Offroad in der Wüste

13.3.2020

Für die nächsten beiden Tage war Sandsturm angekündigt und so haben wir uns am Elefant Rock zwischen hohen Felsen und steinigem Untergrund für zwei Tage eingenistet. Diese Idee hatten auch Tim (alleine unterwegs) und Elisabeth (mit Hund unterwegs und einem Toyota Hiace, Rechtslenker!!! Einfuhrverbot für Rechtslenker in Saudi, doch blau-grüne Augen schaffen alles Winking smile). Alle, durch Corona Virus in Saudi Arabien gestrandeten Deutschen, scheinen sich hier zu treffen. Winking smile Die durch den Virus ausgelösten Grenzschließungen machen uns schwer zu schaffen und wir überlegen, welche Möglichkeiten der Weiterreise uns bleiben. Die begrenzte Aufenthaltsdauer für Personen und Autos, sowie die bald einsetzende unerträgliche Hitze und die eventuellen Flugstornierungen müssen berücksichtigt werden. Im Moment ist lediglich noch eine Grenze offen und das ist die in die Vereinigten Arabischen Emirate.

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Wir machen Brainstorming und fahren erst einmal mit Dagmar und Oli und Janina und Peter in die Wüste.

Leider ist es ziemlich diesig. Die Luft ist stauberfüllt. Das ergibt eine eigentümliche Stimmung. Die Landschaft ist grandios. Wir finden Felszeichnungen, ob wirklich alt oder nicht…? Egal. Wir treffen auf Marc, der die Gegend mit seinem Motorrad erkundet. Didi bekommt Gelüste. Winking smile 

In einer Sackgassen-Schlucht finden wir einen windgeschützten Übernachtungsplatz.

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Felsformationen in der Wüste um Al Ula

9.3.2020

Die Umgebung von Al Ula ist fantastisch. Wir fühlen uns hier sehr wohl: Ruhe, nette Gesellschaft, tolle Landschaft… Es gibt viel zu entdecken. Die Twins Rocks, The Face, Rainbow Arch… einfach herrlich.

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Nachts gehen wir mit unsere Schwarzlichtlampe auf Skorpion Jagd und werden fündig.

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Al Ula-Desert X

5.3.2020

Dagmar und Oli machen uns auf Desert X, eine Kunstausstellung in der Wüste, aufmerksam. Schnell ist beschlossen, dass wir diese gemeinsam besuchen. 14 Kunstinstallationen werden ausgestellt, die Landschaft im sandigen Tal ist umwerfenden schön. Leider ist es sehr windig und so werden wir ziemlich eingestaubt.

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Am nächsten Tag ist das Wetter perfekt und wir genießen bei Snacks und Kaffee die gemeinsame Zeit. Abends werden einige Ausstellungsstücke illuminiert, was fantastisch aussieht.

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Elefant Rock

8.3.2020

Im Rahmen des Winter Festivals in Al Ula ist der Elefant Rock nachts beleuchtet, was sehr schön aussieht. Wir beschließen sofort hier zu campen. Diese Idee hatten Dagmar und Oli wohl auch und tauchen kurz nach Sonnenuntergang auf. Auf Anhieb sind wir uns gegenseitig sehr sympathisch und so reisen wir die nächsten Tage gemeinsam weiter. (Deren Geschichten sind unter www.goneforadrive.com zu lesen. Marc, den wir mit seinem Motorrad in ein paar Tagen in der Jebel Al Rukkab Schlucht kennen lernen werden, ist auf www.skycam.pics und www.instagram.com/steyr2go zu finden und Tim unter www.malschauenwasdertimsotreibt.wordpress.com )

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Elefant Rock.

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Viel Phantasie benötigt es nicht, um den Grund für die Namensgebung zu erahnen.


Madain Saleh-Dadan-Ekmah

3.3.2020

Hegra/Madain Saleh:

Die zweitgrößte Stadt ihrer Art nach Petra (Jordanien), dessen Königreich vor ca. 2000-2500 Jahren bis nach Saudi Arabien ausgeweitet wurde. Hegra befindet sich auf der damals wichtigen Handelsroute für Weihrauch, das mehr Wert als Gold hatte. Um 1900  wurde hier ein Bahnhof für Pilger gebaut, der heute allerdings nicht mehr als solcher genutzt wird.

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Madain Saleh (Hegra) wird für den Tourismus schick gemacht und ist ab Oktober 2020 ganzjährig geöffnet. Jetzt können wir Madain Saleh nur teilweise besichtigen, was aber immer noch beeindruckend genug ist. Es gibt über 120 Familiengräber, die innen schmucklos sind. Die Dekoration von außen ist bei allen Gräbern sehr ähnlich. Die Dekoration mit Säulen wurden von den Römern entlehnt, die Stufen am oberen Ende von den Ägyptern. Ein Grab ist unvollendet, da es lediglich für einen Mann gebaut werden sollte, der vor Fertigstellung im Krieg umkam. Die Steinhauer sahen keinen Grund ihr Werk zu vollenden und somit kann man sehr schön erkennen, dass der Stein von oben nach unten behauen wurde (im unteren Teil ist der Stein erst sehr grob behauen).

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Die Nischen wurden als Gebetsstätte genutzt.

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Dadan ist ebenfalls eine Grabstätte. Im Gegensatz zu Madain Saleh jedoch sehr viel schlichter. Auch hier werden wir mit arabischem Kaffee und Datteln begrüßt.

