Die Küste Ghanas-Ezile Bay

Kaum zu glauben, aber doch wahr: Wir kommen kaum zum Bücher lesen… Irgendwie ist man immer mit Recherchieren beschäftigt. Sei es, um Unterlagen für das Visum zusammen zu bekommen oder im Reiseführer die weiteren Sehenswürdigkeiten herauszufinden und diese dann wieder auf der Landkarte zu lokalisieren. Oder wir sitzen im Auto und fahren. Oder wir reparieren und halten das Auto sauber und in Schuss. Und ihr glaubt nicht, wie wenig man in Afrika alleine schon durch das Klima erledigt bekommt. Zwinkerndes Smiley In Ezile Bay faulenzen wir mal wieder so richtig.

Auf dem Weg nach Ezile Bay leitet uns das Navi auf einen wunderschönen Weg. Leider geht dieser kurz vor dem Ziel, an einem sehr kleinen Dorf, in einen Fußweg über. Die Dorfbewohner feiern glaube ich gerade eine Hochzeit. Eine Frau ist ganz in Weiß gekleidet. Ein einfaches, schlichtes, weites Kleid. Ihre Haare sind schön hergerichtet und sie ist im Gesicht mit Reisornamenten verziert. Die Lippen sind knallrot. Auch die Lippen der anderen Dorfbewohner, auch mancher Kinder sind knallrot geschminkt und ein wenig über die Lippen hinausgehend angemalt. Einer der Jungen spricht Englisch und sagt, dass der Weg schon noch weitergeht. Er will ihn uns zeigen. Vom ganzen Dorf umrundet, wendet Didi das Auto und steigt dann doch erst mal aus. Er läuft mit dem Jungen ca. 50 m in den Busch und gibt dann auf. Hier geht es weiter ja, aber nur für einen Fußgänger oder Fahrradfahrer. Mit einem Auto kommt man hier nicht durch.

Also, alles wieder zurück und den langen Weg nehmen….

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Wir durchfahren riesige Kautschukplantagen und schauen zu, wie der Kautschuk geerntet und gereinigt wird.

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Angekommen genießen wir das Leben, faulenzen so richtig und lesen viel. Smiley

Die Angestellten hier sind extrem nett und schmeißen den Laden prächtig. Abends gibt es immer lecker Essen und kurz nach Einbruch der Dunkelheit kommt der Nachtwächter vorbei, legt sich auf die Liege am Strand und genießt ebenfalls das Leben Cooles SmileyGhana0841

 

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Die Küste Ghanas-Ankobra Beach

Auf dem Weg zur Küste durchfahren wir die Goldkammer Ghanas. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn hier wird die Landschaft einmal um 180 Grad umgegraben, um das hier vorhandene Gold zu finden.

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Natürlich sind große Firmen am Werk. Allen voran die Chinesen, die als Gegenleistung Straßen bauen…..

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Straßen, die hauptsächlich dazu genutzt werden das Gold abzutransportieren und deshalb auch nur in die von ihnen gewünschte Richtungen gehen.Party-Smiley

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Einige Städte sind hier fest in chinesischer Hand. 90% der Schilder sind in chinesischer Schrift gehalten.

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Natürlich versucht aber auch eine Menge Einheimischer ihr Glück beim Goldschürfen. Ob schon jemals einer reich geworden ist entzieht sich unserer Kenntnis, aber sicher ist, dass viele am Existenzminimum leben müssen. Nachdem die “Landschaft” nicht wirklich einladend ist und wir auch vermuten, dass jede Menge Giftstoffe verwendet werden, um das Gold aus der Erde zu lösen und sich somit auch noch im allgegenwärtigen Schlamm befindet, verzichten wir aufs Wild Campen und suchen ein Hotel auf, welches uns im Hof schlafen lässt. Auch wollen wir nicht die privaten Goldsucher “stören” das könnte ins Auge gehen. Zwinkerndes Smiley

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Als wir an der Küste ankommen, fahren wir zu Ankobra Beach. Ein paar Tage ausspannen und wieder das Meer und die frische Brise und die schöne Natur genießen!

Hier machen wir das erste mal Bekanntschaft mit Volunteeren. Ja hier, in einem Luxusresort. Hm.

