles zeigen!
Was denken die denn? Das wir da nun noch Lust haben?
Ich steige ein und nachdem bei Dani alles ok ist fahren wir los……das Ganze muss erst nun mal verarbeitet werden.Alien
Uns ist klar, dass wir nicht alle über einen Kamm scheren dürfen, und dass wir nun besonders den netten Begegnungen wert schenken sollten, um weiter unbeschwert und ohne Angst reisen zu können. Es wird schwer fallen die erste Zeit. Vor allem in Ghana, das somit einen bitteren Nachgeschmack bei uns hinterlassen wird.

Später erfahren wir, dass dieses Dorf berüchtigt ist für sein aggressives Auftreten Touristen gegenüber. Dass nicht mal Einheimische ohne Begleitung dort hin wollen.  Leider kommt diese Info zu spät.

Und natürlich werden wir darüber berichten. In sämtlichen Overlanderforen, in denen wir unterwegs sind, denn dafür sind diese da. Nicht nur die guten Seiten sollen berichtet werden, nein auch Dinge, die man besser schnell vergisst. Finden wir jedenfalls.

Ich möchte aber eines noch sicherstellen. Wir glauben nicht, dass dieses Problem mit dem muslimischen Glauben zu tun hat. Es hätte genau so auch vor einem von Touristen gerne besuchten Ziehbrunnen oder sonst wo passieren können!

Es ist einzig ein Problem einzelner Personen/Gruppen vor Ort! Leider auch immer genau da wo Pauschaltouristen verkehren und mit einem nicht landesgerechten Verhalten sehr viel Mitschuld tragen.

Verkehr in Afrika und mehr

Die Afrikaner haben es geschafft, die negative Beeinflussung eines fließenden Verkehrs bis ins kleinste Detail zu verbessern.
Gerade in der Nähe (ca. 50km Umkreis) von Großstädten, wie zb. Ouagadougou geht es folgendermaßen zu:
-Polizeikontrolle alle 5 Kilometer, bei denen wir immer unsere Pässe vorzeigen müssen und man natürlich auch immer einen Blick ins Innere unseres Vans werfen will…..um dann mit erstauntem Gesichtsausdruck festzustellen, dass das wie eine Wohnung ist. Ahnungsloses Smiley
-Nur ca. 500m! nach der Polizeikontrolle steht der Zoll und hält uns ebenfalls immer an. Hier möchte man gerne die Fahrzeugpapiere sehen und natürlich auch hinten ins Fahrzeug schauen …..mit dem Ergebnis des gleichen Gesichtsausdruckes und ähnlicher Feststellung seitens der Beamten. Party-Smiley
-Unregelmäßig dazwischen steht dann das Militär, welches sowohl Pass als auch Fahrzeugpapiere sehen will. Ach ja und ganz wichtig, natürlich auch ins Innere des Fahrzeuges gucken will……ihr erratet mit welchem Ergebnis!  Verschwiegenes Smiley

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Die Militärs sind mir die liebsten, denn die sind bis unter die Zähne bewaffnet und ich warte jedes mal darauf, dass die quer vorm Bauch hängende Kalaschnikow beim Einsteigen in unser Zuhause gegen die Tür oder Möbel knallt oder gar ein unschönes Loch in unserem Aufstelldach hinterlässt, durch das es dann in Zukunft hereinregnet. Vor Wut kochen

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-Nun bestünde ja zwischen all diesen Kontrollen doch ab und an mal die Möglichkeit, sein Fahrzeug bis in den letzten Gang hoch zu beschleunigen. Aber das Problem hat man clever gelöst, indem man die Speedbumps erfunden hat. Diese kommen NIE an den Stellen vor, an denen kontrolliert wird! Aber dafür in unregelmäßigen Abständen dazwischen. Wobei es Gegenden gibt, in denen sie über mehrere Kilometer in einem Abstand von 150m sind! Diejenigen, die den extra Beitrag über diese Speedbumps nicht gelesen haben zur Information: Ein Überfahren dieser mit mehr als Schrittgeschwindigkeit kann durchaus zum Verlust der Achse führen, da sie meist ziemlich hoch und vor allem gerne auch eckig gebaut sind.

