An alle, die gestern und vorgestern bereits unseren Blog gelesen haben und auch an alle anderen–Hinweis

Beim Hochladen ist etwas schief gelaufen. Viele von Didi s Beiträgen wurden nicht geladen. Um Nichts zu verpassen am Besten bis Benin (Ende Januar) zurückblättern und dann alle Beiträge durchscrollen. Sorry.

 

An alle, die nach dem 4.3.2017, abends, zu lesen begonnen haben:

Wir haben so viele Blogbeiträge hochgeladen, dass ihr auf jeden Fall die schlecht sichtbare Pfeiltaste am linken Bildrand mehrmals betätigen müsst, um alles lesen zu können.

Viel Spaß Smiley

Lake Nyos–der gefährlichste See der Erde!?

 

Ich habe mich hier etwas aus dem Wiki bedient:

Der Lake Nyos befindet sich auf über 1100m Höhe und hat den Ruf der gefährlichste/tödlichste See der Welt zu sein!

Er befindet sich in einem alten Vulkankrater im Oku-Vulkangebiet. Der See wurde durch die Nyos-Tragödie bekannt, bei der im August 1986 plötzlich große Mengen von CO2 aus dem See austraten und etwa 1700 Bewohner der umliegenden Dörfer töteten.

Er hat einen Durchmesser von ca 1800m und ist über 200m tief. Er liegt im Einzugsgebiet des Nigers. Der Nyos-See ist einer von drei Seen auf der Welt, von denen man weiß, dass in ihnen Kohlenstoffdioxid nahe der Sättigung gelöst ist was Ihn so gefährlich macht.

Wenn dann ein Ereignis wie z. B. ein Erdrutsch, ein kleines Erdbeben, vulkanische Aktivitäten oder ein spontanes Ausgasen aufgrund beginnender Übersättigung die Wasserschichten durchmischt und gesättigtes Tiefenwasser in höhere Schichten gelangt, wird dieses durch Druckentlastung und Temperaturänderung schlagartig übersättigt und gast CO2 aus.Da CO2 schwerer als Luft ist, sammelt sich das Gas am Boden und fließt als unsichtbarer und geruchloser Gas-Strom durch die umliegenden Niederungen. Eine Anreicherung in der Atemluft von mehr als 8 bis 10 %, die bei der Katastrophe von Nyos wahrscheinlich vorlag, kann beim Menschen innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit und in der Folge zum Tode führen.

 

Die Katastrophe von Nyos

Bereits im Jahr 1984 hatte es am Manoun-See in Kamerun eine plötzliche Ausgasung von Kohlenstoffdioxid gegeben, bei der 37 Menschen ums Leben kamen und welche die Wissenschaft lange Zeit vor ein Rätsel stellte.

Am 21. August 1986 gegen 21:30 Uhr setzte der Nyos-See schlagartig rund 1,6 Millionen Tonnen CO2 frei. Das Gas strömte in nördliche Richtung in zwei naheliegende Täler und tötete Menschen und Tiere in bis zu 27 km Entfernung vom See. Mehr als 1700 Menschen und Tausende von Tieren starben innerhalb weniger Stunden. Tage später wird man noch im Umkreis von zehn Kilometern Leichen finden – und Tausende tote Rinder. Knapp 4000 Menschen überleben die Katastrophe, einige wachen erst nach 36 Stunden auf.

So mysteriös die Ursache bleibt, so gespenstisch wirkt die Verzögerung, mit der die Welt von dem Unglück erfuhr. Die Zeitschrift „Natural Scientist“ schrieb erst 1987 über einen Motorradfahrer, der aus dem 30 Kilometer entfernten Wum einen Tag nach dem Drama im Morgengrauen in Richtung Cha fuhr, einem Dorf, in dem die Wolke Hunderte getötet hatte. Am Wegesrand sah der Biker plötzlich tote Tiere und eine Leiche liegen, dann verlor er das Bewusstsein. Drei Stunden später wachte er auf und berichtete den Menschen nach seiner Rückkehr, was er gesehen hatte. Erst einen weiteren Tag später traf medizinische Hilfe im Katastrophengebiet ein: ein katholischer Priester und zwei Hubschrauber.

