Nachtrag zu Wimbe

11.8.2019

Als wir aus dem Dorf heraus fahren, sehen wir ein paar Junge Männer, die offensichtlich irgendeiner uns unbekannten Tradition folgen.

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Wir fahren am Schrottplatz und an der weiterführenden Schule vorbei.

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Eindrücke auf der Straße und in Mzuzu:

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Wimbe-Der Junge, der den Wind einfing

10.8.2019

Wir haben den auf einer wahren Geschichte basierenden Film “Der Junge, der den Wind einfing” Anfang des Jahres in Windhoek geschaut und er hat uns so berührt, dass wir unbedingt an den Ort des Geschehens –nach Wimbe- fahren möchten.

Ein Junge, dessen Eltern das Schulgeld nicht mehr bezahlen können, wird der Schule verwiesen. Durch einen Trick schleicht er sich täglich in die Schulbücherei und studiert die Bücher. Ein Buch über Windräder hat es ihm besonders angetan und als es in Malawi eine große Dürre gab, möchte er das Brunnenwasser per Pumpe fördern, um so eine größere Fläche Ackerlandes bewässern zu können. Doch es gibt weder Pumpe noch Batterie oder sonst irgend etwas im Dorf. Aus Schrott und mit Teilen des Fahrrades seines Vaters sowie eines Dynamo baute er ein Windrad, welches eine alte Autobatterie speist, die die selbst gebaute Wasserpumpe antreibt. Dadurch konnte der Hungersnot ein Ende gesetzt werden. So der Film.

Angeblich soll das Windrad dort immer noch stehen. Das ursprüngliche Windrad gibt es nicht mehr. Das Holz wurde wahrscheinlich zu Brennholz verarbeitet, als für den Film ein neues Gestell gebaut wurde. Winking smile 

Aber von Anfang an: Wir fahren nach Wimbe. Dort ist außer einer auf das Schulgebäude der weiterführenden Schule aufgemalten Windmühle kein Hinweis auf die Existenz eines tatsächlichen Windrades zu finden. Wir fragen nach ergebnislosem Suchen im Dorf nach. Ein junger Mann erklärt sich bereit uns zu führen. Wir erreichen das Elternhaus William Kamkwamba und haben das Gefühl die ersten Besucher zu sein, denn das Windrad liegt lieblos neben anderem Schrott in einer Ecke des Innenhofes. Daneben steht das hölzerne Filmgestell und daneben ein neues, stählernes Windrad (ebenfalls von William gebaut). Leider spricht keiner in der Familie genügend Englisch, um sich über den Film unterhalten zu können und auch unser “Guide” ist dem Englischen nicht wirklich mächtig. Nun denn… wir haben das Gefühl an einem sehr wichtigen Ort zu sein und leider den Helden selbst nicht anzutreffen (dachten wir uns schon). Leider bekommt die Sache am Ende einen bitteren Nachgeschmack, denn die Familie möchte “Eintrittsgeld”. Wir sind enttäuscht, denn davon war anfangs keine Rede. Zahlen in unterschiedlicher (und auch unverschämter) Höhe werden uns an den Kopf geworfen. Also Vorsicht beim Besuch dieser Familie.

Wir haben nachträglich auch erfahren, dass William das Windrad aus Teilen des hiesigen Schrottplatzes gebaut hat, um elektrische Geräte im Haushalt zu versorgen. Elektrische Geräte?? Herd, Ofen, Waschmaschine,… all das gibt es nicht in ländlichen afrikanischen Haushalten. Handy? Fernseher? Musikanlage? Schon eher. Winking smile  Egal … der Film basiert ja lediglich auf einer wahren Geschichte und es ist schon bemerkenswert, wenn ein ca. 13 jähriger Junge ein Windrad baut. Und das hat William tatsächlich getan, wurde beim der afrikanisches Version von “Jugend forscht” ausgezeichnet und erhielt ein Stipendium.

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Leider sind gerade Schulferien und so sind die Schulgebäude der Grundschule abgesperrt.

Mäuse

9.8.2019

In Malawi wird eine besondere Delikatesse angeboten: Mäuse am Spieß.

Ich gestehe, dass ich von den Spießen wirklich gerne ein Foto hätte. Doch wie soll ich es angehen? Anhalten und für ein Foto bezahlen? Sicher nicht! Das ist genauso falsch wie bettelnden Kindern etwas zu geben.