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– Nun… hat man sich also mühevoll in den  letzten Stunden der Stadtgrenze genähert, fängt das Verkehrschaos an.
Die Ampelregelung ist so, dass irgendwie immer rot ist. Wohl auch deshalb kümmert sich eh kein Mensch darum und fährt einfach in die Kreuzung. Steht man da mal, wird man auch irgendwann mal drüber fahren können…irgendwie…..Ninja

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Aus einer zweispurigen Einfallstrasse werden gerne 4 bis 5 Spuren gemacht, zwischen denen auch noch die unzähligen chinesischen Roller Platz finden. Den meisten dieser Fahrer scheint jeglicher Respekt vor dem eigenen Leben verlorengegangen zu sein.

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-Am besten sind die Kreisverkehre. Auch nach vielen Monaten hier ist es uns nicht gelungen herauszufinden, ob es hier eine Regel gibt wer wann wo hineinfahren darf oder wer gar Vorfahrt hat. Es scheint jedoch so gehandhabt zu werden, dass der Hineinfahrende Vorfahr hat und der im Kreis befindliche warten muss. Das macht natürlich besonders Sinn, da der Kreis dann irgendwann mal voll ist und rein gar nichts mehr geht. Party-Smiley

Die kleinen Lücken die sich jetzt noch zwischen den lautstark hupenden Fahrzeugen befinden werden in afrikanischer Sorgfalt nun noch mit quer zur Fahrtrichtung stehenden Rollern gefüllt und schon hat man die Zeit bis zur nächsten Polizeikontrolle wunderbar überbrückt.

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-Sollte es wider Erwarten wieder einmal ein Stück zügiger voran gehen, dann ist immer mit Taxis und den allgegenwärtigen Dreiradtransportern zu rechnen, die einem auf der falschen Seite entgegenkommen,

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oder die unverhofft vom Straßenrand losfahren, ohne auf irgendetwas zu achten. Schon gar nicht auf den rückwärtigen Verkehr! Wie sollen sie auch ohne Heckscheibe (mit einem Blech hier künstlerisch zugeschweißt)

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und ohne Spiegel?

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Generell kann man sagen, dass in Afrika immer nur nach vorne geschaut wird und der rückwärtige Verkehr keinerlei Beachtung verdient!Smiley mit herausgestreckter Zunge

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Da der Fahrbahnrand mit Dreck, Abfall und Schlaglöchern belegt ist, laufen die beladenen Menschen

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und Tiere

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natürlich immer auf der Straße und das meist kreuz und quer. Dazu kommen noch die Fahrradfahrer, die hochbeladen und schwankend eine grobe Richtung einhalten oder auch schon mal mit einer Stahlblechtür, Stahlstangen oder sonstigen sperrigen Dingen quer! beladen sind und die man so kaum erkennen kann.

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Nach Murphy s Law sieht es dann oft so aus, dass man zwischen Speedbumps und Polizeikontrolle es doch einmal geschafft hat auf 80 km/h hoch zu beschleunigen. Dann und natürlich immer dann sieht man einen Lkw als Gegenverkehr auf sich zukommen.

 

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Falls man überhaupt noch etwas sieht

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Bei diesem ist dann oft die Hinterachse so schräg eingebaut, dass er seine Spur voll benötigt, da er daherkommt wie ein schräglaufender Lemure.

Just an der Stelle, an der er mit dir die Straße teilt, ist natürlich auf deiner Seite ein Schlagloch von 1m Durchmesser und 35cm Tiefe oder ein Radfahrer beladen mit einem Stapel Brennholz überholt gerade einen Fußgänger, der wiederum auf der Fahrbahn hin und herspringt um seinen Ochsen, der gerade aus dem Acker rennt  davor zu bewahren, sich auf die Fahrbahn des Lkw zu stellen.Togo0464
Manchmal, aber wirklich nur manchmal, löst das einen gewissen Stressmoment aus. Gerade wenn mal wieder ein Rad oder ähnliches über die Straße rollt weil es irgendwo abgefallen ist (vergrößern)