Der Lake Nyos galt fortan als „Killersee“, die Regierung evakuierte die betroffenen Dörfer und ließ sogar die Häuser der ehemaligen Bewohner abreißen. Niemand sollte auf die Idee kommen, in das Gebiet zurückzukehren. Doch der Reiz des fruchtbaren Ackerlandes südlich des Sees war stärker als die Abschreckung durch das Unglück oder Verbote der Behörden: Rinder wurden wieder über die Weiden getrieben, und Maisfelder wuchsen am Ufer. Sogar Barsche wurden in den neunziger Jahren in den vorher fischlosen See gesetzt. Schon 2001 hatte sich am Grund des Lake Nyos aber wieder die doppelte Menge an Kohlendioxid gesammelt, die 1986 ausgebrochen war.

Der Auslöser für diese plötzliche Ausgasung ist nicht bekannt. Die meisten Geologen vermuten einen Erdrutsch, einige glauben, dass ein kleiner Vulkanausbruch die Ursache war.

Nach der Katastrophe wurden die betroffenen Dörfer evakuiert und die Region zum Sperrgebiet erklärt. 2013 befanden sich noch 12.000 Überlebende der Katastrophe und ihre Nachkommen in insgesamt sieben Auffanglagern. In den Camps gibt es keine Basisgesundheitsversorgung, Schulen oder andere Einrichtungen!

Doch dem nicht genug denn eine Dammbruchgefahr droht!

Als Deichexperten den See im Auftrag der Vereinten Nationen begutachteten, entdeckten sie, dass möglicherweise der natürlicher Damm brechen könnte. Dabei würden die Wassermassen das 100 km entfernte Nigeria erreichen und bis zu 10.000 Menschen könnten getötet werden. Ein nicht allseits anerkanntes 15-Millionen-Dollar-Projekt sieht vor, durch Ablassen von Tiefenwasser den Wasserspiegel in kurzer Zeit um 20 m zu senken, um den Damm zu entlasten.

Doch leider ist immer noch nichts geschehen……

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Hier zwei Links was damals passiert ist. Ich finde gerade den Spiegel Artikel recht gut

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/killer-seen-lautloser-tod-aus-der-tiefe-a-540201.html

 http://www.bild.de/news/mystery-themen/kamerun/die-katastrophe-vom-nyos-see-in-kamerun-43183466.bild.html

 

auch das Militärcamp dort oben am See ist mittlerweile verlassen, so sind wir vollkommen alleine. Wir genießen das kühle Klima und die Stille hier oben so sehr das wir mehrere Tage bleiben.

 

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Dani beim Routenplanen

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und ich bei technischen Gesprächen Zwinkerndes Smiley

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die Fahr zurück direkt nach Fundong ist auch wieder recht spannend. Die kilometerlangen extremst steilen Anstiege die wir aufgrund der Streckenverhältnisse nur im Schritttempo fahren können (1-2 Gang Untersetzung nötig) lassen bei allen Fahrzeugen die Motortemperaturen bedrohlich steigen.

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Diese Brücke machte uns auch einiges Kopfzerbrechen Smiley mit herausgestreckter Zunge

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Irgendwann kommen wir dann aber auf eine neu gebaute Piste und diese lässt entspannteres Fahren zu Nur ein Scherz

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Ring Road West auf dem Weg zum Lake Nyos

Ich spare mir hier viele Worte und lasse die Bilder sprechen.

Die “Straße” ist extrem schlecht. So schlecht das der Landcruiser von Csaba –bedingt durch den langen Überhang-  mehrfach mit dem Heck aufsetzt in den tiefen Löchern……

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und leider war die Aussicht auf die umliegenden Berge durch den momentan herrschenden Harmattan nicht wirklich gut. Schade, denn die Gegend muss bei klarer Sicht umwerfend sein!

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Wasserfall mal ohne Eintrittsgebühr! Echt selten….

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Heute Abend gibts endlich wieder Fleisch!

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VAnGO wächst ein Horn

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Dieser freundliche Ladenbesitzer lässt uns von seinem Mittagessen kosten. EXTREM lecker!

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Streetfood an einem der “Food is ready” Plätze:

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Daimler Limousine – wie kommt der nur hierher?

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Motor zerlegen, Kupplung ausbauen, Pleuel tauschen….alles kein Problem. Irgendwo im Nirgendwo in den Bergen!

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Weiter gehts

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Übernachtung am Wum See:

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Wer ist hier heißer, der Barbier oder sein Bügeleisen?Flirten - Frau

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Der Reifen leidet….Verwirrtes Smiley

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Beste Adresse am Platz Zwinkerndes Smiley

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Kurz vor dem Lake Nyos wieder Teerstraße. Da kommt vor Freude Csabas Spieltrieb durch. Smiley mit geöffnetem Mund

 

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Ekom Wasserfälle

Nach einer langen Pistenfahrt….was auch sonst Smiley mit herausgestreckter Zunge erreichen wir den Ekom Wasserfall.