Der Plan ist folgender: Anhalten. Einen Spieß abkaufen. Fragen, ob noch ein Foto möglich sei. Die Mäuse mitnehmen. Um ein paar Ecken fahren. Fotos machen und die Mäuse unbeobachtet los werden. Die Mäuse werden sicherlich nicht unnütz gestorben sein. Entweder Mensch oder Tier wird sie finden…

So machen wir es dann auch. Die Kinder sind sehr überrascht, als wir den Spieß tatsächlich –in Begleitung einer Unmengen von Fliegen- mit ins Auto nehmen.

Die Mäuse werden zunächst gekocht und zwischen diesen Stöckchen aufgereiht. Vor dem Verzehr sollte man sie erst grillen, sonst wird die Sache etwas haarig. Winking smile

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Ntchisi Forest

8.8.2019

Auf dem Weg zum Urwald:

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Die Eigentümer dieser Lodge haben wir im South Luangwa kennen gelernt und zufällig noch zwei mal auf dem Weg getroffen. Sie laden uns ein, bei ihrer Lodge zu campen. Die Lodge läge am letzten Regenwald Malawis. Also nix wie hin. Der Wald ist schon ganz schön geschrumpft und wir sind uns nicht sicher, ob es sich in der heutigen Zeit noch um einen Regenwald oder mittlerweile eher um einen ursprünglichen Wald handelt. Auf unsrer Wanderung hören wir leider fast immerzu die Motorsäge der Waldarbeiter. Trotzdem genießen wir die mehrstündige Wanderung im kühlen, verwunschenen Wald (rote Route). Einer der Lodge Hunde begleitet uns. Die Lodge ist ein herrliches Fleckchen Erde. Friedlich und ruhig. Wir genießen die Stille und die Samango Affen und das Chamäleon direkt von der Terrasse der Lodge aus.

Abends lernen wir zwei Deutsche auf dem Sunset Rock kennen, die ihren Begrüßungstrunk dort hin gebracht bekommen. Nett ist auch die Verabschiedung durch die Manager mit den Angestellten.

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Ups–wir sind in Mosambik

7.8.2019

Malawi ist zum wild campen nicht das einfachste Land… soooo viele Menschen… immer und überall. Und wenn es mal keine gibt, dann gibt es auch keinen Weg, der in den Busch führt.

Kurz vor dem Abzweig zum Golomiti Pass werden wir fündig. Mehrere Wege führen links der Straße in die Felder. Da es schon dunkel wird, legen wir auch keinen großen Wert auf einen großen Baum oder Felsen, hinter dem wir uns verstecken könnten. Friedlich schlafen wir ein und werden morgens in “local language” geweckt: “problem, problem”. Mit Händen und Füßen und ein paar Brocken Englisch verständigen wir uns. Auf das “problem, problem” antworten wir, dass wir kein Problem haben und lediglich hier geschlafen haben. Darauf hin die “Frage”(?): “Mosambik”. Wir: “Nein, wir möchten nicht nach Mosambik. Wir fahren nach Lilongwe (Malawi).” Unser Gesprächspartner deutet auf den Boden und sagt: “Mosambik.”  Ups. Das klingt eindeutig. Ein Blick auf die Karte eröffnet dann auch, dass dieser Mensch recht hat (auf dem Navi war keine Grenze zu sehen). Die Teerstraße bildet die Grenze. Doch wo genau diese verläuft? Mittelstreifen? Winking smile

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Die Passstraße ist sehr nett und die Holzarbeiten sind wahre Kunstwerke. Türen der Autos lassen sich öffnen. Das Pedal dreht sich, man kann lenken und der Kettenantrieb funktioniert auch einwandfrei.