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Es ist immer wieder verwunderlich, dass nicht mehr passiert auf den Straßen hier…….Aber wenn es knallt, dann meist richtigAlien

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Man fährt hier ein Auto IMMER bis es zusammenbricht. Vorher wird nichts repariert, so scheint die goldene Regel. Und genau an der Stelle, an der es zusammenbricht wird dann das Nötigste gemacht, um irgendwann mal wieder weiter zu kommen. Auch wenn es etwas länger dauert und es mitten in der Fahrbahn ist. Zur Seite schieben wäre auch viel zu aufwändig!

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Hier mitten im Kreisverkehr!

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Selbst ein Motor wird am Straßenrand komplett zerlegt!

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Bon Voyage Smiley mit herausgestreckter Zunge

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Mole Nationalpark–unsere ersten Elefanten

Auf dem Weg zum Nationalpark machen wir beim Mystic Stone in Larabanga (von diesem Dorf werdet ihr noch Unschönes lesen…) halt. Angeblich war er wegen des Straßenbaus entfernt worden. Am nächsten Morgen stand er jedoch wieder an derselben Stelle. Die Straße führt nun wenige Meter am Stein vorbei. Einheimische haben eine Mauer darum gebaut, damit man ihn von der Straße aus nicht sehen kann. Vorsicht: Beim Parken auf dem großen Parkplatz (ihr werdet die einzigen sein, die dort stehen – so groß ist der Ansturm) werdet ihr von bettelnden Kindern nach Bällen gefragt. Mindestens ein junger Mann möchte seine Hilfe als Guide anbieten. Schafft man es, den kurzen Weg zum Stein selbständig zu laufen, erwartet dich der Hüter des Stein, ein älterer Herr, der kein Englisch spricht, um dir alles erklären zu wollen.

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Für uns ein riesengroßer Fake.Party-Smiley

Wir fahren –unbeabsichtigt- durch den Hintereingang in den NP ein und somit haben wir die Möglichkeit ungestört alleine den ganzen Tag im Park umherzufahren.

Diese Fahrt im Nationalpark genießen wir sehr. Bilder sagen mehr als tausend Worte:

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Im Mole Hotel laufen Paviane und Warzenschweine im Vorgarten herum. Ein Pavian setzt sich auf Vangos Außenspiegel. Das lässt sich Vango nicht gefallen und hupt einmal laut, so dass der Affe alle viere von sich streckt und vom Auto hüpft. Leider gibt es hiervon kein Foto.

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Buschtaxi XXL

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Tamale und die “Naming-Ceremony” bei Hassan

Auf dem Weg nach Tamale sehen wir wieder viele Schulkinder, die täglich seeeeehr lange Strecken zur Schule laufen müssen. Und das in DER Hitze.

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In Tamale gibt es moderne Häuser und der Neubau boomt.

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Wir treffen Hassan, der uns mit unserem Ghana Visum so sehr geholfen hat, indem er uns ein Einladungsschreiben ausgestellt hat. Seine Tochter ist heute genau eine Woche alt. In Westafrika ist es üblich, nach einer Woche den Namen des Kindes mit einer riesigen Feier bekannt zu geben. Wir kommen erst mittags an, da wir nichts von der Feier wussten und Hassan eigentlich nicht einmal mit einem Besuch von uns belästigen wollten. Die meisten Gäste sind schon wieder gegangen, da es unter der Woche ist und sie arbeiten müssen. Wir genießen die kurze Zeit mit Hassan und seiner Familie sehr und müssen dann aber (mangels Übernachtungsplatz in Tamale und die Einladung von Hassan über Nacht zu bleiben möchten wir dann doch nicht annehmen – er hat schon genug für uns getan!) weiter fahren.