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Eine echte Attraktion soll er sein wird uns von unserem Reisebuch versprochen……wie so oft wird eine, naja sagen wir mal, kleine Besonderheit gut beworben und auch von den Einheimischen teuer verkauft. Eintritt bezahlen für einen Wasserfall? Da darf man als Deutscher schon die Augen verdrehen finde ich.Augen rollendes Smiley

Ok der Wasserfall, der im Tarzan-Film „Greystoke“ ein paar Mal auftaucht hat also auch Bekanntheitsgrad. Und die Umgebung sollte dann ja auch etwas hergeben denken wir.

Also nehmen wir den Weg auf uns zumal wir dort auch Übernachten wollen.

Dort angekommen wird natürlich wieder an der Preisschraube gedreht. Nach oben versteht sich……Nach einer halben Stunde kommen wir dann doch noch beim offiziellen Preis an, den wir bezahlen müssen und auch gewillt sind. Während des Verhandlungskampfes bin ich dem Aufseher so sehr ans Herz gewachsen, dass er uns kostenlos campieren lässt, obwohl er anfangs noch knapp 10 Euro pro Person dafür haben wollte.

Er reicht mir die Hand und sagt “I like you my friend”

Na also geht doch Nur ein Scherz

Wir laufen gleich los zu den Wasserfällen, obwohl es schon spät ist. Es ist unfassbar schwül hier und wir schwitzen schon beim Herumstehen. Der Weg ist lang und steil aber perfekt ausgebaut mit Stufen und Geländer.

Erst läuft uns noch ein “Guide” hinterher, aber als wir dankend ablehnen geht er wieder zurück und lässt uns in Frieden.  Man braucht hier auch keinen Guide, sondern kann die Fälle (es sind mehrere) ganz allein bewundern (danke an Csaba für die tollen Bilder, wir hatten unsere Kamera nicht dabei).

 

Am unteren Ende kann man auch baden, aber der Weg hinunter ist nach dem gut ausgebauten Teil sehr steil und schlammig, so dass wir darauf verzichten. Sam und Dan hingegen lassen es sich nicht nehmen! Cooles Smiley

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Auch kann man zum oberen Ende laufen und – wenn man sich traut – dort baden. Der Wasserfall stürzt nach etwa 30 Metern ca. 80 Meter in die Tiefe – wir haben uns alle nicht getraut Strebersmiley

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Aber allein dort zu stehen und dem schnell strömenden Wasser zuzusehen und dem Donnern des herunterfallenden Wassers zuzuhören ist schon ein großartiges Erlebnis.

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Erst als es dunkel wird gehen wir zu unseren Fahrzeugen zurück und genießen den Abend bei ein paar Bier und schönen Nachtschwärmern…

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…dieser hier hat gut 15cm Spannweite.

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Schau mir in die Augen Kleines!

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Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Lake Nyos. Csaba und Zsuzsi entscheiden sich spontan noch weiter mit uns zu reisen, was uns sehr freut. Ich schaue mir noch den Toyota der Ungarn genauer an, der ein paar Problemchen hat. Der Landcruiser, den sie sich vor kurzem für diese Reise gekauft hatten ist ihr erstes Auto und beide hatten bis vor der Abfahrt nach Afrika keinerlei Fahrerfahrung! Hut ab vor solch einem Mut!Smiley mit geöffnetem Mund

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Eine der zahlreichen Mautstelle

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hier mit lustigem –nein nicht Obstverkäufer…

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sondern Zahlstellenmeister:

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Csapa bei Verhandlungsgesprächen, an einer der 978 Strassenkontrollen…

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und Sam bei der Hotelsuche…….wie man sieht kann er kein Französisch und sucht deshalb im Rathaus nach einer Unterkunft Party-Smiley

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Soooo groß ist VAnGO gar nicht!

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Unterwegs……

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Foumban-Palast des Sultans (Dynastie Bamoun)

Wir fahren durch das Stadttor in die Innenstadt Foumbans und begegnen am ersten Kreisel lustigen Gestalten aus Holz. Foumban ist berühmt für seinen Kunsthandwerksmarkt. Hier kann man alle erdenklichen Holz- und Metallarbeiten aus nahezu allen Ländern Westafrikas kaufen.

