Pedras Negras

26.04.2017

Auf dem Weg zu den schwarzen Felsen wird uns der Weg von der Polizei versperrt. Kurz vor dem kleineren Städtchen Lucala dürfen wir plötzlich nicht mehr weiter? Umfahren kann man diesen Streckenabschnitt leider nicht, es sei denn man nimmt 350 km Umweg in Kauf… Wir sind nicht die einzigen, die nicht weiter dürfen. Am Straßenrand stehen schon ca. 10 weitere Fahrzeuge.

Über der Stadt sehen wir zwei Armeehubschrauber kreisen. “Die suchen jemanden”, denken wir. “Hat da jemand eventuell die Brücke gesprengt?” Es stehen in wenigen Monaten Wahlen an und da weiß man ja nie…

Nur ca. 20 min. später dürfen alle weiterfahren. Nach allem was wir sehen –Menschenaufläufe, Flaggen, Parteibändchen- nehmen wir an, dass der Präsidentschaftskandidat mit den Helikoptern zu einer Rede eingeflogen war und aus Sicherheitsgründen der komplette Straßenverkehr gestoppt wurde. Kurz nachdem die Hubschrauber weg geflogen sind, dürfen wir nämlich weiter fahren.

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Kurz nachdem man von der Hauptstraße bei Cacuso abbiegt, sieht man in der Ferne schon die Pedras Negras. Sie wechseln je nach Jahreszeit ihre Farbe. Es handelt sich um Konglomeratgestein, wobei es rätselhaft ist, wie das hierher gekommen ist. Weit und breit ist es sonst nirgends zu finden. Wir parken direkt auf einem Felsen mit wunderschöner Aussicht auf die umliegende Ebene. Ein idealer Campground wie wir finden

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Am nächsten Tag entdecken wir, dass wir nicht weit von den versteinerten Fußabdrücken einer Königin übernachten haben. Sie nahm ein Bad und wurde von Soldaten entdeckt, die sie nackt sahen. Als die Dame flüchtete hinterließ sie ihre Fußabdrücke im Stein so sagt die Sage.

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Eine steile Treppe führt zum Gipfel einer der runden Felsen. Es ist heiß. Die Landschaft ist wunderschön. Wir laufen sehr vorsichtig. Die Spuren des Krieges sind auch hier immer noch zu sehen und Minen ein echtes Problem in Angola.

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Man sagt das in Angola noch heute 60 Personen pro Monat! durch Minen verletzt werden. Unfassbar diese Zahl.

Angola zählt zu den Ländern der Welt, in welchen die meisten Minen liegen. Da wird man automatisch sehr vorsichtig wenn man die Straße verlässt.

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