Ein Platten bringt unseren Zeitplan dann doch noch durcheinander:

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Welcome to Ghana beim Grenzübergang Tatale

Ich habe eine Tourbeschreibung eines Reiseanbieters gefunden, in welchem beschrieben steht, dass man von Sokode über das Bassari Land, mit einer kurzen Besichtigung des altertümlichen Hochofens kurz vor der Grenze gelegen eine der größten Städte Ghanas Tamale erreicht. Liest sich ganz nett. Wir treffen an der Grenze ein deutsches Paar, dass die Tour in umgekehrter Richtung macht und SIE, wohl völlig genervt von der Rüttelpiste im nicht klimatisierten Kleinbus, nicht einmal aussteigt. Es steht nicht in der Reisebeschreibung, dass man den ganzen Tag im Auto sitzt, sich die Straße gerade im Bau befindet und somit unendlich viele Schlaglöcher hat und das Bassari Land eher uninteressant ist. Zwinkerndes Smiley

 

Ein touristisches “Highlight”, das im Reise-Know-How sehr spektakulär beschrieben ist, schauen wir uns doch noch in Togo an:

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Äh, nein. Nicht das. Dieses hier:

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Hier sollen in vergangenen Tagen Hexen in eine Löwengrube geworfen worden sein… 600 m tief. Hm. Wir sind laut Schild eindeutig an der richtigen Stelle. Der Fels ist jedoch nicht mal 30 m hoch, schätzen wir, und eine Grube für Löwen und Krokodile haben wir hier auch nicht gesehen….

Der Berg auf dem wir uns befinden ist gerade mal 670 Meter hoch Party-Smiley

 

Auf dem Weg zur Grenze:

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Wir reisen relativ unspektakulär aus Togo aus. Der Sicherheitsbeamte ist mit einer Steinschleuder bewaffnet (ok, sie ist größer als die der Nachtwächter in SenegalZwinkerndes Smiley), das Carnet wird anstandslos gestempelt, nur der die Pässe stempelt möchte auf einmal noch 2000 CFA haben und den Führerschein sehen – bei der Ausreise!!!? Ihr kennt uns ja mittlerweile…wir zahlen nix. Muss man auch nicht.

Didi lacht die Beamten an und sagt frei übersetzt während er ins Auto steigt “ Nein Nein wir müssen nichts bezahlen für eine Arbeit die ihr macht. Wir benötigen die Einträge nicht die ihr ins Buch schreibt. Das wollt ihr!” Startet den Motor und fährt los

Ein paar Meter weiter ist die Grenze zu Ghana. Endlich wieder englisch sprachig Smiley.

Neu für uns ist, dass man zunächst durch die Gesundheitskontrolle muss. Da es sich um einen kleinen Grenzübergang handelt und es hier kein Fieberthermometer gibt, werden lediglich unsere Impfpässe kontrolliert und weiter geht s zur Passkontrolle. Der Beamte scherzt noch und meint, die Lady könnte mit den Pässen ja schon mal vorlaufen und der Mann fährt mit dem Auto hinterher. Er findet seinen Vorschlag total witzig und lacht sich schlapp.

Wir werden wieder sehr nett mit “Welcome to Ghana” begrüßt, müssen einen kleinen weißen Zettel ausfüllen und stimmen die Grenzbeamten nachdenklich…hier kam wohl noch kein Tourist mit dem eigenen Fahrzeug durch. Sie meinen, dass bevor sie unsere Pässe stempeln (und unser single-entry Visum somit “aufgebraucht” ist), wir zunächst beim Zoll fragen sollen, ob die uns mit unserem Auto überhaupt reinlassen. Wenn die “Ja” sagen, sollen wir zurück laufen und unsere Pässe werden dann gestempelt. Schön, hier denkt man wohl mit. Wir laufen zum Zoll und erklären dem Beamten, wie man das Carnet ausfüllen muss. Er machts, wir laufen zurück und bekommen 60 Tage Aufenthaltserlaubnis in Ghana. Yeah, sehr nette Beamte. Die Aufenthaltsdauer liegt nämlich (selbst wenn man ein 2 monatiges Visum beantragt und auch erhalten hat) in deren Ermessungsspielraum. Smiley

Alles läuft hier total locker ab, mit Wohlwollen und gesundem Menschenverstand. Sehr nette, clevere Leute die Ghanaer.