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Der Königs- oder Sultanspalast ist im preußischen Baustil gehalten. Ja in Kamerun treffen wir immer wieder auf deutsche Geschichte und Kultur. Hier sehen wir zum ersten Mal seit Europa getrimmte Hecken, die sich um einen begrünten Vorgarten ranken. Interessant zu erfahren ist es auch, dass die Kameruner ihre deutschen Kolonialherren lieben. Wir werden als Deutsche immer ein bisschen herzlicher begrüßt, als der “Rest” Zwinkerndes Smiley unserer Gruppe. Dan entscheidet sich kurz darauf, die Frage “Woher kommt ihr?” mit “We are from Germany” zu beantworten. Zwinkerndes Smiley

Zurück zum Palast: Dieser wurde 1917 vom König Njoya erbaut. Er war ein Mann vieler Talente und Interessen. So entwickelte er u.a. eine eigene Schrift, die shu mom, die heute immer noch unterrichtet wird. Er kreierte eine neue Religion, die das Beste aus dem Islam, dem Christentum und der Bamoun-Tradition vereinte. OK eigentlich nicht das Beste sondern das Bequemste….. Strebersmiley

Er erfand ein Verfahren wie man Stoffe blau-weiß färben konnte, konstruierte ein Mühle zur Herstellung von Maismehl, schuf einen landwirtschaftlichen Kalender, schrieb ein über 1000 Seiten umfassendes Buch über die Geschichte und Kultur seines Volkes sowie eines mit de Titel “Kriterien der Auswahl von Frauen”. Er war ein hochbegabter, genialer Erfinder und Exzentriker.

Seine Liebe zu Deutschland veranlasste ihn, dem deutschen Gouverneur den mit Glasperlen verzierten Königsthron mandu yenu zu schenken, der im Berliner Völkerkundemuseum zu bewundern ist. Als Gegengeschenk erhielt er eine Kürassier Uniform der Königlichen Garde, die er gerne trug. (Reise-Know-How)

Die doppelköpfige Schlange symbolisiert Macht nach allen Seiten sowie Sieg und Einheit des Volkes, die Doppelglocke ist das Symbol des Krieges und der Stärke sowie der Gemeinschaft und wird bei wichtigen Zeremonien geläutet.

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Im Palast befindet sich das Museum. Es wird aber gerade ein neues Museum in Form der doppelköpfigen Schlange und einer Spinne (Symbol der Weisheit) gebaut.

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Die Herrscher heißen hier nicht König sondern Fon. Es gab bis heute 19 Fons. Der 15. Fon Ngoungoure wurde 1863 inthronisiert und freute sich darüber so sehr, dass er gleich darauf einen Herzinfarkt bekam. Die Regierungszeit betrug 30 Minuten.

Neben Masken, Statuen, Tanzkostümen, Waffen, Schmuck und vielen mehr ist auch eine Kalebasse ausgestellt, die mit den Unterkiefern getöteter Feinde dekoriert ist.

Leider dürfen wir nur in einem Bereich des Museums fotografieren:

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Am Ende der informativen Führen dürfen wir noch einem Musikvortrag lauschen. Selbstverständlich nicht, ohne eine CD angeboten zu bekommen. Der Ausgang führt immer über den Souvenirshop. Zwinkerndes Smiley Selbst angeblich originale Ausstellungsstücke hätten wir kaufen dürfen…

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Hungrig werden wir in vom Besitzer eines Restaurants in dessen Gaststätte gelockt. Schön sieht s ja aus…. Wir kauen hungrig aber etwas lustlos auf dem zähen Fleisch herum, als plötzlich und völlig unerwartet die beiden Ungarn, die wir schon in der Drill Ranch kurz getroffen hatten, auf dem Balkon des Restaurants stehen. Schön, so ein Wiedersehen. Sie möchten auch gerne die kleine Ringroad fahren, trauen sich alleine aber nicht, da beide so gut wie keine Offroad-Erfahrung haben und Szuszi erst kurz vor der Reise ihren Führerschein gemacht hat. Mutig und bewundernswert. Wir nehmen sie gerne mit und so sind wir die nächsten Tage mit 3 Autos unterwegs.

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Und so sieht es aus, wenn man nach einer guten Woche zum ersten Mal wieder Internet hat:

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Mein Handy liegt im Auto, also mache ich Fotos. Zwinkerndes Smiley

Beerdigung in Kameruns Bergen

Wir fahren von Norden nach Süden auf der östlichen Seite der berühmt berüchtigten Ring-Road und begegnen in einem Dorf kurz vor Ndu merkwürdigen Gestalten. Wir bekommen zunächst ein bisschen Angst, weil wir denken, dass es sich um einen Protestmarsch gegen die dominierende französische Herrschaft des Landes handeln könnte. Die Vermummten haben aber nichts mit Politik zu tun. Es handelt sich um Djudju`s. Sie repräsentieren die Toten. Die Gruppe läuft von Dorf zu Dorf, um die Beerdigung mitzuteilen. Das geschieht selbstverständlich nicht, ohne genüg Lärm zu machen. Unschlüssig, ob wir fragen dürfen, ob wir an der Zeremonie teilnehmen dürfen, fahren wir weiter.