Das Konzept “Volunteer” war uns bisher noch nicht im ganzen Ausmaß bekannt. Die netten jungen Leute erzählen uns, dass sie über eine offizielle Vermittleragentur in Deutschland gebucht haben. Namen wollen wir jetzt lieber mal nicht nennen. Für den ersten Monat bezahlt man 1200 Euro und für jede folgende Woche 200 Euro. Ja richtig gelesen: Sie bezahlen, damit sie dann ohne Bezahlung im Land arbeiten. Das Ganze nennt sich wohl Entwicklungshilfe. Von diesem Geld kommen pro Monat im Resort ca. 350 Euro an. Das reicht sowas von locker für deren Unterkunft und die Verpflegung. Da bleibt noch viel übrig. Wohin dieses Geld fließt konnte uns keiner sagen gewundert hat sich aber auch jeder der Volunteere. Nur ein Scherz

Hier im Resort kann jeder Volunteer ein Projekt wählen. Da gibt es: Arbeiten im Garten (der dann das Resort-Restaurant mit frischem Obst und Gemüse versorgt), Schildkröten beobachten (die dort nachts ihre Eier am Strand ablegen sollen), Recycling (Müll aufsammeln am resorteigenen Strand und daraus etwas basteln, dass dann sowieso keiner kauft – sorry, wer möchte schon eine Tasse aus einer Wasserplastikflasche haben? Hier benutzen die Menschen keine Becher und wenn dann nur zum Duschen – siehe bucket shower), Bambus-Projekt (aus Bambus werden Möbel gebaut…na für wen wohl?).

Die Volunteere haben sich das auch anders vorgestellt. Nun aber mal hier, haben sie sich eben irgendwie damit arrangiert. Manche machen dann einfach gar nichts mehr und machen Urlaub. Auch verständlich, wenn man eigentlich hier her kam, um den Einheimischen zu helfen.

Wir haben die Gespräche genossen und die Gesellschaft diese feierfreudigen Völkchens. Smiley hicks Zwinkerndes Smiley

Auch der Strand ist wunderschön. Traumhafte Gegend!

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Und kurz vor der Abfahrt bemerkt Didi dies:

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So ein Mist. Nun hat dieser Reifen schon zwei Löcher und das ist auch noch der mit dem besten Profil…

Kratersee bei Kumasi

Über den Kraterrand hinüber, fährt man steil bergab auf den See zu, der von dichtem, unglaublich grünem Wald umrundet ist. Irgendwie sieht es hier aus wie früher die Berge der Spielzeugeisenbahnen bewaldet waren, mit viel Moos und unwirklich grün. Die Fischerdörfer sind leider in gewohnter Weise eher ärmlich. Sie profitieren wohl nicht wirklich viel von den Touristen und Expats, die hier gerne ihr Wochenende verbringen. Die Cocoa Lodge liegt direkt am See und wurde von der Besitzerin liebevoll bemalt.

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Abends essen wir gemeinsam mit anderen Gästen leckeres Steak Zwinkerndes Smiley Die einen mögens eher medium, die vielen anderen eher blutig… Verwirrtes Smiley

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Da sind uns diese Besucher schon vieeeel lieber:

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Das Gewässer ist den hier lebenden Ashanti heilig. Nach dem Tod sollen die Seelen der Verstorbenen hier Abschied vom Gott Twi nehmen. Da dieser kein Metall mag, darf der See nur von Holzbooten befahren werden. Das ist dem Besitzer des motorisierten und modernen Wassertaxis wohl nicht bekannt… (leider kein Foto vom Boot). Wer weiß, wie lange dieser Mann noch leben wird….?

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Auch Didi lebt gefährlich. So manch einer wurde von einer Kokosnuss schon krankenhausreif geschlagen…

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Beim Weiterfahren entdecken wir Kakaopflanzen:

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Die Wasserfälle von Kintampo

Die Wasserfälle, auch Fuller Falls genannt, erstrecken sich über drei Stufen. Der unterste und größte Wasserfall ist als Zwischenstopp bei Busreisenden sehr beliebt. Für 10 Minuten stürzen sich die Einheimischen ins kühle Nass und veranstalten dabei einen höllischen Lärm. So, als ob sie noch nie unter einem Wasserfall gestanden haben (haben sie ja vielleicht auch tatsächlich nicht), juchzen und grölen sie, machen Selfies und posen für die Kamera des Freundes. Auch wir werden oft gefragt, ob sie ein Foto von uns machen dürfen. Auf unserem Stein sitzend kommen wir uns fast schon wie eine Touristenattraktion vor. Zwinkerndes Smiley

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Badehaube – african style:

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Viele Einheimische holen sich hier Wasser und schleppen es die 150 Stufen hinauf. Wir wissen nicht, ob es sich um besonders reines, heiliges, oder was auch immer Wasser handelt.