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In Lilongwe herrscht für diese Tageszeit ungewöhnlich viel Verkehr. Es geht langsam voran und da wir sowieso tanken müssen, fahren wir die nächste Tankstelle an. Plötzlich wird der Tankwart ganz hektisch. “There is something wrong.” Leute laufen weg. Autos nehmen die Abkürzung über die Tankstelle. Alle scheinen plötzlich vor irgendetwas zu flüchten. Vor einer Minute war es noch ganz ruhig. Jetzt ist die Stimmung panisch. Der Tankwart bricht den Tankvorgang ab. Wir sollen sofort verschwinden. Es handelt sich wohl um eine Demonstration. Die Malawier sind mit dem Ausgang der Wahlen vor einigen Wochen nicht zufrieden und die Sache ist immer noch nicht geklärt. Wir zahlen schnell und fahren dahin, wohin alle Autos flüchten. Gehupe und Hektik und Angst…. von jetzt auf nachher. Keiner weiß, ob die Demonstration nicht auch diese Straße entlang kommen. Sie tuen es nicht. Von den Seitenstraßen strömen immer mehr Autos in die Hektik hinein. Als es wieder ruhiger wird, fahren wir wieder auf unsere ursprüngliche Route zurück und entdecken eingeworfene Scheiben. Steine auf der Straße und abgebrannte Autoreifen. Da haben wir nochmal Glück gehabt. Puh.

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Tabakauktion

6.8.2019

In Bantyre versuchen wir noch einmal unser Glück bei der Tabak Auktion. Ja, gerne dürfen wir hinein und uns umschauen. Es geht aber gar nicht so hektisch zu, wie wir dachten. Die Einkäufer laufen besonnen und konzentriert an den Säcken vorbei, prüfen die Ware und werden dann, falls sie kaufen möchten in eine Liste eingetragen. Der Sack wird mit einem Zettel versehen und wieder zugenäht. Die verkaufte Ware wird auf Lkw geladen, damit wieder Platz für die frische Ware ist. Interessant mal dagewesen zu sein, aber nicht spektakulär.

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Die All Angles Kirche in Blantyre:

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DAPP

5.8.2019

Wir haben unser Lieblingsbekleidungsgeschäft entdeckt: DAPP steht für “Development Aid from People to People”. Auf dem Schild des Ladens, in dem wir einkaufen steht noch der Zusatz “Global trends with second hands”. Spendenkleider aller Welt werden hier für wenig Geld verkauft. Keine Angst, wir nehmen niemandem Kleidungsstücke weg. Es ist Freitag und “alles muss raus”. Der Laden ist noch voll gepackt mit Ware und am Montag kommt neue. Wir fragen uns, wie man diese Massen bis dahin noch los werden will. Heute gibt es jedes Kleidungsstück zum Einheitspreis von 1800 Kwacha (ca. 2, 20 Euro).

Didi braucht neue T-Shirts und ich schaue mal, was es so gibt. Ich habe noch nie eine Hose von Prada besessen. –lach- Und in Uganda und Äthiopien kann es schon mal kalt werden, also wird die warme Jacke auch noch gekauft.

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Auch Didi kauft Markenklamotten, die fast noch wie neu aussehen.

Mulanje-Fort Lister Gap

4.8.2019

Wir drehen eine Runde um den Berg und befahren die Schlucht, die einst eine Sklavenroute war. Die Landschaft ist wunderschön. Der Pistenzustand eher nicht. Über spitzes Gestein hoppeln wir voran. Die “Straße” wird irgendwann “einspurig”… ups… wie lange wohl? Wird sie wieder breiter? Wir quetschen uns für ca. 1 km durch. Zurückfahren wäre auf der steinigen Gebirgspiste nicht lustig gewesen, denn drehen hätten wir nicht können. Die Fahrt ist anstrengend, doch auf der anderen Seite der Schlucht soll die Straße gerade im Bau sein und bald geteert werden. Diese Auskunft hat mir ein Tourguide in Mulanje gegeben. Wahrscheinlich hat er vergessen, das Jahr dazu zu sagen. Von Bauarbeiten keine Spur. Also hoppeln wir durch die Dörfer weiter. Hierher hat sich noch kein Tourist verirrt (später bei der Brücke werden wir wissen weshalb) und so winken uns die Menschen einfach fröhlich zu, ohne zu betteln. Herrlich dieses Hin- und Hergewinke zwischen ihnen und uns. An einer “Pommesbude” halten wir an. Zwei Portionen Pommes bitte aus leckeren Süßkartoffeln kosten zusammen 24 europäische Cent (= 200 Kwacha). Das ist der Preis, den Einheimische bezahlen. Eine Frau meinte in “local language”, die allerdings keine Zahlen kennt sowas wie “…Mzungu (Weiße)… one thousand Kwacha…”. Zu spät, der Deal ist schon gemacht. Winking smile

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11 km vor dem mit Petra und Win (wir hatten die beiden auf der Straße in Sambia kennen gelernt) verabredeten Campingplatz kommen wir an eine Holzbrücke. Eigentlich sieht sie gar nicht so schlecht aus. Aus der Ferne. Bis ich die beiden sehr sehr großen Löcher in Spurbreite entdecke. Die Holzbretter sind schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden. Die Stahlkonstruktion darunter ist auf Didis Seite total verbogen. Langsam tasten wir uns heran und als das Holz quietscht und knarrt. Als wir mit den Vorderreifen in Nähe der Löcher sind, gibt Didi Gas. Was hinter uns passiert ist wissen wir nicht. Unsere Herzen klopfen und wir sind froh, dass wir rüber gekommen sind.