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Am nächsten Tag sind wir in einem Dorf kurz nach Ndu zu einer Death-Ceremonie –einer Beerdigungszeremonie- in der aller Toten des letzten Jahres gehuldigt wird, eingeladen. Die Zeremonie findet im Haus des Chiefs statt. Zunächst werden wir in dessen Haus gebeten, wo Palmwein trinkend sämtliche Chiefs und Sub-Chiefs der Umgebung auf Stühlen und Holzbänken, der Wichtigkeit nach geordnet, um ein Feuer herum sitzen. Wir stellen uns vor und müssen auch Palmwein trinken. Didi bekommt seinen in einem Horn serviert. Ich in einem Plastikbecher.

Djudju`s sind die mit dem verhüllten Kopf. Es gibt auch schon junge Djudju`s. Sie tanzen mit ihrem Gefolge und werfen ab und an einen Stock vor eine beliebige Person in den Sand. Diese Person muss dann ein Geldstück in den Sand werfen. Somit wird wohl teilweise das Beerdigungsfest finanziert.

Es wird unglaublich viel getanzt, noch mehr gelacht und Unmengen von Palmwein getrunken.

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Wenn man einem erwachsenen Djudju begegnet ist es am besten, wenn man in die Hocke geht. Dann kann er einem nichts zufügen – sprich einen verhexen oder so. Verpasst man den Moment, wird man eventuell so wie die Person auf dem zweiten Bild irgendwohin gezerrt. Es wird aber kein Leid zugefügt. Sieht alles nur ein wenig bedrohlich aus…

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Es gibt durchaus auch moderne Kameruner, die mit Handy oder Tablet fotografieren. Der Herr mit dem Stock im 6. und 7. Bild wirft diesen jemandem vor die Füße. Weiter oben sieht man Sam in der gelben Hose (ja der Weiße Zwinkerndes Smiley), der gerade mal wieder Pech hat und bezahlen muss. Wir haben Whisky gekauft, weil wir hörten, dass das als Zahlungsmittel sehr beliebt ist. Verpackt ist das Stöffchen in Plastik, von der Größe eines Ketchup-Päckchens.

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Jung und Alt nehmen an der Zeremonie teil und keiner stört sich an uns Weißen. Wir sind herzlich willkommen und können den Tag genießen und voll und ganz in diese andere Kultur eintauchen.

Tee Plantage

Kamerun ist bekannt für Kaffee-, Kakao-, Pfeffer- und Teeanbau. In der Umgebung von Ndu machen wir uns auf die Suche nach der größten Teeplantage des Landes und werden von Einheimischen immer wieder ein Stückchen weiter geschickt. Unser deutschsprachiges Reisebuch ist in Wegbeschreibungen leider entweder sehr ungenau oder beschreibt die Wege gar nicht. Schlecht, in einem Land, in dem es wenig Schilder gibt… Zum Glück liegt die Plantage direkt an der Hauptstraße ca. 20 km südlich von Ndu. Wir müssen schriftlich um eine Besichtigung bitten, die dann aber sogar kostenlos ist.

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In Handarbeit werden mit einer Schere, an der ein Auffangbehälter befestigt ist, die oberen frischen grünen Blätter abgeschnitten und dann in den Korb gegeben. Jeder Arbeiter wird nach Gewicht des gepflückten Tees bezahlt.

Die Teeblätter werden mit Hilfe eines Gebläses, das Luft von unten an die Blätter bläst, getrocknet.

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Die Dame kehrt die Blätter in einen Trichter. Im darunter liegenden Stockwerk sammelt ein Arbeiter alles heraus, was nicht zu Tee zu verarbeiten ist, wie zB. kleine Holzstöckchen.

Weiter geht es auf dem Förderband. Es wird gehackt, nochmal zerkleinert und wieder getrocknet.

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Im nächsten Raum wird dem Tee das letzte bisschen Wasser entzogen und abhängig von der Dauer des Trocknes entwickeln sich verschiedene Aromen.

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Stündlich wird von einem der beiden Damen die Qualität anhand des Geschmacks des Tees getestet. Auch wir dürfen probieren.

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Der Tee ist frisch und stark. Wir alle reagieren mit Schwindel und einem merkwürdigen Gefühl auf diesen leckeren Tee. Selbst Dan, der Australier, der Tee trinken gewohnt ist fühlt sich ein bisschen “funny”.