Die Lehmburgen von Koutammakou

Im 11. Jahrhundert verlangte man von den in Burkina Faso lebenden Soma sich zum Islam zu bekehren. Da sie an ihrem Animismus festhalten wollten, flüchteten sie in Benins Norden. Von dort aus, suchten sie nach neuem Lebensraum und ließen sich in diesem Bereich Togos nieder.

Zunächst lebte dieses Volk in den Bäumen, die in der Regenzeit und vor wilden Tieren aber keinen Schutz boten. Auf der Suche nach Unterschlupf fand man Felsüberhänge und einen Baobab-Baum, in dem ca. 20 Menschen schlafen konnten. Von diesem Baum inspiriert ersann man die Bauweise der doppelstöckigen Lehmburgen, den Tatas. Anscheinend war diese Bauweise auch nötig, um sich vor verfeindeten Stämmen und später auch vor den Kolonialmächten (zunächst den Deutschen, dann den Franzosen) zu schützen. Ob sich die Europäer davon haben einschüchtern lassen?… kaum vorzustellenAhnungsloses Smiley

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Ein Tata wird in mehreren Lagen gebaut. Wasser und Erde werden vermischt und nachdem das Fundament gebaut ist, eine ca. 20 – 30 cm hohe Mauer gebaut. Man lässt diese über Nacht trocknen und setzt am nächsten Tag die zweite Lage darauf. So führt man das fort, bis nach ca. 3 Monaten, die Burg fertig ist.

Das Gebäude hat nur einen einzigen Eingang, der verschlossen werden kann. Fenster gibt es keine. Links und rechts neben der Tür, sind Gucklöcher eingebaut. Auch vom ersten Stock aus gibt es ein Guckloch nach unten, welches mit einem Stein abgedeckt ist, so dass man sehen kann, was dort vor sich geht. Im Erdgeschoss leben die Tiere, wie z.B. Hühner. In der Mitte der runden Burg ist ein Platz, in dem Feuer gemacht und gekocht werden kann.

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Über eine Holzleiter gelangt man in den ersten Stock, wo sich die Vorratsspeicher, Waschplatz und die Schlafzimmer befinden. Um ins Schlafzimmer zu kommen, muss man ganz schön sportlich sein Zwinkerndes Smiley Und was ist, wenn man nachts mal zum Pipi-machen muss?? Verwirrtes Smiley In dem Mini-Raum schläft man zu dritt….

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Vor einem Tata befindet sich immer ein Fetisch. Vorher wird das Haus nicht bezogen. Es gilt als unbewohnbar, solange es noch ohne Ahnensegen/Göttersegen ist. Auch im Haus haben wir in fast jedem Raum einen Fetisch gesehen. Nein, nicht die Handtasche, das darunter Zwinkerndes Smiley

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Die Menschen hier sind verpflichtet, zunächst ein Haus in traditioneller Bauweise zu bauen, bevor sie ein “modernes” bauen dürfen. Das ist wohl der Deal für das UNESCO Weltkulturerbe. Wenn man dann kein Geld mehr für ein Haus mit größeren Räumen hat…nun ja, Pech gehabt.

Michael mit Messer um den Hals. Getreide, Körner, Chillies, etc werden getrocknet und in den Getreidespeichern (das ist da, wo man das Dach wie einen Deckel abnehmen kann) in Körben aufbewahrt,  der Dorf-Chief und eine Dame mit Hut:

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Wir finden die Häuser und die Geschichte, die uns unser Führer Michael in englischer Sprache erzählt sehr interessant. Obwohl wir eine größere Diskussion mit ihm hatten, scherzen und lachen wir viel. Ich bringe ihm sein erstes deutsches Wort bei “Kichererbse” und er kann es kaum abwarten, den nächsten deutschen Touristen damit zu überraschen. Zwinkerndes Smiley

 

Der Saft dieser Pflanze wird als Heilmittel gegen Schlangenbisse verwendet. Man reibt sich damit ein und trinkt davon (wohl mit Wasser vermischt oder Hirsebier?). Michael sagt noch, als Didi fragt ob er den Saft auch anfassen könne, er soll aufpassen, dass er nichts davon in die Augen bekommt. Für den Moment geht das auch gut. Der Saft trocknet und Didi verreibt den Rest in seiner Hand.