Kommentar Didi:

Sicher ist aber, es ist dasselbe Wasser wie oberhalb des Wasserfalls….und somit könnte man sich die Stufen eigentlich sparen Party-Smiley

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Larabanga–ein Erlebnis, das wir schnell vergessen wollen

Wir fahren frühmorgens los, um einen kurzen Besuch der angeblich ältesten Lehmmosche in Ghana zu machen. Nachdem wir gerade in den letzten Wochen immer wieder negative Erfahrungen gemacht haben bei Besuchen von Touristen”attraktionen” ist auch dieser Besuch bei uns mit gemischten Gefühlen verbunden.
Was wird nun wieder passieren?
Es kommt schlimmer als erwartet!
Schon als wir durch die Stadt Larabanga fahren schreien uns jede Menge unsympathischer Typen irgendetwas hinterher und pfeifen usw.
Wir verstehen nicht was sie sagen. Aber wir wissen was sie wollen…….Geld! Trauriges Smiley
Immer nach dem Motto:
Wir sind Schwarz und arm ihr seid Weiß und reich, also gebt und gefälligst etwas. Rassismus einmal andersherum. Leider sehr verbreitet in Westafrika!
Wir kommen also an der Moschee an, indem wir durch eine enge Gasse fahren müssen (=öffentliche Straße). Wir stehen noch nicht einmal, werden aber schon von vier bis sechs Jugendlichen „herzlichst“ empfangen. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, stehen sie sehr dicht um uns herum.
Ohne Hallo zu sagen heißt es sofort, dass wir bezahlen müssen weil wir einen Blick auf die Moschee werfen. Ein Foto machen ist verboten ohne zu bezahlen. Wir benötigen einen Guide sobald wir aus dem Auto sind usw. usw.. Es geht NUR um Geld! Und das in einer bisher unüblichen und extrem aggressiven Form.
Dani wird sofort sauer. Sie erklärt richtigerweise, dass wir uns  wie gehetzt und wie ein gejagtes Tier fühlen, man uns nicht mal aussteigen lässt, ohne uns zu belästigen, und dass es wohl ein Witz ist, dass man Geld bezahlen muss, um einen Blick von außen auf ein heiliges Haus zu werfen.
Als einer der Typen dann erklärt es ist ein Gesetz des Dorfes/Stadt, dass wir bezahlen müssen sage ich ihm er soll mir das mal zeigen. Er sagt, der Chef der Moschee (also der Imam) hätte das Gesetz erlassen und er wird ihn nun holen, da er auch ihr Chef ist.
Soll er machen!

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Während ich den anwesenden Heuchlern erkläre, das wir nicht dafür bezahlen eine Moschee von außen anzusehen und wir nach ihrem freundlichen Auftreten auch die Lust am Besuch dieses Ortes komplett verloren haben, macht Dani noch drei Fotos, damit man wenigstens weiß, um welches Gebäude es hier überhaupt geht.
Versuche zu erklären, dass sie mit einem solchen Verhalten dem ganzen Dorf schaden und sicher bald gar kein Tourist mehr kommt, scheitern schon im Ansatz.
Zu einfach sind diese Typen gestricktTrauriges Smiley