Kommentar Didi: “Naja vielleicht lag es auch ein klein wenig an den hübschen Teetesterinnen Zwinkerndes Smiley

Ring Road-Ost

Die erste Nacht in Kamerun verbringen wir in einem kleinen Dorf nach der Grenze. Die Menschen sind überaus freundlich und heißen uns willkommen. Ein bisschen enttäuscht sind sie dann aber doch als sie erfahren, dass wir nicht die erwarteten “Weißen” sind, die das Internet ins Dorf bringen sollen. Neugierig beäugen sie unsere Wagen und warten am nächsten Morgen wie wir Weißbrote den Tag beginnen. Wir kochen Kaffee und Tee als Zeichen der Dankbarkeit, was die Dorfbewohner sehr freut. Als der erste meinen Kaffee probiert verzieht er jedoch das Gesicht und verlangt nach Zucker. Zwei Teelöffel? Nein. Mehr. Und immer noch mehr. Ich glaube am Ende ist die Hälfte der Tasse mit Zucker gefüllt. Zwinkerndes Smiley

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Schmale Straßen und Flussdurchfahrten…wir schaffen immer nur wenige Kilometer pro Tag.

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Ein liegen gebliebener Truck wäre Vango fast zum Verhängnis geworden. Er ist breiter als Dan s Jeep und was man hier nicht sieht…es geht auf der Fahrerseite gut 50m steil bergab. Unser Vorderrad rutscht ein bisschen. Didi gibt Gas und wir sind zum Glück am LKW vorbei.

Im Februar weht leider der Harmattan, der staubige Saharawind, was uns die Sicht etwas vernebelt. Das Gute am kühlen Wüstenwind ist, dass die Nächte angenehm kühl bis sogar kalt sind. Wir fragen einen Einheimischen, ob wir übernachten dürfen und er meint, dass das kein Problem sei aber “the biting cold” kommt um halb 5. Zwinkerndes Smiley

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Jedes Dorf hat einen oder mehrere Chefs bzw. Sub-Chiefs. Sie leben in sogenannten Chefferien und haben nach wie vor eine Bedeutung in der Gesellschaft. Die Chefs (hier zu Lande Fon genannt) sitzen bei Zeremonien auf kunstvoll geschmückten Thronsesseln, oft mit einem mit Federn, Perlen oder Muscheln verziehrten Gewand, vor einem Leopardenfeld. Die Füße ruhen auf Stoßzähnen. Rituelle Tänzer tragen Masken. Der gleiche Fon kann sich dann am nächsten Tag geschäftlich nach Berlin fliegen lassen.

Bei unserer abendlichen Frage, ob wir an Ort und Stelle übernachten dürfen, müssen wir häufig beim Fon vorsprechen und ein kleines Gastgeschenk (Whisky ist hier sehr beliebt) reichen. Oft möchte die Polizei dann noch unsere Pässe kontrollieren und manchmal will auch noch das Militär mitspielen. Ein bisschen anstrengend so ab und zu, aber alles ganz friedlich. Wir denken, dass aufgrund der derzeitigen innerpolitischen Situation (der anglophone Teil Kameruns fühlt sich vom frankophonen größeren Teil unterdrückt und streikt gerade) alle ein bisschen nervös sind.

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Auf dem Mark entdecken wir “Buschmeat”. Mmmmh lecker … oder auch nicht. Wir möchten es lieber nicht ausprobieren.

Um es zuzubereiten muss man es in Wasser einweichen und dann stundenlang kochen. So lange bis es richtig tot ist Zwinkerndes Smiley

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Und es gibt noch mehr leckeres Essen:

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In Kumbo sehen wir die Statue eines lebensgroßen “weißen” Bischofs vor der 1955 erbauten eindrucksvollen Kathedrale.

Bei Edwin Binfon im Pro Coffee Shop lassen wir uns Kaffee und selbstgemachten Käse mit Salat schmecken.

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Chefferie von Mbot und ein mobiles Urinal irgendwo am Strassenrand:

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Wir übernachten bei Koutaba in einem Zisterzienser Kloster direkt in einer Kaffeeplantage.

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In Bandjoun steht die größte, schönste und bedeutendste Chefferie der Bamileke.

