Grenze Tansania–Kenia Loitoktok

7.10.2019

Tansania Seite dauert keine 5 min.

Das Einstempeln nach Kenia geht auch ruck zuck. Doch der Zollbeamte ist der Meinung, dass alle Deutschen ein Carnet haben müssen. Die Tatsache, dass wir bereits vor zwei Wochen nach Kenia eingereist sind und das problemlos mit einem Temporary Import Paper ging interessiert ihn wenig. Da hätte die andere Grenze sich nicht an das Gesetz gehalten. Mit der Zahlung von 42 US Dollar würde er uns jedoch eines ausstellen. Wir wissen –und haben das ja auch schon praktiziert- dass zwei Wochen Aufenthalt im Land kostenlos sind. Erst ab dem 15. Tag wird die Road Tax fällig. Er legt uns einen Zettel vor, der besagen soll, dass wir ohne Carnet nicht einreisen können. Als wir ihn darauf hinweisen wollen, dass genau auf diesem vereinfachten Gesetzestext Zettel steht, dass bis zu 14 Tage kostenlos ist und dass die Einreise ebenso für Fahrzeuge möglich ist, sobald ein ausländisches Fahrzeugpapier vorgelegt werden kann, hört er schon nicht mehr zu und wir sollen auf seinen Boss warten. Er käme in einer Stunde.

Didi telefoniert mit ihm, doch der Boss schaltet auch auf stur. Das heißt, wir warten. Aus der einen Stunde werden vier. In dieser Zeit können wir “unseren” Zollbeamten beim “Arbeiten” bewundern. Er sitzt vor seinem Bildschirm, der das Eingabefeld für das Passwort zeigt. Die Hand liegt auf der Maus. Er starrt auf den Computer. Und das eine halbe Stunde, ohne dass er etwas eingibt. Dann schiebt er drei Formulare von links nach rechts. Ein bisschen Smalltalk mit Truckfahrern, die einen Stempel auf ihr TIP haben wollen. Stempeln. Smalltalk. Auf den Bildschirm starren, der immer noch auf die Eingabe des Passwortes wartet. Das dauert so zwei bis drei Stunden. Dann scheint er den Computer für etwas zu benötigen, er loggt sich ein.

Als der Boss auftaucht gehen wir in dessen Büro. Er hat ein dickes Gesetzbuch vor sich liegen und wir müssen ihm tatsächlich als nicht Muttersprachler die auf uns zutreffende Paragraphen erklären. Da er und sein Untergebener, der die ganze Zeit stumm dabei sitzt, das Gesicht nicht verlieren können, denken sie sich in Kisuaheli schon schnell ein Dokument aus, das wir unbedingt benötigen. Das kostet zwei Euro. Es handelt sich um einen Computerausdruck mit den Fahrzeugdaten. Nichts anderes als auch auf dem TIP steht, das wir nun ausgestellt bekommen. Party smile

Nach fünf Stunden sind wir “durch”.

Angeblich soll der Transit durch den Tsavo West NP kostenlos sein (wie auch schon in der Masai Mara möglich gewesen wäre). Doch heute ist nicht unbedingt unser Glückstag. Hier geht nix. Für 70 km sollen wir den kompletten Preis bezahlen. Wir haben heute genug von der Abzocke und fahren morgen den langen Weg über die Teerstraße Richtung Mombasa. Da es schon spät ist übernachten wir unweit der Straße mit einem nochmaligen herrlichen Blick auf den Kilimanjaro hinter dem Wart-ein-bisschen-Busch. Die Giraffen haben wir kostenlos außerhalb des Parks gesehen. Winking smile

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Weiter geht es Richtung Mombasa.

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