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Nun fangen die Typen an Baumstämme (liegen die etwa extra dafür bereit?) über die enge Gasse zu ziehen, um uns den Weg zur Straße zu versperren! Ich steige ins Auto und denke zuerst, dass es vielleicht noch einen anderen Weg aus dem Vorplatz der Moschee gibt. Leider scheint das aber nicht so. Ich sehe auch, dass Dani versucht die Stämme wieder zurückzuziehen…..und rufe sie, dass sie einsteigen soll.
Ich muss Vango erst wenden, um schnell weg zu kommen, will nicht noch mehr Zeit verlieren bis die Barriere noch grösser wird! Dani kommt nicht…..
Die Situation macht mir Angst. Wir sind die einzigen Weißen hier und die Menschenmenge wird immer größer. Hilfe von einem der Umstehenden hat man als Weißer nicht zu erwarten, soviel  ist klar…. das weiß jeder Afrikareisende. Nachdenkliches Smiley Das ist nicht schön, aber die bittere Wahrheit.
Bis ich gewendet habe hat sich die Barriere schon ziemlich aufgetürmt. Ca. 5 bis 7 krumme Baumstämme mit ca. 15 bis 20cm Durchmesser liegen nun im Weg. Der ganze Stapel ist einen guten Meter hoch und schaut irgendwie scheiße aus!
Ich denke mir „Mist….Gas und durch,“ habe aber Zweifel, ob das gut geht.
Egal. Also Gaaaas!!! AlienTeufelVor Wut kochen
Vango meistert den Stapel mit Bravour. Es klappert und scheppert gewaltig, aber ich bin drüber und halte dann an. Da sehe ich auch schon Dani im Rückspiegel zum Auto rennen. Gut, sie kommt und wir können endlich weg aus dieser blöden Situation.
Als Dani im Auto sitzt merke ich das etwas nicht stimmt. Sie ist mehr aufgebracht als ich es erwarte…..dann erzählt sie mir was passiert ist!
Als sie einen der Stämme wegziehen wollte hat sie einer der Männer am Hals gepackt und die Kehle zugedrückt. So stark, dass sie keine Luft mehr bekommen hat und hat sie dann nach hinten drückend aus dem Weg gestoßen.

Auch hat sie einige Schürfwunden davongetragen!

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Jetzt geht mir natürlich völlig die Hutschnur hoch! Vor Wut kochenNinja
Ich greife hinter meinen Sitz wo ich einen Holzprügel verstaut habe. Dank meiner immer noch lädiert Schulter komme ich nicht schnell genug hin…..egal Fledermaus
Ich springe aus dem Auto, renne in die Menschenmenge in der Gasse und schreie den Mob an:
Who touched my wife, who was the ashole.  I want see him!“
Ich schreie wieder und immer wieder. Dummerweise fällt mir das Wort Feigling im Englischen gerade nicht ein. Nur zu gerne würde ich es sagen.

Alle glotzen sie mich nur blöd an und tun so, als ob sie gar nicht wissen, um was es geht.
Allen voraus der Chef der Moschee (ich nehme an es ist der Imam ), er grinst mich frech und abwertend  an….am liebsten würde ich ihm einen Nackenschlag verpassen. Es ist der Typ hier im unschuldigen weiß gekleidet.

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Aber dann lüncht man mich hier an Ort und Stelle, das ist mir klar.
Das Beste ist noch als einer aus der zuschauenden Menschenmenge hier meint: „Keep cool“…..”Take it easy.”
Da hat einer der Typen meiner Freundin die Gurgel zugedrückt und ist dann feige verschwunden währen 50 Mann zugeschaut haben. Und ich soll ruhig bleiben?
Was ist das für ein erbärmliche feiger, niederträchtiger Haufen hier in diesem Dorf?
Ich hole meinen Fotoapparat und mache ein Bild von der Gasse.  Natürlich laufen nun schnell alle weg…..nur nicht am Foto drauf sein.   Und rufe noch dazu das ich das “reporten” werde! Die Baumstämme haben sie übrigens ganz schnell, bevor ich das Foto gemacht habe, schon wieder beiseite geräumt….

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Nun auf einmal kommt der eine oder andere auf mich zu und entschuldigt sich und bittet darum, dass ich nicht weitererzählen soll was passiert ist. Es tut ihnen ja fürchterlich leid und selbstverständlich können wir die Moschee besichtigen und man würde uns alles zeigen!
Was denken die denn? Das wir da nun noch Lust haben?
Ich steige ein und nachdem bei Dani alles ok ist fahren wir los……das Ganze muss erst nun mal verarbeitet werden.Alien
Uns ist klar, dass wir nicht alle über einen Kamm scheren dürfen, und dass wir nun besonders den netten Begegnungen wert schenken sollten, um weiter unbeschwert und ohne Angst reisen zu können. Es wird schwer fallen die erste Zeit. Vor allem in Ghana, das somit einen bitteren Nachgeschmack bei uns hinterlassen wird.