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Auf der Weiterfahrt verlangt er nach Sonnencreme, weil er sich die Nase verbrannt hat. Sonnenbrand jetzt noch? Wo wir so lange schon unterwegs sind? Ich habe keinen bekommen. Nachdem Didi sich das ganze Gesicht mit Creme eingeschmiert hat, brennt das ganze Gesicht. Erst jetzt denkt er an den Schlangenbissbaum. Erstauntes SmileyParty-Smiley

 

 

Leider hat auch dieser Besuch einen kleinen Beigeschmack, den wir hier für andere Reisende noch kurz berichten:

Es geht wieder einmal ums Geld. Im Reiseführer steht, dass man pro Person 1500 CFA “Eintritt für ein Dorf” zahlen muss. Das ist zwar komisch, dient aber dem Erhalt der Lehmburgen und ist somit o.k., finden wir. Dann wollte man aber nochmal 10.000 CFA plus 5.000 CFA für den angeblich obligatorischen Guide. Wir wären fast nicht weiter gefahren. Wir glauben nämlich nicht, dass dies rechtens ist…

Auf unser Nachfragen, wofür wir 2x Eintritt zahlen müssen, erklärt uns Michael, dass die 10.000 CFA dafür da sind, dass wir die ganze Gegend erkunden dürfen. Für die 1.500 CFA pro Person lässt er die Kette am Gate runter. Nach langer Diskussion einigen wir uns mit Michael darauf, dass wir den großen Baobab Baum nicht sehen müssen und uns ein Dorf genügt. Somit entfallen die 10.000 CFA. Nach dem ersten Haus, meint er dann dass die Tour zu Ende sei. Jetzt wird Didi erst richtig sauer und droht sogar mit der Touristenpolizei (keine Ahnung, ob es hier überhaupt eine gibt), denn er hat uns mehrere Häuser in einem Dorf versprochen. Um das Ganze abzukürzen: Wir besichtigen noch zwei weitere Häuser und begrüßen den Dorfchef.

Als Tipp können wir weiter geben, dass wenn man im letzten Dorf vor der Grenze zu Benin übernachtet wohl nur die 1.500 CFA pro Person Eintritt zahlen muss. Wir stellen uns vor, dass es auch in diesem letzten Dorf Tatas gibt, die man dann ungestört und auch ohne Führer besichtigen kann. Eventuell muss man der Familie, der das Haus gehört etwas Geld geben, aber das ist sicherlich billiger als unser Guide. Dennoch war in diesem Fall der Guide ganz gut, da er sehr gut Englisch gesprochen hat und Interessantes berichten konnte. Jedem bleibt nun selbst überlassen, was er mit dieser Info macht Zwinkerndes Smiley

Die Höhlen von Nok

Der Harmattan, der heiße Wüstenwind, versperrt uns die Sicht. Wie bei uns im November im Nebel – nur wärmer.

Eine steile Leiter führt zu den Caves.

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Sie dienten in schwierigen Zeiten als Versteck. Damals musste man an Lianen zum schmalen Felsvorsprung hinunter klettern. Auch hier gibt es wieder Tongefäße, die als Vorratsspeicher dienten. Manche davon sind dreigeteilt.

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Als die Tour beendet ist, bezahlen wir unseren Guide. Kurz darauf kommt ein Einheimischer mit seinem Moped daher gefahren. Er stoppt uns und sagt, dass er der Guide sei. Ohne Führer dürfe man die Höhlen nicht besuchen. Wir deuten auf “unseren Führer” und meinen, dass er sich bitte mit diesem Herrn einigen, der wohl doch kein Offizieller, sondern nur der Kioskbesitzer des kleinen Dorfes in der Nähe ist. Viel Spaß Zwinkerndes Smiley Wir fahren weiter und sehen im Rückspiegel, wie die beiden miteinander diskutieren.

Auf der Fahrt zur Haupstraße:

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