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Auf dem Weg in den Norden zur “kleinen Ring-Road”:

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Sam hat sich Afrika auf sein Bein tätowieren lassen und alle bisher bereisten Länder farbig markiert. Die Länder dieser reise fehlen natürlich. Sein Ziel ist klar, oder? Zwinkerndes Smiley

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Die grüne Grenze Nigeria nach Kamerun – selbst Einheimische fahren hier kaum – Teil 2

Wir durchfahren also nun diesen Grenzfluss nach Kamerun. Es sind zwar einige Einheimische am Fluss anwesend, die hier wohl in der Gegend ein Haus bewohnen müssen. Ansonsten ist hier wenig los. Auf die Frage, ob wir gegenüber weiterfahren können in ein Dorf oder gar in eine Stadt schaut man auf unsere Autos, begutachtet die Reifen und fragt nach Allradantrieb.

Dann nickt man wohlwollend und und meint: “It s possible…..but takes long”…… “The road is very very bad”Augen rollendes Smiley

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Na dann wollen wir mal los…….der Abend naht und es sind laut unserer Osmand Map auf dem Tablet noch gut 50 km bis zum nächsten größeren Dorf.

Die Piste wird enger und führt durch einen wunderschönen Regenwald. Gott sei Dank ist es trocken, denn der stellenweise tiefe Staub, der sich auf der Piste verteilt hat wird bei Regen zu einer fiesen schmierseifenartigen  Schicht, die selbst bei geringen Steigungen schon die Reifen haltlos auf den Felsen durchdrehen lassen. Und Steigungen haben wir einige zu überwinden. Zwei davon sind so steil und mit großen Felsen und Geröll gespickt, dass wir, ebenso wie Dan, beide Sperrdifferenziale einsetzen müssen, um diese materialschonend zu erklimmen.  Cooles Smiley

Da ich vorausfahre warte ich an einer dieser Steigungen auf Dan, da es hier am Ende des Berges auch noch um eine Kurve geht und der Weg dort sehr schräg ins Tal abfällt……..gut 30 Meter tief ohne Netz und doppeltem Boden.Verlegenes Smiley

Wenn hier im Busch etwas schief läuft, dann wäre es fatal. Noch fataler als es eh schon wäre selbst in Europa. Ninja

Also warte ich auf Dan. Als er selbst nach 10 min. nicht da ist –im Dickicht verliert man sich beim Fahren schon nach wenigen Metern aus den Augen!- werden wir nervös. Umdrehen geht nicht. Es ist einfach zu eng. Nicht nur an der Stelle, an der ich stehe sondern überall!

Kurz darauf kommt Sam angejoggt. Völlig außer Atem erzählt er uns, dass der Jeep von Dan Feuer gefangen hat im Motorraum!Enttäuschtes Smiley

Mehr kann er nicht sagen. Dan hatte wohl die Flammen mit dem Feuerlöscher wieder ausbekommen, was aber alles kaputt ist vermochte Sam nicht zu sagen.

Wie gesagt, umdrehen völlig unmöglich, also fahre ich die ganze Strecke rückwärts. Dani läuft hinter dem Auto zusammen mit Sam und den Stechmücken, die jetzt in der langsam einsetzenden Dämmerung noch mehr vorhanden sind. Nach vielleicht einem Kilometer taucht Dan hinter mir auf….Smiley

Ich hatte mich schon auf ein Nachtlager im Busch und ein Abschleppen aus dieser Gegend gedanklich angefreundet…..

Dan erzählt, dass es einen Kabelbrand an seinen Scheinwerfern gegeben hat und er es glücklicherweise schnell gerochen hat. Genau über der Brandstelle befindet sich der Servoöl-Ausgleichsbehälter aus Kunststoff. Nicht auszudenken, wenn dieser auch Feuer gefangen hätte. Da hilft dann kein billiger Baumarktfeuerlöscher mehr!

Ok also nichts wie weiter, es wird Dunkel und der gefährliche Anstieg liegt vor uns. Eine Nacht hier im Busch scheint uns sicher.  Wir erklimmen die Anhöhe mit weniger Problemen als erwartet und tauchen erneut ein in das Urwalddickicht.

Ungefähr nach einer Stunde –die Piste wird immer enger- gelangen wir in ein Dorf mit 2-3 Häusern. Hier ist auch ein Schlagbaum, der uns den Weg versperrt. Prima denken wir, eine Grenzkontrolle!

Doch weit gefehlt. Das Häuschen dazu steht leer und man sagt uns, dass wir hier nicht zu warten brauchen. Hier ist nach dem Bau des Häuschens noch nie ein Beamter abgestellt gewesen.

Wir müssen weiter fahren nach Abonshie. Dort gäbe es eine Grenzkontrolle!