Später erfahren wir, dass dieses Dorf berüchtigt ist für sein aggressives Auftreten Touristen gegenüber. Dass nicht mal Einheimische ohne Begleitung dort hin wollen.  Leider kommt diese Info zu spät.

Und natürlich werden wir darüber berichten. In sämtlichen Overlanderforen, in denen wir unterwegs sind, denn dafür sind diese da. Nicht nur die guten Seiten sollen berichtet werden, nein auch Dinge, die man besser schnell vergisst. Finden wir jedenfalls.

Ich möchte aber eines noch sicherstellen. Wir glauben nicht, dass dieses Problem mit dem muslimischen Glauben zu tun hat. Es hätte genau so auch vor einem von Touristen gerne besuchten Ziehbrunnen oder sonst wo passieren können!

Es ist einzig ein Problem einzelner Personen/Gruppen vor Ort! Leider auch immer genau da wo Pauschaltouristen verkehren und mit einem nicht landesgerechten Verhalten sehr viel Mitschuld tragen.

Mole Nationalpark–unsere ersten Elefanten

Auf dem Weg zum Nationalpark machen wir beim Mystic Stone in Larabanga (von diesem Dorf werdet ihr noch Unschönes lesen…) halt. Angeblich war er wegen des Straßenbaus entfernt worden. Am nächsten Morgen stand er jedoch wieder an derselben Stelle. Die Straße führt nun wenige Meter am Stein vorbei. Einheimische haben eine Mauer darum gebaut, damit man ihn von der Straße aus nicht sehen kann. Vorsicht: Beim Parken auf dem großen Parkplatz (ihr werdet die einzigen sein, die dort stehen – so groß ist der Ansturm) werdet ihr von bettelnden Kindern nach Bällen gefragt. Mindestens ein junger Mann möchte seine Hilfe als Guide anbieten. Schafft man es, den kurzen Weg zum Stein selbständig zu laufen, erwartet dich der Hüter des Stein, ein älterer Herr, der kein Englisch spricht, um dir alles erklären zu wollen.

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Für uns ein riesengroßer Fake.Party-Smiley

Wir fahren –unbeabsichtigt- durch den Hintereingang in den NP ein und somit haben wir die Möglichkeit ungestört alleine den ganzen Tag im Park umherzufahren.

Diese Fahrt im Nationalpark genießen wir sehr. Bilder sagen mehr als tausend Worte:

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Im Mole Hotel laufen Paviane und Warzenschweine im Vorgarten herum. Ein Pavian setzt sich auf Vangos Außenspiegel. Das lässt sich Vango nicht gefallen und hupt einmal laut, so dass der Affe alle viere von sich streckt und vom Auto hüpft. Leider gibt es hiervon kein Foto.

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Buschtaxi XXL

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Tamale und die “Naming-Ceremony” bei Hassan

Auf dem Weg nach Tamale sehen wir wieder viele Schulkinder, die täglich seeeeehr lange Strecken zur Schule laufen müssen. Und das in DER Hitze.

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In Tamale gibt es moderne Häuser und der Neubau boomt.

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Wir treffen Hassan, der uns mit unserem Ghana Visum so sehr geholfen hat, indem er uns ein Einladungsschreiben ausgestellt hat. Seine Tochter ist heute genau eine Woche alt. In Westafrika ist es üblich, nach einer Woche den Namen des Kindes mit einer riesigen Feier bekannt zu geben. Wir kommen erst mittags an, da wir nichts von der Feier wussten und Hassan eigentlich nicht einmal mit einem Besuch von uns belästigen wollten. Die meisten Gäste sind schon wieder gegangen, da es unter der Woche ist und sie arbeiten müssen. Wir genießen die kurze Zeit mit Hassan und seiner Familie sehr und müssen dann aber (mangels Übernachtungsplatz in Tamale und die Einladung von Hassan über Nacht zu bleiben möchten wir dann doch nicht annehmen – er hat schon genug für uns getan!) weiter fahren.