Pet und Win sind so nett, dass wir glatt noch einen Tag dran hängen und den dann auch von morgens bis abends mit quasseln verbringen. Win kocht mittags noch lecker und so vergeht die Zeit wie im Flug. Schön war s mit euch beiden. Bis gerne irgendwann wieder einmal. Smile

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Mulanje Gebirge

3.8.2019.

Die geteerte Straße führt nun bis auf wenige Kilometer fast bis zum Parkeingang.

Mit Michi musste ich damals noch über halsbrecherische Pisten auf der Ladefläche eines Pickup (mit gefühlten 10 anderen Menschen und ebenso vielen Säcken Mais) sitzend die ca. 10 km lange Strecke zurück legen. Dass wir bei der Höllenfahrt nicht herunter gefallen sind, war erstaunlich. Damals trafen wir Moses, der im Mulanje ein Rock Climbing und Abseiling Business starten wollte. Doch es war schwierig an das entsprechende Equipment heran zu kommen. In Malawi gab es vor 15 Jahren absolut nichts. Wirklich GAR NICHTS. Moses war an meinem Kuppelzelt interessiert. Ohne meine jetzige Reiseerfahrung wollte ich es ihm damals schenken. Das Problem war nur, dass ich es noch zwei Wochen lang brauchte und der Endpunkt meiner Reise (Lilongwe) auch nicht gerade um die Ecke von Mulanje liegt. Von Moses lernte ich, dass Schenken keine gute Idee ist. In Afrika würde man Sachen tauschen. Geschenkt wolle er es nicht haben. Was ich dafür haben wolle, fragte er. Ich wollte schon immer eine Trommel haben. Doch jetzt gleich mitnehmen ging als Backpacker auch nicht. Alles kein Problem. In Lilongwe sollte ich mein Zelt in einem bestimmten Laden abgeben. Die Trommel würde auf mich dort schon warten. Ok. Deal. In Lilongwe angekommen fand ich das Geschäft, doch meine Trommel war nicht da. Handy s gab es damals noch nicht in Malawi, doch irgendwie hat die nette Ladenbesitzerin heraus gefunden, dass meine Trommel auf dem Weg sei. Ob ich zum Busbahnhof laufen könnte. Ja, kann ich. Doch wie finde ich dort meine Trommel? Ich hatte keine Ahnung, wie sie aussieht und auch den Überbringer kannte ich nicht. Keine Sorge. Der Kurier wird dich finden. Du bist die einzige Weiße. Winking smile Stimmt. Hatte ich ganz vergessen. Winking smile Auf dem Busbahnhof ging es hektisch und absolut chaotisch zu. Ein Kommen und Gehen der großen und kleinen Busse. Geschrei. Gepäck wurde auf die Dächer verladen. Die Essensverkäufer reichten ihre Ware zu den offenen Fenstern in die total überfüllten Busse. Ein Bus hielt fast direkt neben mir. Ein Mann sprang heraus, drückte mir die Trommel wortlos in die Hand und war blitzschnell wieder verschwunden. Es ist wahrscheinlich die hässlichste Trommel überhaupt. Das Trommelfell ist aus Ziegenhaut gemacht. Das Fell ist noch dran und die Ziege noch nicht lange tot. Sie stinkt. Befestigt ist das Fell statt der üblichen Schnüren mit Nägeln. Wie bekomme ich die Trommel nach Deutschland? Ich kaufte eine Plastiktasche. Eine von den großen bunten mit Reißverschluss. Dort hinein packte ich die kniehohe Trommel. Im Flugzeug verstaute ich sie im Handgepäck, aber nicht direkt über meinem Sitz Winking smile und der Duft, der in Frankfurt beim Öffnen der Klappe aus dem Handgepäckfach kam war sprichwörtlich atemberaubend. Die Fluggäste schauten sich schon nach der Ursache des Gestanks um. Ich zog es somit vor, noch ein bisschen länger sitzen zu bleiben. Winking smile

Ich liebe diese Trommel. Sie erinnert mich an ein sehr schönes Erlebnis.