Man braucht gute 10 Minuten bis die Schranke von dem Knotenwirrwarr des Seiles, das sie umschlingt befreit ist. Diese Schranke war ganz sicher dieses Jahr noch nicht auf Zwinkerndes Smiley

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Wir fahren erst einmal weiter, aber uns ist klar, dass wir uns nun nach einem halbwegs geraden Platz Ausschau halten müssen, an dem wir schlafen können. Dann taucht ein Dorf mit ca. 5 Häusern auf und wir fragen, ob wir hier schlafen dürfen. Natürlich ist man erfreut über unseren Besuch und genehmigt uns dies sofort.

Wir stellen uns direkt vor eines der Häuser und Sam stellt sein Zelt im Dunkeln ebenfalls auf den Vorplatz.

Die Leute hier lassen uns schnell in Ruhe als wir versprechen, uns morgen früh ausgiebig mit Ihnen zu unterhalten. Nun sind wir müde und wollen nur noch schlafen. Heiß ist es hier im Regenwald in dieser Nacht. Dennoch schlafen wir gut und lange.

Bis auf Sam. Er wird gegen 4 Uhr in der Früh von einem Hahn geweckt, der sich entschlossen hat seinen morgendlichen Weckruf direkt an seiner Zeltwand zu tätigen. Und das natürlich nicht nur einmal.

Am Morgen steht natürlich schon das ganze Dorf Spalier und wartet darauf, dass sich endlich unsere Autotüren öffnen. Wir kochen Kaffee und Tee und verteilen ihn so gut es geht an alle, erzählen woher wir kommen und was wir so treiben hier. Dani s Kaffee wird erst getrunken, nachdem sie selbst von der Tasse ein Schluck genommen hat. Vorkosterin? Wir denken, dass es sich um das übliche Höflichkeitsritual handelt. Zwinkerndes Smiley

Nach einer guten Stunde verabschieden wir uns und fahren erst mal etwas weg von hier, um dann zu frühstücken. Wir wollten nicht den Leuten hier etwas “voressen” und zum Teilen hätte unser Vorrat wirklich nicht gereicht.

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Die Piste wird breiter aber nicht besser bis nach Abonsne.

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Hier jedoch heißt es wir müssen, entgegen unserer Richtung, nach Norden nach Abonshie bei Abong am Grenzfluss fahren. Dort gibt es den Stempel………angeblich.Party-Smiley

Ok es sind nur 1h Umweg und da wir uns immerhin schon 24h “illegal” im Land aufhalten wollen wir diese Möglichkeit versuchen.

Tatsächlich befindet sich dort eine Custom Control und Police. Wer hätte das gedacht!

Nachdem wir mit Ärger rechnen, da ja auch durch den Ausgangsstempel aus Nigeria unsere Einreise nachvollziehbar ist und wir aus der falschen Richtung kommen, stellen wir sicherheitshalber das Auto hinter der Schranke ab.

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Aber alles läuft gut. der Polizist sagt uns, dass er seit drei Jahren nun hier vor Ort ist und noch kein Fremder je an diesem Übergang war. Kein Wunder denke ich, denn der breite Grenzfluss hier kann nur mit einer Piroge überquert werden. Er ist selbst jetzt in der Trockenzeit zu tief. Da haben wir ja Glück gehabt, dass bei unserer Durchquerung gestern die Wassertiefe keine Rolle gespielt hat.

Dan hat weniger Glück, er verhaspelt sich mit seinen Aussagen und man schaut sein Carnet genauer an. Man stellt fest, dass es ja gar nicht für Kamerun gilt und will, dass er ein Laissez le passage “kauft” welches 90 Euro kostet. Nachdem das natürlich auch mich betrifft und man nun auch mein Carnet genauer ansieht versuche ich die Kurve zu bekommen.

Immer wieder nehme ich dem Beamten unter einem Vorwand das –ja schon abgestempelte- Carnet wieder aus seinen Händen und versuche zu erklären warum Kamerun nicht darauf angegeben ist. Letztendlich überzeuge ich ihn dadurch,dass ja auch Deutschland nicht darauf ist oder Frankreich und die Europäer einfach schlampig sind beim Auflisten der Länder…….Vielleicht wissen sie ja gar nicht, dass Afrika aus verschiedenen Ländern besteht usw. Smiley mit herausgestreckter ZungeFlirten - Mann

Er lässt uns von Dannen ziehen und wir schauen, dass wir so schnell es geht das Dorf verlassen.

Wellcome Cameroon……..nun haben wir es geschafft. Nur noch weitere 50 Pistenkilometer bis wir bei Nkambe eine schlechte Teerstraße erreichen.

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