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Erst vier Prozent der Wohnhäuser wurden ausgegraben.

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In Ikmah fand man Schriftzeichen in alt-arabischer Schrift in den Felsen graviert. Die Saudis bezeichnen dies als die größte Freiluftbibliothek der Welt.

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Medina-Khaybar Fort-Madain Saleh

1.3.2020

Es ist staubig. Leider sehen wir somit von der Berglandschaft nicht viel. Medina ist nach Mekka die zweite heilige Stadt, die für Nicht-Muslime, nicht zugänglich ist. Wir fahren auf der Umgehungsstraße und entdecken die Torbögen, die anscheinend als eine Art Stadtmauerersatz dienen. Wir vermuten, dass wir nicht weiter ins Zentrum fahren dürfen. Sehr schade, aber wir haben auch gar keine Zeit. Von der tollen Moschee ist von der Ringroad aus nix zu sehen.

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An den Rastplätzen kann man Auto und Seele auftanken lassen Winking smile

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Khaybar Fort ist ein verlassen Oasenstadt. Hier muss es einmal sehr schön gewesen sein.  Wir schlendern durch die verlassenen Straßen und genießen die alte Architektur der Lehmgebäude.

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Eindrücke auf der Landstraße:

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Ich fahre, als mich ein Auto überholt und sofort wieder abbremst. Das Auto fährt neben mir mit gleicher Geschwindigkeit und gibt mir “Daumen hoch”. Die verschleierte Frau filmt mich vom Beifahrersitz aus mit ihrem Handy und fährt dann weiter. Nach kurzer Zeit sehe ich das Auto am Straßenrand parken. Ich fahre daran vorbei und bemerke im Rückspiegel, dass es losfährt. Nachdem sie mich eingeholt haben, bedeuten sie mir anzuhalten, um ein Selfie zu machen.

Rolling on the floor laughing

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Wir fahren noch gut 150 km weiter und finden einen traumhaften Schlafplatz zwischen riesigen Felsen.

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Der Weg nach Al Ula führt durch eine bizarre Gegend. Je näher wir uns der Stadt nähern, desto größer wird unsere Begeisterung über die Felsformationen, die sich hier gebildet haben.

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Zurück in der Werkstatt

29.2.2020

Wir schlafen in einer Seitenstraße ein paar hundert Meter von MAN entfernt. Wieder sind wir um 7:00 Uhr dort. Der Werkstattleiter Aliv ist aus dem Urlaub zurück und nimmt sich unseres Problems an. Dieser Mann ist nicht ohne Grund Werkstattleiter. Er hat Ahnung, und zwar richtig. Außerdem strahlt er Ruhe aus, was für unsere Angespanntheit gut ist. Gemeinsam finden Didi und er sogar die Ursache des Problems (was Didi vorab bezweifelte). Letztendlich eine Kleinigkeit. Eine Reparaturhülse, die Didi über einen eingelaufenen Flansch angebracht hat ist etwas zu kurz und deshalb quetscht sich der Simmerring nach dem Einbau dieses Flansches etwas. Didi ändert das schnell ab. Hand in Hand wird stressfrei gearbeitet und wir werden lockerer. Die Zeit drängt zwar, da Madain Saleh in drei Tagen bis Oktober schließt, doch mit Ruhe kommen wir gut voran.

Als Aliv jedoch die Farbe es Öls sieht, das wir gekauft haben, winkt er ab. Wir sollen ihr Öl nehmen. Unserem traue er nicht, obwohl GL 5 drauf steht. Nachdem dieses Öl aber geschäumt hat und auch Didi es so gar nicht leiden konnte, ist Didi nun superhappy und dankbar für das Angebot.   Nach einer letzten Kaffeepause, sagen wir nun wirklich zum letzten mal auf Wiedersehen, bekommen noch MAN Tassen geschenkt und machen uns auf den Weg. DANKE an MAN. Wir werden eure Warmherzigkeit und Hilfsbereitschaft nie vergessen.

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Nach 50 km kontrollieren wir das erste Mal, ob der Ölstand stimmt. Ja, alles gut. Auch nach weiteren 50 km und nach weiteren 100 km sieht es gut aus. Ein bisschen Öl fehlt, aber der Simmerring leckt nicht mehr. Beruhigt und glücklich fahren wir bis kurz vor Medina und übernachten am Straßenrand hinter einem Felsen.

Am nächsten Morgen kurz nach der Abfahrt werden wir von einer großen Gruppe Pavianen am Straßenrand überrascht. Wir halten, wie einige andere auch, an und die Affen springen aufs Auto auf der Suche nach Futter. Gottseidank sind sie friedlich und lassen sowohl unsere Scheibenwischer als auch die Spiegel am Fahrzeug Smile with tongue out .

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Ein lustiges Erlebnis ist, als sich ein Affe noch während der Fahrt am Spiegel festhält und ins Seitenfenster schielt. Wie ein Schwarzfahrer am Zug hängt er da und hofft noch auf ein “Leckerli”.Saudi Arabien774Saudi Arabien783Saudi Arabien780Saudi Arabien793

Irgendwann (wir fahren natürlich nur Schritttempo) merkt er, dass er bald zu weit zurücklaufen müsste zu seiner Gruppe und springt mit einem quietschenden Laut ab.Rolling on the floor laughing

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