Mulanje-Fort Lister Gap

4.8.2019

Wir drehen eine Runde um den Berg und befahren die Schlucht, die einst eine Sklavenroute war. Die Landschaft ist wunderschön. Der Pistenzustand eher nicht. Über spitzes Gestein hoppeln wir voran. Die “Straße” wird irgendwann “einspurig”… ups… wie lange wohl? Wird sie wieder breiter? Wir quetschen uns für ca. 1 km durch. Zurückfahren wäre auf der steinigen Gebirgspiste nicht lustig gewesen, denn drehen hätten wir nicht können. Die Fahrt ist anstrengend, doch auf der anderen Seite der Schlucht soll die Straße gerade im Bau sein und bald geteert werden. Diese Auskunft hat mir ein Tourguide in Mulanje gegeben. Wahrscheinlich hat er vergessen, das Jahr dazu zu sagen. Von Bauarbeiten keine Spur. Also hoppeln wir durch die Dörfer weiter. Hierher hat sich noch kein Tourist verirrt (später bei der Brücke werden wir wissen weshalb) und so winken uns die Menschen einfach fröhlich zu, ohne zu betteln. Herrlich dieses Hin- und Hergewinke zwischen ihnen und uns. An einer “Pommesbude” halten wir an. Zwei Portionen Pommes bitte aus leckeren Süßkartoffeln kosten zusammen 24 europäische Cent (= 200 Kwacha). Das ist der Preis, den Einheimische bezahlen. Eine Frau meinte in “local language”, die allerdings keine Zahlen kennt sowas wie “…Mzungu (Weiße)… one thousand Kwacha…”. Zu spät, der Deal ist schon gemacht. Winking smile

Malawi727Malawi734Malawi737Malawi739Malawi748Malawi754Malawi760Malawi769Malawi770Malawi772Malawi779Malawi791Malawi799Malawi801Malawi803Malawi805Malawi807Malawi810Malawi812Malawi818Malawi820Malawi829Malawi830Malawi833Malawi842Malawi846Malawi847Malawi852Malawi858Malawi861Malawi862Malawi866

11 km vor dem mit Petra und Win (wir hatten die beiden auf der Straße in Sambia kennen gelernt) verabredeten Campingplatz kommen wir an eine Holzbrücke. Eigentlich sieht sie gar nicht so schlecht aus. Aus der Ferne. Bis ich die beiden sehr sehr großen Löcher in Spurbreite entdecke. Die Holzbretter sind schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden. Die Stahlkonstruktion darunter ist auf Didis Seite total verbogen. Langsam tasten wir uns heran und als das Holz quietscht und knarrt. Als wir mit den Vorderreifen in Nähe der Löcher sind, gibt Didi Gas. Was hinter uns passiert ist wissen wir nicht. Unsere Herzen klopfen und wir sind froh, dass wir rüber gekommen sind.

Pet und Win sind so nett, dass wir glatt noch einen Tag dran hängen und den dann auch von morgens bis abends mit quasseln verbringen. Win kocht mittags noch lecker und so vergeht die Zeit wie im Flug. Schön war s mit euch beiden. Bis gerne irgendwann wieder einmal. Smile

Malawi893Malawi899Malawi901

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.