Jetzt wieder im Mulanje Gebirge bin ich neugierig, ob Moses seine Geschäftsidee verwirklichen konnte. Auf dem Campingplatz im Mulanje frage ich nach. Ja, man kennt ihn und ja er hat seinen Traum verwirklichen können und war erfolgreich damit, aber ich komme zu spät. Moses ist im vergangenen Jahr verstorben. Er war in meinem Alter…

Ich bin betrübt und es beschäftigt mich noch einige Zeit. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, obwohl ich weiß, dass die meisten Menschen in Malawi nicht das 50. Lebensjahr erreichen. In meinem Kopf sah das Wiedersehen ganz anders aus.

Didi und ich gehen ein bisschen Wandern. Nur zum Wasserfall und zurück. Es wird von den Guides nicht wirklich gerne gesehen, dass wir alleine laufen. Doch ich habe keine Lust auf andere Gesellschaft, als die von Didi. Das Gebirge ist wunderschön, aber auch hier riecht es nicht mehr nach Zedern. Lediglich die Wanderstöcke riechen gut. Sie werden aus Zedernholz gefertigt, dass man noch weit oben auf dem Berg findet.

Auf dem Weg von Zomba zum Mulanje Gebirge:

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In und um das Mulanje Gebirge:

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Liwonde NP und Zomba Plateau

1.8.2019

Wir heben Geld ab und werden zu fast-Millionären, naja 350.000 Kwacha sind es. Smile Knapp 400 Euro Winking smile

Wir übernachten auf der anderen Seite des Liwonde NP, in der Eco Shire Lodge. Das hört sich teuer und edel an, ist aber sehr “rustikal”. Aber sauber ist es und der NP grenzt direkt ans Grundstück. Eine Aussichtsplattform gibt es auch und wir beobachten von hier aus die Tiere in der Ferne.

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Zomba Plateau Picknick Spot:

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Der Circular Drive ist nicht mehr durchgängig befahrbar und befindet sich generell in einem schlechten Zustand. Viele Wege werden nicht mehr benutzt, weil dort schon alles abgeholzt ist. Die Motorsäge ist auf dem Vormarsch, doch an einigen Stellen wird noch mit der Hand gesägt. Ich vermisse die gut riechenden Zedern. Es wird illegal abgeholzt. Leider. Unglaublich welche Lasten die Menschen hier -Mann, Frau, Kind- auf ihren Köpfen tragen.

Die Steineverkäufer gibt es immer noch und wir kaufen den verschiedenen Händlern ein bisschen was ab oder tauschen es gegen T-Shirts oder Flip Flops. Malawi ist ein extrem armes Land, doch die Menschen haben Initiative und Ideen, wie sie sich ein bisschen Geld verdienen können und das unterstützen wir gerne.

Der Circular Drive endet für uns (da die Piste dann einspurig wird) beim höchsten Berg des Zomba Plateaus.

Man stelle sich die Straße auf den 2075 m hohen Malumbe so vor: Denkt an eine gute asphaltierte, ganz normale Passstraße, mit ihren Serpentinen, deren Kurven ausladend ausgebaut sind und alles mit Leitplanken versehen ist. Vermindert die Breite der Straße nun auf ein Viertel. Denkt euch den Asphalt weg und ersetzt ihn durch ausgewaschene Lehmpiste, in der sich ein Schlagloch nach dem anderen reiht. Manche der Schlaglöcher sind durch Fußball große, scharfkantige Steine “entschärft”. Die paar extra Meter in der Kurve dürft ihr gedanklich genauso wie die Leitplanken weg lassen.  Das Ganze ist außerdem extrem steil und die Äste der Bäume hängen tief. Ab und zu wird die Spurbreite durch hüfthohe Steine links und rechts der Straße ein wenig verringert. Und man hat uns vor der Escarpment Road in Sambia gewarnt… –lach- … die Leute, die uns vor Sambia gewarnt haben waren noch nicht hier.

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Am nächsten Morgen ist es neblig und es beginnt zu regnen. Wir fahren über Blantyre zum Mulanje Gebirge.