Ein Platten bringt unseren Zeitplan dann doch noch durcheinander:

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Welcome to Ghana beim Grenzübergang Tatale

Ich habe eine Tourbeschreibung eines Reiseanbieters gefunden, in welchem beschrieben steht, dass man von Sokode über das Bassari Land, mit einer kurzen Besichtigung des altertümlichen Hochofens kurz vor der Grenze gelegen eine der größten Städte Ghanas Tamale erreicht. Liest sich ganz nett. Wir treffen an der Grenze ein deutsches Paar, dass die Tour in umgekehrter Richtung macht und SIE, wohl völlig genervt von der Rüttelpiste im nicht klimatisierten Kleinbus, nicht einmal aussteigt. Es steht nicht in der Reisebeschreibung, dass man den ganzen Tag im Auto sitzt, sich die Straße gerade im Bau befindet und somit unendlich viele Schlaglöcher hat und das Bassari Land eher uninteressant ist. Zwinkerndes Smiley

 

Ein touristisches “Highlight”, das im Reise-Know-How sehr spektakulär beschrieben ist, schauen wir uns doch noch in Togo an:

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Äh, nein. Nicht das. Dieses hier:

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Hier sollen in vergangenen Tagen Hexen in eine Löwengrube geworfen worden sein… 600 m tief. Hm. Wir sind laut Schild eindeutig an der richtigen Stelle. Der Fels ist jedoch nicht mal 30 m hoch, schätzen wir, und eine Grube für Löwen und Krokodile haben wir hier auch nicht gesehen….

Der Berg auf dem wir uns befinden ist gerade mal 670 Meter hoch Party-Smiley

 

Auf dem Weg zur Grenze:

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Wir reisen relativ unspektakulär aus Togo aus. Der Sicherheitsbeamte ist mit einer Steinschleuder bewaffnet (ok, sie ist größer als die der Nachtwächter in SenegalZwinkerndes Smiley), das Carnet wird anstandslos gestempelt, nur der die Pässe stempelt möchte auf einmal noch 2000 CFA haben und den Führerschein sehen – bei der Ausreise!!!? Ihr kennt uns ja mittlerweile…wir zahlen nix. Muss man auch nicht.

Didi lacht die Beamten an und sagt frei übersetzt während er ins Auto steigt “ Nein Nein wir müssen nichts bezahlen für eine Arbeit die ihr macht. Wir benötigen die Einträge nicht die ihr ins Buch schreibt. Das wollt ihr!” Startet den Motor und fährt los

Ein paar Meter weiter ist die Grenze zu Ghana. Endlich wieder englisch sprachig Smiley.

Neu für uns ist, dass man zunächst durch die Gesundheitskontrolle muss. Da es sich um einen kleinen Grenzübergang handelt und es hier kein Fieberthermometer gibt, werden lediglich unsere Impfpässe kontrolliert und weiter geht s zur Passkontrolle. Der Beamte scherzt noch und meint, die Lady könnte mit den Pässen ja schon mal vorlaufen und der Mann fährt mit dem Auto hinterher. Er findet seinen Vorschlag total witzig und lacht sich schlapp.

Wir werden wieder sehr nett mit “Welcome to Ghana” begrüßt, müssen einen kleinen weißen Zettel ausfüllen und stimmen die Grenzbeamten nachdenklich…hier kam wohl noch kein Tourist mit dem eigenen Fahrzeug durch. Sie meinen, dass bevor sie unsere Pässe stempeln (und unser single-entry Visum somit “aufgebraucht” ist), wir zunächst beim Zoll fragen sollen, ob die uns mit unserem Auto überhaupt reinlassen. Wenn die “Ja” sagen, sollen wir zurück laufen und unsere Pässe werden dann gestempelt. Schön, hier denkt man wohl mit. Wir laufen zum Zoll und erklären dem Beamten, wie man das Carnet ausfüllen muss. Er machts, wir laufen zurück und bekommen 60 Tage Aufenthaltserlaubnis in Ghana. Yeah, sehr nette Beamte. Die Aufenthaltsdauer liegt nämlich (selbst wenn man ein 2 monatiges Visum beantragt und auch erhalten hat) in deren Ermessungsspielraum. Smiley

Alles läuft hier total locker ab, mit Wohlwollen und gesundem Menschenverstand. Sehr nette, clevere Leute die Ghanaer.